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WEG-Schadensersatz


13.02.2005 22:25 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Sachlage:
Durch ein undichtes Flachdach wurde Sondereigentum (ein Wohnraum) in der darunter liegenden Wohnung erheblich beschädigt (Nässe, starker Schimmel, Verputz, Wandbeläge, Bodenbelag, Zerstörung von umfangreicher Literatur, Mobiliar). Der Schadenseintritt wurde auf Grund eines Urlaubs erst nach 14 Tage festgestellt und nahm dadurch diese erheblichen Ausmaße an.

Nach Meldung des Schadens, wurde sofort Maßnahmen am Dach eingeleitet.

Dadurch, dass die WEG entgegen Anraten von Fachleuten eine dringend notwendige, technische Trocknung im geschädigten Sondereigentum (Durchnässung Estrich, Trittschalldämmung) für nicht erforderlich ansah, konnte mit der Sanierung erst nach mehren Monaten der Trocknung begonnen werden. Das betroffene Zimmer war über diesen Zeitraum nicht nutzbar.

Unter der Berücksichtigung, dass ein Miteigentümer keine Möglichkeit hat aus eigener Kraft möglichen Schaden am Sondereigentum durch vorbeugende Maßnahmen am Allgemeineigentum abzuwenden, folgende Frage:

1a) Ist die Eigentümergemeinschaft nicht grundsätzlich für das Gemeinschaftseigentum verantwortlich und damit schadensersatzpflichtig, wenn durch Schaden am Allgemeineigentum Schaden am Sondereigentum verursacht (auch Nutzungsausfall) wird?
1b) Ist die Schadenentstehung durch z.B. eine undichte Wasserleitung nicht gleichwertig anzusehen wie durch ein undichtes Dach?
1c) Fällt dieser Schaden nicht unter Allmählichkeitsschäden, die über die Haus- und Grundbesitzer - Haftpflichtversicherung mit abgedeckt sind?
1d) Muss ein mögliches Schadensrisiko nicht gemeinschaftlich gleichwertig getragen werden (Erdgeschosswohnung ungleich Dachgeschosswohnung) ?

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Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfragen. Zunächst weise ich darauf hin, daß ohne Einsicht in das Grundbuch und die Teilungserklärung (sowie etwaige Protokolle der Eigentümerversammlung) nur allgemeine Aussagen getroffen werden können. Ich rate Ihnen daher dringend zu einem Anwalt zu gehen, dem den Sachverhalt zu erläutern und v.a. die o.g. Unterlagen mitzubringen. Sie sollten auch darauf achten, daß Sie ggf. Fristen - u.a. versicherungsrechtliche Fristen - einzuhalten haben.

Zur Ihren Fragen:

Fragen 1a und 1d: ja, grundsätzlich trifft dies zu, wobei darauf hingewiesen werden muß, daß Sie ja auch Teil der WEG sind. Normalerweise wird dies auch durch etwaige Rückstellungen der WEG gedeckt.

Ich weise aber noch auf folgendes hin:
Gemäß § 27 Abs. 1 Nr. 2 WEG ist es Aufgabe des Verwalters, die für die ordnungsgemäße Instandhaltung und Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums erforderlichen Maßnahmen zu treffen; eine solche Verpflichtung besteht aber nicht in Bezug auf das Sondereigentum des einzelnen Wohnungseigentümers; für die Instandhaltung und Instandsetzung seines Sondereigentums hat der einzelne Eigentümer selbst zu sorgen (§ 4 Nr. 1 WEG).

Frage 1b: Grundsätzlich spricht nichts gegen diese Auffassung.

Frage 1c: Diese Frage kann nicht mit ja oder nein beantwortet werden; es hängt von der Versicherung ab.

Grundsätzlich ist der Allmählichkeitsschaden bei Sachschäden ausgeschlossen (vgl. § 4 Ziff. I 5 AHB). Aber einige Versicherungen, insbesonder bei einer Haus- und Grundbesitzer - Haftpflichtversicherung kann der Allmählichkeitsschaden abweichend von § 4 Ziffer I 5 AHB mitversichert sein.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
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