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WEG Recht: Reinigungsrechnung von Hausverwaltung - Berechtigt?

02.06.2020 13:00 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


16:59

Guten Tag,

ich bin eine Eigentürmerin in einer WEG. Meine Wohnung befindet es sich in der 1. OG. Ich habe meine Wohnung seit Dez 2019 saniert und ist die Wohnung fertig. Am 26.05 bekam ich eine Rechnung von der Hausverwaltung.

„wir nehmen Bezug auf die in Ihrer Wohnung abgeschlossenen Umbauarbeiten, die für die Eigentürmergemeinschaft mit einer erheblichen Schmutz- und Staubbelastung im Treppenhaus verbunden waren."

„für die Beseitigung der Verschmutzung aus der Bautätigkeit haben wir die Hauswartfirma xx beauftragt, eine Baufeinreinigung des Treppenhauses vorzunehmen. Zeitgleich mit Ihnen hat der Eigentürmer im 4.OG diese mit ebenfalls erheblichem Aufwands saniert. Auch hierbei entstand für die Bewohner des Hauses eine erhebliche Schmutz- und Staubbelastung."

„ Da die ‚Eigentürmergemeinschaft die zusätzlichen Aufwendungen nicht zu vertreten hat, müssen wir Ihnen diese weiter belasten. Weil der jeweilige Grad der Verschmutzungen bzw. Ihr Anteil hierfür nicht genau feststellbar war, haben wir uns erlaub, die Rechnung der Firma xx über 240,98 Euro zu teilen, so dass jeder Verursacher den Betrag von 120.49 Euro zu tragen hat"

Ich soll die 120,49 Euro innerhalb 10 Tage überweisen.

Aus meinen Standpunk:
1) Ich wohne in 1. OG, wenn es Verschmutzung durch meine Sanierung entstanden war, habe ich ja nur von 1. OG bis zum EG zu verantwortlichen, nicht 50% von dem Treppenhaus.

2) Ich finde es ist eine Frechheit, weil die Hausverwaltung mich darüber nicht informiert hat. Wenn Sie jemand für die Reinigung beauftragen, ich angeblich die Rechnung zahlen sollte, muss man mich doch vorab informieren über die Kosten und den Aufwand. Wenn jemand sich beschwertet hätte, hätte ich meine Putzfrau für die Reinigung meinen Part (von 1. OG – EG) geschickt.

Meine Frage:
1) Sind die Rechnung und die Vorgehensweise von Hausverwaltung überhaupt berechtigt?
2) Wenn nein, wie kann ich damit vorgehen? Welche Rechtsgrundlage gibt es?

Vielen Dank!

02.06.2020 | 14:19

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Zunächst einmal sollten Sie in der Teilungserklärung und der Gemeinschaftsordnung nachsehen, ob es hier eine Klausel gibt, die eine Rechtsgrundlage für das Handeln der Hausverwaltung sein könnte. Prüfen Sie höchst sicherheitshalber, ob gegebenenfalls in einer WEG Versammlung ein solcher Beschluss gefasst worden wäre. Allerdings müssen Sie sich ja hieran auch erinnern.

Wenn dem nicht so ist, darf die Hausverwaltung nicht auf ihre Rechnung einfach eine Reinigungsfirma bestellen.
Wie Sie schon richtig erkannt haben, hätte man sie vorher zur Reinigung auffordern müssen oder zumindest ihr Einverständnis einholen müssen, dass hier eine Reinigungsfirma beauftragt wird.
Ihre Argumentation muss also genau da hingehen und Sie sollten die Hausverwaltung bitten, die Rechtsgrundlage für ihr Handeln zu nennen und darauf verweisen, dass sie eine solche nicht erkennen können.

Man könnte auch argumentieren, dass die Kompetenzen der Hausverwaltung soweit reichen, diese Maßnahme also im Rahmen der ordnungsgemäßen Verwaltung notwendig waren. Dies sehe ich allerdings nicht so, da sie ja offenbar nicht einmal selber zur Reinigung aufgefordert wurden. Je nachdem wie Das Ausmaß der Verschmutzung war, so kann man natürlich auch argumentieren, dass sie von sich aus tätig werden müssen. Dennoch müsste vor der Bestellung eine so kostenträchtigen Maßnahmen meines Erachtens zumindest eine Information stattfinden.

Ich hoffe Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Draudt
Rechtsanwältin


Rückfrage vom Fragesteller 02.06.2020 | 16:24

Hallo Frau Draudt,

vielen Dank für die Antwort. Ich habe Teilungserklärung und WEG Versammlungsbeschlüsse gelesen und da steht nirgendwo die Rechtsgrundlage für das Handel der Hausverwaltung. Der Hintergrund ist, dass das Haus wird ziemlich neu geteilt und einzelne Wohnung wird frisch veräußert. Ich gehe davon aus, dass bei uns keine besondere Rechtsgrundlage für HW gibt - ziemlich wahrscheinlich die allgemeine Rechtsgrundlage.

Wenn es in dieser Fall wäre, auf welche Rechtsgrundlage und Klause kann ich hinweisen dass ich diese Rechnung nicht anerkennen werde und nicht bezahlen muss?

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.06.2020 | 16:59

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie müssten dann eben darauf verweisen, dass es keine Rechtsgrundlage gibt.

Mit freundlichen Grüßen Draudt Rechtsanwältin

ANTWORT VON

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