Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

WEG fordert Eigentümer auf ursprüngl. Farbe des Balkongeländers wiederherzustellen

| 25.05.2019 12:54 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


15:11
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich benötige Ihre Hilfe in folgendem Fall:

Ich bin Eigentümer einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Die Wohnung ist vermietet. Zu der Wohnung gehört eine Loggia.

Anscheinend hat mein Mieter das Balkongeländer eigenmächtig neu gestrichen und einen anderen Farbton gewählt (weiß statt braun).

Per Beschluss hatte mich die WEG aufgefordert, das Balkongeländer wieder in der ursprünglichen Farbe zu streichen. Nach erneutem Beschluss möchte die WEG nun einen Anwalt mit der Durchsetzung beauftragen.

Mir ist die Farbe des Balkongeländers egal.

Ich habe bereits den Mieter schriftlich aufgefordert, die ursprüngliche Farbe wiederherzustellen.

Welche Ansprüche existieren?

Zu welchen Handlungen kann die WEG mich verpflichten?

Wie komme ich meinen Pflichten als Eigentümer nach und verhalte mich kosteneffizient?

Ich würde mich über eine Antwort zu diesem konkreten Fall sehr freuen und bedanke mich dafür sehr herzlich im Voraus.
25.05.2019 | 14:07

Antwort

von


(914)
Radeberger Str. 2K
01796 Pirna
Tel: 03501/5163030
Web: https://RA-Peter-Eichhorn.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,

lassen Sie mich Ihre Fragen - ohne Kenntnis der Beschlüsse und ihres Schreibens an den Mieter - wie folgt beantworten.

Zunächst einmal sind WEG- und Mietrecht zu unterscheiden und zu trennen.

"Welche Ansprüche existieren?
Zu welchen Handlungen kann die WEG mich verpflichten?
Wie komme ich meinen Pflichten als Eigentümer nach und verhalte mich kosteneffizient?"

1.
Sie haben gegen den Mieter einen Anspruch auf Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes.
Streicht er nicht, lassen Sie streichen und stellen dem Mieter die Kosten in Rechnung.

2.
Die WEG kann Sie als Wohnungseigentümer zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes verpflichten.
Die Veränderung des optischen Erscheinungsbildes ist eine bauliche Veränderung.

Alternativ könnte auch beschlossen werden, dass die WEG das Geländer streicht, wenn Sie oder der Mieter es nicht tun. Sie haben dann die Kosten im Wege des Schadensersatzes zu tragen.

(Da das Geländer Gemeinschafteigentum ist, könnte die WEG gegen Ihren Mieter wegen der Veränderung auch direkt aus § 1004 Abs. 1 S. 1 BGB vorgehen.)

3.
Streicht der Mieter nicht fristgemäß, streichen Sie oder lassen streichen.
Zeigen Sie sich kooperativ.
So sparen Sie Anwalts- und eventuelle Gerichtskosten.
So kommen Sie Ihrer Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft nach.

Ihre Kosten holen Sie sich beim Mieter wieder.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 25.05.2019 | 15:00

Sehr geehrter Herr Eichhorn,

vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage.

Können Sie bitte auf folgende Punkte noch eingehen:

- Wie ergibt sich der Anspruch der WEG gegenüber mir? Was ist die gesetzliche Grundlage?

- Welche Frist für den Mieter ist angemessen?

- Was mache ich wenn der Mieter den Zugang für den Maler verweigert? Bleibt der Anspruch der WEG gegenüber mir? Was ist die Rechtsfolge?

Ich bedanke mich für Ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.05.2019 | 15:11

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Der Anspruch ergibt sich aus dem § 14 Nr. 1 WEG , 1004 Abs. 1 BGB in Verbindung mit dem Beschluss.
Sie sind (Zustands-) Störer im Sinne des Gesetze, auch wenn Sie nichts getan haben.
.
Zwei bis drei Wochen.

Der Anspruch der WEG bleibt auch bestehen, wenn der Mieter den Zutritt verweigert.
Sie müssten dann den Mieter auf Duldung verklagen. Möglich wären dann auch Abmahnung und Kündigung.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 26.05.2019 | 20:48

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank. Die Antwort war klar und hilft mir weiter."
Stellungnahme vom Anwalt:
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Peter Eichhorn »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 26.05.2019
4,8/5,0

Vielen Dank. Die Antwort war klar und hilft mir weiter.


ANTWORT VON

(914)

Radeberger Str. 2K
01796 Pirna
Tel: 03501/5163030
Web: https://RA-Peter-Eichhorn.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Vertragsrecht, allgemein, Verwaltungsrecht, Mietrecht, Kaufrecht, Arbeitsrecht, Erbrecht, Verkehrsrecht, Zivilrecht, Strafrecht
Jetzt Frage stellen