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WEG: Wie sind Rohr-/Wasserleitungenversichert?


22.03.2007 13:21 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Wie sind Wasserrohre und Fußbodenheizung im WEG versichert?
In mehreren Wohnungen des Wohneigentums sind durch schlechte Wasserrohre hohe Wasserschäden aufgetreten. Es besteht für das Haus als Gesamtobjekt eine entsprechende Versicherung. – Nach Auskunft der Verwaltung sind diese Schäden von dorther reguliert, nur muß die Gemeinschaft einen hohen Eigenanteil - der umgelegt wird - aufbringen.
Nach beiliegender Teilungserklärung gem § 8 WEG (für alle Eigentümer) sind die Leitungen innerhalb der Wohnung WEG – und damit auch die Kosten dem jeweiligen Eigentümer alleine!! anzulasten. So ist aus meiner Sicht ein Schaden mit der Versicherung zu regulieren, im Innenverhältnis (der Eigentümer zueinander) gilt nach der Teilungserklärung, daß jeder für die anfallenden Kosten (hier: Versicherungs-Selbstbeteilung) selbst aufzukommen hat. (Offensichtlich ist hier eine exakte Regulierung für derartige Fälle vorgenommen worden).
Die Verwaltung bestreitet es mit dem Hinweis, das Haus könne nur insgesamt versichert werden und alle unter Putz liegenden Leitungen/Rohre sind als gemeinsames Wohneigentum anzusehen, zumal Leitungen dieser Art nicht selbst versichert werden könnten.

Auszug: 4. Zum Sondereigentum gehören u.a.: ..
Anlagen und Einrichtungen innerhalb der im Sondereigentum stehenden Räume, soweit sie nicht dem gemeinschaftlichen Gebrauch der Wohnungseigentümer dienen, insbesondere …

e) Rolläden
f) sowie die Zu- und Ableitungen der Versorgungs und Entwässerungsanlagen jeder Art - von den Hauptsträngen an, soweit diese Gegenstände wesentliche Bestandteile des Grundstückes im Sinne der §§ 93 bis 95 BGB sind.


Frage: 1. ist meine Ansicht mit dem gesondert geregelten Innenverhältnis richtig und hat diese notarielle Regelung Bestand
2. Ist das Rohrleitungssystem tatsächlich für das einzelne WEG nicht zu versichern

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie Versorgungsleitungen des Hauses sind Gemeinschaftseigentum, bis sie in das Sondereigentum eintreten. Die dann zum Sondereigentum gehörenden Rohleitungen sind jedoch nicht separat versicherbar und können aus der Wohngebäudeversicherung nicht ausgegliedert werden. Die Auskunft des Verwaltes ist insofern also korrekt.

Im Rahmen der Teilungserklärung kann jedoch vereinbart werden, daß im Innenverhältnis der Eigentümer jeder Eigentümer für die an seinem Sondereigentum entstehenden Schäden an den Versorgungsleitungen selbst aufzukommen hat, so daß den anderen Eigentümern also ein entsprechende Ausgleichanspruch zustehen wird.

Ihrer Rechtsauffassung stimme ich also, vorbehaltlich einer konkreten Prüfung der Teilungserklärung, zu.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




--
Rechtsanwalt A. Schwartmann
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Nachfrage vom Fragesteller 27.03.2007 | 18:29

Dank für dir klare Beantwortung. da bereits viele Rohrschäden (in mancher Wohnung 4 Schäden) eingetreten und über die Versicherung gelaufen sind, steht eine Kündigung an. - Weitere Schäden sind dann von den Einzelnen halt voll zu übernehmen. Da sie aber die Vers. noch nicht beanspruchten, können sie die ´Verursacher der Kündigung´ jetzt mit zur Finanzierung heranziehen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.04.2007 | 22:17

Sofern dies in der Teilungserklärung vereinbart wurde: Ja!

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