Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.887
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

WG, Miete


| 28.11.2011 17:21 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling



Sehr geehrter Anwalt/Anwältin,
folgendes Problem: ich hatte eine WG, meine ehelmalige Mitbewohnerin ist am 30.10. urplötzlich ausgezogen. Ich hatte mir noch ein schriftlich geben lassen, von wann bis wann sie bei mir gewohnt hat und, dass sie mir - sollte kein Nachmieter gefunden werden etc.- noch 3 Monate ihren Mietanteil zahlt. Die Wohnung wurde damals nur angemietet um mit ihr dort einzuziehen, nicht um generell eine WG zu gründen. Die Wohnung allein ist zu teuer für mich. Seit dem Auszug habe ich nichts von ihr gehört, obwohl ich mich zwischendurch gemeldet hatte (sie somit auch keine Befürchtungen haben musste, dass ich emotional nicht gut auf sie zu sprechen sei). Am 13.11.2011 stelle Sie dann einfach unsere Wohnung ohne Rücksprache mit mir (Die Wohnung läuft nur auf mich und sie war quasi meine Untermieterin-was sie mir ja auch noch schriftlich bestätigt hat) die Wohnung bei wg-gesucht.de und ebay kleinanzeigen rein mit dem Vermerk ab 1.12.2011 zu vermieten. Da ich die ersten 2 Wochen krank geschrieben war und auch in dieser Zeit keine Möglichkeit hatte ins Internet zu gehen, hatte ich nicht wirklich die Möglichkeit mich auf Wohnungssuche zu begeben, mal abgesehen von der Kündigungsfrist, finanzieller Aspekt usw. ist es mir einfach nicht möglich so schnell umzuziehen. Es gab unter anderem auch Absprachen, dass wir mindestens 1-2 Jahre zusammen wohnen und wenn was ist drüber etc. Naja wie dem auch sei, beim Tag des Auszuges habe ich mündlich vereinbart, wenn Sie ihre restlichen Möbel abholen möchte soll sie mir 1 Woche vorher bescheid geben, da ich logischer Weise anwesend sein möchte. Aus Angst, dass mir einfach so die Wohnung ausgeräumt wird habe ich das schloss gewechselt. Am 15.11. um ca 21-22 Uhr bekam ich eine SMS von meiner ehemaligen Mitbewohnerin, die mir sagte, dass sie am donnerstag ihre Sachen holt und ich den Kellerschlüssel in die Küche hängen soll. Ich meinte daraufhin, dass das nicht gehen wird, da ich von 8-bis ca. 19/20 Uhr arbeiten werde und somit nicht anwesend sein kann um die Tür zu öffnen bzw. dabei zu sein. Urlaub bekommt man in meiner Firma so kurzfristig eigentlich nicht. Am nächsten Tag bekam ich dann eine Email von der Mutter meiner Mitbewohnerin (Auszug): ich weiß nicht was du für ein mensch bist, aber in solchen situationen zeigt man eben sein wahres gesicht! und da hab ich von dir auch nichts anderes erwartet! „die sache mit dem einbau eines neuen schlosses passt so richtig zu dir! hast du mal dran gedacht, dass du 6 monate noch abnutzungsgebühr für die einrichtung offen hast.nein hast du nicht, dann wärst du nicht so dreist gewesen und ne klobürste durch 2 zu teilen, ist echt der hammer!p. hat ihre miete für nov. 2011 noch bezahlt, demzufolge hat sie auch ein recht auf zutritt zur wohnung bzw auf einen neuen schlüssel, da du den ausbau ja sicher nicht erst gestern abend vorgenommen, hättest du ihr den per post zukommen lassen könnensomit ist ja wohl klar wer dich hier querstellt du kannst ja deine mittagspause verlegen um anwesend zu sein, ansonsten gib den schlüssel unten im laden ab."
Meine Antwort (Auszug):" soeben habe ich eine sehr unverschämte Email von deiner Mama erhalten. Da ich das nicht mit ihr, sondern lieber mit dir klären möchte, schreibe ich dich direkt an. Ich habe kein Problem damit, wenn du deine restlichen Sachen abholen kommst. Nur wir hatten an dem Tag deines Auszuges vereinbart, dass du mir eine Woche vorher Bescheid gibst und ich mir dann dementsprechend freinehmen kann. Deine ganzen Möbel stehen in deinem Zimmer, auch die Vitrine die im Wohnzimmer stand habe ich ausgeräumt und auch in dein Zimmer gestellt.
Eine Nutzungsgebühr für die Küche, wie deine Mutter schreibt, kann ja wohl kaum dein Ernst sein? Nicht mal den Küchentisch hast du stehen lassen und der Kühlschrank erleidet durch einen Monat weiteren Betrieb (es sind ja immerhin auch noch im Gefrierfach Dinge von dir) ja keine Abnutzungserscheinungen. Den Herd habe ich vielleicht 2 mal benutzt seitdem. Desweiteren mir vorzuwerfen, dass ich die Ikearechnungen aufgeteilt habe ist ja wohl vollkommen normal. Die Spüle habe ich vollständig auf mich genommen und die hast du auch benutzt oder nicht? genauso wie die Waschmaschine. Soll ich dir dafür jetzt auch Abnutzungsgebühren berechnen? Das eine Regal im Bad gehört auch noch dir, allerdings würde ich dir gern vorschlagen, dass ich das behalte und du mir dafür nicht den Strom für Oktober zahlen musst (25 €). Generell gesehen habe ich immer Toilettenpapier und Putzmittel gekauft, sowie ich auch immer Bad&Küche geputzt habe. Sicherlich weißt du selber, dass du das so gut wie nie getan hast. Das stell ich dir auch nicht in Rechnung. Ich denke, um das ganze jetzt nicht weiter ausarten zu lassen überlege dir bitte einen neuen Termin um deine Sachen abzuholen.
Das Schloss musste ich am Wochenende austauschen, du fragst ja nicht mal aus welchen Gründen-deshalb konnte ich dir den Schlüssel noch nicht zukommen lassen. Mal abgesehen davon, hatten wir das ja auch anders abgesprochen und ich wollte an dem Tag auch dabei sein. Den Schlüssel kann ich verständlicherweise nicht irgendeinem Fremden bzw. dem Kioskbesitzer überlassen. Das würdest du auch nicht tun. Das du die Anzeigen für einen Nachmieter ab dem 1.12.2011 ins Internet gestellt hast ohne mit mir Rücksprache zu halten ist eine absolute Frechheit.
Ich hatte 2 wochen lang kein Internet, musste mir erst einen neuen Stick bestellen und das hat halt leider auch nicht von heute auf morgen funktioniert. Somit hatte ich auch erst seit dieser Woche Zeit mich mit Wohnungssuche zu beschäftigen. Innerhalb von 2 Wochen ist das wohl kaum realisierbar. Daher werde ich wohl mindestens noch im Dezember in der Wohnung bleiben müssen. Du bist von heute auf morgen ausgezogen, hast mir gesagt, dass es nichts mit mir zu tun hat und dann bringst du ein ding nach dem anderen. Ich muss mich wegen dir verschulden von jetzt auf gleich, ich hatte keine Möglichkeit mich auf irgendwas einzustellen und zu reagieren, weil du es nicht für nötig gehalten hast mit mir zu sprechen. Ich hoffe du zahlst bis Ende deiner Kündigungsfrist weiter deine anteilige Miete, wie wir es schriftlich vereinbart haben. Sollte ich vorher ausziehen entfällt natürlich die letzte Miete.
Bitte denk nochmal über alles nach, ich will dir definitiv keine Steine in den Weg legen, aber ich muss auch irgendwie sehen, wie ich mit dem Arsch an die Wand komme ohne noch mehr über den Tisch gezogen zu werden."
Daraufhin wieder eine Antwort der Mutter: „ich dachte du besitzt wenigsten die courage mir zu antworten. den neuen wohnungsschlüssel steckst du dann morgen in den briefkastenoder findest dich während deiner mittagspause einwir haben alle urlaub genommen, ein auto gemietet und helfer organisiert….. sollte das nicht der fall sein, werden wir entweder bei dir auf arbeit vorstellig oder bestellen nen schlüsseldienst auf deine rechnung, weil anders geht´s dann scheinbar nicht! und das ist keine drohung, das ist ein versprechen…."
Dann habe ich noch eine SMS von meiner Mitbewohnerin bekommen, dass sie sich polizeilich erkundigt habe und ein schlüsseldienst und ein zeuge ausreichend sind um die tür zu öffnen und sich sich nicht strafbar mache und der vermieter angeblich informiert sein.
Ich habe mir dann doch noch kurzfristig nach Schilderung der Lage freinehmen können. Am 17.11.2011 wartete ich dann mit einer weiteren Person (aus Sicherheitsgründen wollte ich nicht allein die ganze Sache durchstehen) auf meine Mitbewohnerin inkl. Mutter und deren Mann. Alles lief soweit ruhig bis ich ein Regal aus dem Bad hergeben sollte. Daraufhin wollte ich sagen, dass ich ja vorgeschlagen habe, dieses zu behalten-da ich ja auch noch Geld für den Strom bekomme und dann dann für mich ausgelichen wäre (Regal 20 € WW, Stromschulden: 25 €). Daraufhin hat der Mann der Mutter mich angeschriehen, ich solle zusehen, dass ich das Regal ausräume oder er macht es, alles andere interessiert nicht und ich solle jetzt gefälligst machen. Außerdem habe ich ja das Internet von Ines benutzt(was nicht stimmt, da ich einen eigenen Internetstick habe) und ich sie hätte ja die Hausratversicherung bezahlt (welche sie allerdings schon vor dem Einzug bei mir besaß und sie nicht kündigen konnte-ein Schadensfall ist natürlich auch nicht eingetreten).Wenn man mich als Freund hätte bräuchte man auch keine Feinde mehr usw. Ich konnte dazu gar nichts sagen bzw. wollte mich auf so primitive Äußerungen nicht einlassen. Mir wurde weiterhin mitgeteilt, dass ich noch 500 Euro Abnutzungsgebühr für die Möbel meiner Mitbewohnerin zahlen soll (wir haben ein halbes Jahr zusammengewohnt. Die Küche war zum Teil von Ihr, zum Teil von mir, also total ausgewogen. Da Wohnzimmer war von ihr, dieses hat sie aber auch zu 85 benutzt. In dem halben Jahr habe ich vielleicht 15 mal auf der Couch gesessen und den Fernseher benutzt. Beim Verlassen der Wohnung meinte die Mutter meiner Mitbewohnerin dann aber, dass wäre ja „nur" eine Drohung gewesen.

Ich hab mich während des Umzuges sehr unter Druck und bedroht bzw. genötigt gefühlt.
Wahrscheinlich werde ich keine Miete erhalten und auch keine Zahlung für ev. Anfallende Stromnachzahlungen.

Meine Frage nun: Kann ich die Mutter und Ihren Mann wegen Nötigung anzeigen? Immerhin wurde ich zu Handlungen gezwungen, die ich nicht wollte (Urlaub nehmen, Regal hergeben etc.)
Weiterhin: Wie verfahre ich, wenn die Miete für Dezember und ev. Januar nicht bekomme? Genauso die ev. Nachzuzahlenden Nebenkosten und Stromrechnung für den Zeitraum, wo sie aktiv bei mir gewohnt hat?

Mit freundlichen Grüßen XY
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage unter Beachtung Ihres Einsatzes und des geschilderten Sachverhaltes wie folgt beantworten:

„Meine Frage nun: Kann ich die Mutter und Ihren Mann wegen Nötigung anzeigen? Immerhin wurde ich zu Handlungen gezwungen, die ich nicht wollte (Urlaub nehmen, Regal hergeben etc.)"

Ja, eine Anzeige können Sie immer stellen. Die Staatsanwaltschaft bzw. das Gericht entscheidet dann über eine Verfolgung bzw. Verurteilung. Jedoch ist dies für Sei ohne Gewinn.

„Weiterhin: Wie verfahre ich, wenn die Miete für Dezember und ev. Januar nicht bekomme? Genauso die ev. Nachzuzahlenden Nebenkosten und Stromrechnung für den Zeitraum, wo sie aktiv bei mir gewohnt hat?"

Sie können dann einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen oder ein gerichtliches Klageverfahren einleiten.Bei ERfolg habne Sie dann einen gerichtlichen Titel und Sie können dann über einen Gerichtsvollzieher das Geld beitreiben.



Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..

Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Betriebswirtin (HWK)
_____________________________

E-Mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de
www.scheidung-deutschlandweit.de
www.vorsorgeverfuegungen.info
Bewertung des Fragestellers 29.11.2011 | 08:51


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Anwort hat mir gut geholfen und ich werde mich ggf. weiter an die Anwältin wenden, sollte ein Mahnbescheid beantragt werden müssen. Vielen Dank"