Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

WEG Warmwasserversorgung, '3 Liter Regel', bauliche Maßnahmen unvermeidlich?

04.03.2019 20:24 |
Preis: 42,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


11:21
Bei der Erstellung eines 8-Parteien-Hauses vor einem Jahr wurde die Warmwasserversorgung offenbar "ungeschickt" geplant. Der Eigentümer einer Partei stellte fest, dass in seiner Wohnung deutlich mehr als 3 Liter Wasser bezogen werden müssen, bevor das Wasser eine ausreichende Temperatur aufweist. Seine Reklamation führte dazu, dass in allen 8 Parteien die notwendigen Bezugsmengen ausgemessen wurden. In allen Parteien wurde der Wert von 3 Liter überschritten. Die zuständige Installationsfirma bot an, das Problem zu beseitigen. Hierzu sollten neue Rohrleitungen vom Keller in die einzelnen Wohnungen verlegt werden, was jedoch dazu führt, dass Decken, Bodenbeläge etc. durchbohrt sowie Rohre "auf Putz" verlegt werden müssen.
Die Eigentümer zweier direkt übereinander liegender Wohnungen konnten sich mit diesen baulichen Maßnahmen nicht anfreunden und vereinbarten mit der Installationsfirma, dass bei ihnen keine Änderungen an den Rohren durchgeführt werden sollten - insbesondere da die gemessenen Werte für den Wasserbezug bei ihnen nur knapp über 3 Liter lagen. Die Installationsfirma bestätigte, dass diese Vorgehensweise aufgrund der Lage der Wohnungen möglich sei.

Der ursprünglich reklamierende Eigentümer möchte erreichen, dass alle Eigentümer im Haus die baulichen Maßnahmen durchführen lassen. Er argumentiert damit, dass anerkannte Regeln der Technik nicht eingehalten wurden, was aus seiner Sicht zu einem erheblichen Mangel führt. Er führt weiterhin an, dass die Trinkwasserinstallation zum Gemeinschaftseigentum gehört, weshalb die Einzeleigentümer die baulichen Maßnahmen gestatten müssen.
Für die beiden genannten Eigentümer stehen die notwendigen baulichen Maßnahmen in keiner Relation zu den aus ihrer Sicht kleinen Unannehmlichkeiten bei der Warmwasserversorgung. Nach Aussage der Installationsfirma hat es keine Auswirkung auf die anderen Parteien, wenn der Umbau hier nicht durchgeführt wird.

Wie sieht die rechtliche Lage aus? Kann der ursprünglich reklamierende Eigentümer einen Umbau im gesamten Haus erzwingen? Können sich die beiden Eigentümer erfolgreich gegen den Umbau wehren?
04.03.2019 | 20:50

Antwort

von


(2271)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

zu unterscheiden ist, ob es sich um Sinerreigentum oder Gemeinschaftseigentum handelt.
Das Sondrreigentum beginnt faktisch bei der Abzweigung in die jeweilige Wohneinheit. Sollten die Arbeiten daher lediglich den Wohnungen und nach dem Zähler für Wasser durchgeführt werden, dann wäre jeder Eigentümer berechtigt, dies zu verweigern. Falls Rohre/Anlagen davor ausgetauscht werden müssten, beträfe es das Gemeinschaftseigentum und der Eigentümer könnte verlangen, dass es überall nachgebessert wird, da es sich auch auf den Wert der gemeinschaftlichen Immobilie auswirkt.

Sollten allerdings komplett
neue Rohre verlegt werden, die lediglich jeweils einem Eigentümer zugute kämen, dann wäre dies auch dem Sondereigentum zuzurechnen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei dem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir für Sie eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 05.03.2019 | 08:56

Sehr geehrter Anwalt,
wie Sie sich sicherlich schon gedacht haben, betrifft mich die geschilderte Situation persönlich. Ich möchte Sie daher bitten, die gegebene Antwort in Bezug auf die vorliegenden Fakten zu präzisieren, möglichst mit Rückgriff auf rechtliche Grundlagen.

Kann ich als Wohnungseigentümer im vorliegenden Fall dazu gezwungen werden, die Umbauarbeiten durchführen zu lassen?

Hier noch einmal die Fakten:
- Es sollen vom Keller aus Rohre direkt in die einzelnen Wohnungen verlegt werden (weitere Zirkulationskreisläufe).
- Der Umbau erfordert erhebliche bauliche Maßnahmen.
- Die Situation, dass individuell "zu viel" Warmwasser bezogen werden muss, beeinflusst aus meiner Sicht das Gemeinschaftseigentum nicht.
- Ob der Umbau durchgeführt wird oder nicht, hat keinen offensichtlichen Einfluss auf das Gemeinschaftseigentum.

Vielen Dank & freundliche Grüße!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.03.2019 | 11:21

Sehr geehrter Fragesteller,

ich gehe davon aus, dass der Mehrverbrauch des Warmwassers stets nur den einzelnen Wohnungseigentümer betrifft, da dies Verbrauchswasser darstellt und entsprechend abgerechnet wird.
Wenn dies der Fall sein sollte, müssten Sie sich nicht an dem Umbau beteiligen, insbesondere weil es lediglich den einzelnen Sondereigentümer betrifft (Umkehrschluss aus § 22 WEG).

"Bauliche Veränderungen und Aufwendungen, die über die ordnungsmäßige Instandhaltung oder Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums hinausgehen, können beschlossen oder verlangt werden, wenn jeder Wohnungseigentümer zustimmt, dessen Rechte durch die Maßnahmen über das in § 14 Nr. 1 bestimmte Maß hinaus beeinträchtigt werden. "

Es betrifft hier zum Einen nicht das Gemeinschaftseigentum, zum Anderen betrifft es den verlangenden Eigentümer nicht.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(2271)

Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht, Verwaltungsrecht, Baurecht, Internet und Computerrecht, Zivilrecht, Arbeitsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70047 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Schnelle und fundierte Antwort bei einem komplexen Thema. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles bestens. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen