Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

WEG - Schlüsselverlust durch Mieter (oder Eigentümer) II

| 22.02.2012 14:27 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Ein Mieter eines Eigentümers (vermietete Eigentumswohnung) verliert seinen Wohnungsschlüssel der zugleich Schlüssel einer zentralen Schließanlage von 16 Wohneinheiten ist.

Dieser Schlüsselverlust erfolgt im Rahmen eines Auto-Diebstahls, wobei zwischen dem Diebstahlort (Disco) und Wohnung rund 40 Km Entfernung liegen und es sich nicht um das Auto des "Loosers" handelt sondern um das seines Freundes. Die Diebstahl erfolte im Rahmen eines Autuaufbruchs, wonach eine im Auto liegende Jacke (mit Schlüssel) gestohlen wurde.

Der Eigentümer dieser Wohnung (wessen Mieter den Verlust der Schlüssel zu vertreten hat) kann nun im Rahmen einer Beschlussfassung in Regress genommen werden und muss ggf. je nach Beschluss in einer kurzfristig einzuberufenen außerordentlichen Versammlung die Kosten der neuen Zentralanlage bezahlen.

1. Wie ist das mit dem Briefkastenschloß? Im Treppenhaus steht eine gemeinsame Breifkastenanlage mit 16 Briefkästen. Muss auch hier der betroffene Eigentümer die Kosten übernehmen und die Kosten für Schloß und Schlüssel selber tragen (wie oben) ?

2. Entspricht es ordnungsgemäßer Verwaltung in diesem Fall die Schließzylinder (der Hauseingangstür, Kellertüren ins Freie, Hoftüren)
übergangsweise bis zum Beschluss in der AO-Versammlung kostenpflichtig zu tauschen und jedem Bewohner des Hauses 2 Schlüssel auszuhändigen (aus Sicherheitsgründen)?

3. Wie wäre es, wenn es keine zentrale Schließanlage gibt sondern nur ein Einheitsschloss für die Hauseingangstür ud ggf. weitere Hoftüren o.ä. (also Türen die ins Freie vom Hause aus führen)? Müsste in einem wie oben genannten gelagerten Fall auch der "Looser" bzw. der dazugehörige Eigentümer die Kosten tragen?

Kurze und knappe einfach beantwortete Antworten zu 1, 2 und 3 reichen völlig aus!

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Zu Ihrer ersten Frage:

Im Gegensatz zur zentralen Schließanlage ist hier nur der einzelne Eigentümer betroffen. Ein erhöhtes Risiko für die Gemeinschaft und die Gemeinschaftsräume besteht insoweit nicht.

Eine Esatzpflicht ist insoweit nicht anzunehmen.

Zu Ihrer zweiten Frage:

Das kommt darauf an, ob ein erhöhtes Risiko für die Gemeinschaft besteht, dass ein unbefugter Dritter das Haus betreten kann.

Es kommt dabei darauf an, ob der Dieb auf den Eigentümer Rückschlüsse ziehen kann oder nicht. Sollte dies der Fall sein (Adresse in der Jacke)und sollte die Eigentümerversammlung nicht zeitnah erfolgen, so kann die von Ihnen angedachte "Notmaßnahme"gerechtfertigt sein.

Zu Ihrer dritten Frage:

Ohne eine zentrale Schließanlage die ja auch den Zutritt zu den Wohnungen ermöglicht, ist die Gefährdungslage sicherlich geringer, so dass in einem solchen Fall auf die von Ihnen angedachte Notmaßnahme verzichtet werden müsste.

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 22.02.2012 | 15:50

Guten Tag!

Leider gehen Sie nicht auf meine eigentliche Fragen ein!

Anders ausgedrückt:

1. Wer trägt die Kosten für die Schloßerneuerung der Briefkastenanlage des Briefkasten des Eigentümers / Loosers? Dieses Schloß muss genau so gewechselt werden wie die anderen Schlösser oder?!

2. Bei dem genannten Fall sehe ich das Risiko selbst wenn wie hier keine Adresse in der JAcke war - er kann ja auch ausgesäht worden sein. Die Entfernung lässt m.E. eine erhöhtes Risiko annehmen. Sofern das erhöhte Risiko gegeben ist sollte unter dem Sicherheitsaspekt so oder so eine kostenpflichtige Übergangslösung her, da man nie weiß wann der unbefugte Dritte ins Haus könnte. Erst 4-5 Wochen warten auf das Ergebnis der AO-Versammlung halte ich für gefährlich. Zumal einige Bewohner inzwischen Angst haben.

Eine Überbrückungsmaßnahme inkl. kurzfristige AO-Versammlung entspricht hier ordnungsgemäßer Verwalter, oder?!

3. Die Notmaßnahme in diesem Fall einzusetzen ist nicht Gegenstand meiner Frage gewesen. Trotzdem wäre m.E. ein erhöhtes Risiko gegeben wonach je nach Auslegung auch hier eine Übergangslösung angewendet werden kann, da trotzdem in Haus gelangt werden kann. Mein Frage ist, ob bei einer "Nicht-Zentralenschließanlage" überhaupt das Hauseingangstürschloss gewechselt werden muss bzw. was ist wenn die Gemeinschaft das verlangt und die Kosten auf den Verursacher abwälzt - ist das möglich?! Aber wie gesagt nur bei einer nicht zentralen Schließanlage (will heißen: einheitliches Hauseingangsschloss und Schlüssel für jeden Bewohner, aber jeder hat seinen eigenes Wohnungsschloss mit Schlüssel.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.02.2012 | 16:01

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage:

1.

Die Kosten trägt der Eigentümer. Dieser kann vom Mieter Regress verlangen.

2.

Es entspricht auch ordnungsgemäßer Verwaltung, die Schließanlage aufgrund eines Schlüsselverlusts auswechseln zu lassen. Die Verwalterbefugnis für eine derartige unproblematische Instandhaltungsmaßnahme folgt aus § 27 Abs. 1 Nr. 2 WEG, die Kostentragungspflicht zudem aus §§ 15 Abs. 3, 14 Nr. 1 WEG sowie §§ 276, 278 BGB.


3.

Hier habe ich Sie mißverstanden.

Natürlich besteht auch bei einer nicht zentralen Schließanlage eine Schadensersatzpflicht des Eigentümers, wenn die Eigentümergemeinschaft beschließen sollte die Schlässer für die Hauseingangstürem,... auszutauschen.


Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 22.02.2012 | 16:20

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Nach einem kleine Mißverständnis... perfekt! Vielen Dank!"
Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen