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WEG Recht - Klage wegen Hausgeldrückstand

| 15.04.2010 18:43 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Ich habe 2008 eine Wohnung bei einer Zwangsversteigerung ersteigert. Die Hausverwaltung des Hauses hat die Festlegung der zu zahlenden Hausgelder über längere Zeit verzögert, so das ich nicht zahlen konnte. Durch diesen Umstand ist ein Rückstand von ca. 1.100,00 € aufgelaufen.
Der Geschäftsführer der Hausverwaltung hat mir darauf eine Ratenzahlung angeboten, die ich auch angenommen habe und schriftlich mitgeteilt habe, das ich am 15.10.2009 mit der Ratenzahlung beginne. Es kam keine Reaktion die dagegen gesprochen hätte. Ich habe die Zahlung aufgenommen und eingehalten. Jetzt hat die Hausverwaltung obwohl die Raten gezahlt werden die Klage eingereicht.
Ein Kontoauszug den ich bei der Verwaltung eingeholt habe, weist auch die konsequente Ratenzahlung aus.
Jetzt habe ich auch gehört, das in so einem Fall der frühere Eigentümer bis zur Rechnungslegung noch zur Zahlung herangezogen werden kann.
Ich bitte um schnelle Antwort.
MfG
M. Allendorf

Sehr geehrter Ratsuchender,


ab der Grundbucheintragung muß der neue Eigentümer für das Hausgeld aufkommen

Daneben tragen Sie als neuer Wohnungseigentümer die Hausgeldkosten, die ab Ihrer Eintragung im Grundbuch als Eigentümer anfallen (Pfälzisches OLG Zweibrücken, ZMR 1996, 340).

Der ehemalige Eigentümer haftet daher für alle bis zu seinem Ausscheiden aufgelaufenen Hausgeldrückstände. Dies gilt selbst dann, wenn nach dessem Ausscheiden eine Jahresabrechnung seitens der Eigentümergemeinschaft beschlossen worden ist (BGH, ZMR 1996, 5. 215; Pfälzisches OLG Zweibrücken, ZMR 1996, 340).

Daher sollten Sie also ganz genau prüfen, welche Rückstände für welchen Zeitraum geltend gemacht werden und wann die Grundbucheintragung erfolgt ist.


Unabhängig davon gilt aber zu Ihren Gunsten immer die Ratenzahlungsvereinbarung, so dass selbst dann, wenn die Gesamtbeträge von ihnen zu Recht gefordert werden, Sie auf Einhaltung dieser Ratenzahlungsvereinbarung bestehen können - die Klage wird daher ins Leere laufen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Bewertung des Fragestellers 15.04.2010 | 19:48

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