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WEG-Zwangsversteigerung Ehefrau mit Grundschuld eingetragen

22.08.2013 23:01 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber


Die WEG hat Zwangsversteigerung beantragt, aufgrund eines Vollstreckungstitel von über 27.000,--€.
Jetzt habe ich die Verkehrswertschätzung vom Gericht erhalten.
Der Gutachter hat für meine beiden Einheiten jeweils einen Verkehrswert von 1.--€ veranlagt
Meine Ehefrau ist mit einer Grundschuld von 50.000,--€ im Grundbuch eingetragen. Im Schreiben vom Gericht steht "Grundschuld III/4". Die WEG steht in Rang II und hat demnach einen gesetzlichen Anspruch von 5%, dass entspricht dann bei diesen Verkehrswerten 10 cent, ist das so ? Was passiert wenn ein Käufer der diese Einheiten ersteigert, angenommen für z.B. 1000 ,--€ mit der Grundschuld von 50.000,--€ von meiner Ehefrau, oder mit den Kosten der ganzen Zwangsversteigerung insbesondere der Gutachterkosten die doch bestimmt mehre tausend € ausmachen ? Muss meine Frau ihre Grundschuld bei Gericht geltend machen oder geht das automatisch ?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Die Kosten für die Versteigerung und das Gutachten legt die WEG vor, sie gelten als Verfahrenskosten, d.h. aus dem Erlös werden erst die Verfahrenskosten, dann der 5-% Anspruch der WEG und erst danach die Grundschuld Ihrer Frau beglichen. Der Titel der WEG wird als letztes bezahlt. Wenn der Erlös niedrig ist, bleibt die WEG auf den Kosten bzw. der Forderung entsprechend sitzen. Gleiches gilt für Ihre Frau. Ihre Frau sollte sich zwecks Verteilung des Erlöses bei dem Gericht unter Berufung auf die Grundschuld vor Durchführung der Versteigerung melden, alleine schon um ein Versehen des Gerichts zu vermeiden.

Die Versteigerungs- und Gutachterkosten muß die WEG als Versteigerungsbetreiberin vorlegen. Wenn der Erlös aus der Versteigerung diese Kosten nicht deckt, macht die WEG Verluste.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.

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