Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

WEG - Eigenständige Auftragsvergabe des Verwalters

| 27.02.2014 20:47 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Zusammenfassung: In besonders schwerwiegenden Fällen ist es möglich, daß ein einzelner Wohnungseigentümer die Abberufung des Verwalters und Einsetzung eines Notverwalters einklagt.

Sehr geehrter Rechtsanwalt ,
wir haben bei der letzten Eigentümerversammlung Streitigkeiten mit dem Hausverwalter gehabt, weil ich mit einigen TOP Entscheidungen nicht einverstanden bin.
Ich war als Dolmetscher für meine Ehefrau dabei, trotzdem er hat mich nicht zu Wort kommen lassen. Der Streitpunkt war u.a. eine Heizölbestellung über ca. 15.000 € (ohne weitere Angebote vorzulegen). Ich habe nachgefragt, mit welchem Geld er die Rechnung bezahlt hätte. Er meinte, dass er die Rechnung mit seinem eigenen Geld bezahlt hätte. Ich habe festgestellt, das in der Jahresabrechnung ein Posten „Verbindlichkeiten HV – 20.000 €" steht. Das Vermischen von privaten und Gemeinschaftsgeldern ist laut WEG streng verboten. Des Weiteren meinte er, dass das umgebucht wird, sobald die 15.000€ „Sonderumlagen" bezahlt werden.
Meiner Feststellung nach verbrauchen wir im Jahr (Durchschnitt) 15.300 Liter Heizöl und nach 30 Jahren als Hausverwalter sollte er unseren Verbrauch bereits herausgefunden haben. Bei der letzten Gerichtsverhandlung wurde ihm von der Frau Mitzel Richterin am Amtsgericht Nürnberg strikt verboten, Heizöl von den Rücklagengeldern bezahlen zu lassen. Das war sozusagen also nur seine „Rache", denn im November ist für 10 Tage die Heizung „ausgefallen". (keine Heizöl)
Des Weiteren wurde ein Beschluss gefasst, eine Nachbarmauer zu reparieren. Kostenpunkt 6000€. Auch wurde kein Kontakt mit den Nachbarn hergestellt.
Meine Bitte an Sie wäre, ob Sie im vorhandenen WEG Gesetz nachschauen könnten, ob die Möglichkeit besteht, den Verwalter im Alleingang abzusetzen und vom Gericht einen Notverwalter einsetzen zu lassen.
Er verwaltet unsere Gemeinschaft nicht nach vorhandenen Richtlinien. Bei allen Aufträgen, die er an Handwerker vergibt, wurden keine weiteren Angebote eingeholt. Auch nachdem ich nach welchen gefragt habe, konnte er mir keine vorlegen. Zur Zeit wird Heizung erneuert Preis weit über 40.000,00 € auch ohne Angebote einzuholen.

Bitte diese Urteile U.a. nachschauen:
10.02.2012: Bundesgerichtshof: Vorzeitige Abberufung des Verwalters
BGH Urteil vom 10. Juni 2011 · Az. V ZR 146/10. OLG Stuttgart, OLGZ 1977, S. 433
Grund für eine Abberufung darstellen (BayObLG, ZMR 1999, (Es wurde im Jahr 2013 auf Außerordentliche Eigentümerversammlung nach § 24, Abs. 2 WEG (25 % Stimmberechtigten Eigentümer) beantragt, weder Hausverwalter noch Hausverwalter--beirat haben bis heute nicht Reagiert)

Wie beurteilen Sie diese Möglichkeit? Ist das eine Zitterpartie Verhandlung?
Mein Ziel ist es, im Alleingang den Verwalter abzusetzen und einen Notverwalter für ein Jahr vom Amtsgericht einzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Samdao
27.02.2014 | 22:34

Antwort

von


(497)
Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
Tel: 0551/43600
Tel: 0170/4669331
Web: http://www.ra-vasel.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

in besonders schwerwiegenden Fällen ist es zulässig, daß ein einzelner Wohnungseigentümer die Abberufung des Verwalters und Einsetzung eines Notverwalters einklagt (vgl. z. B. BGH, Urteil vom 10.02.2012 - V ZR 105/11).

Das von Ihnen geschilderte Geschäftsgebaren des Verwalters verstößt in vielfacher Hinsicht gegen die Grundsätze ordnungsgemäßer Verwaltung, so daß ich eine entsprechende Klage durchaus für erfolgversprechend halte.

Zuvor muß jedoch unbedingt erfolglos versucht worden sein, einen entsprechenden Beschluß der Eigentümerversammlung über die Abberufung des Verwalters herbeizuführen. Wenn sich, wie in Ihrem Fall, Hausverwalter und Verwaltungsbeirat trotz Antrags von mehr als 25 % der Wohnungseigentümer weigern, eine außerordentliche Eigentümerversammlung einzuberufen, muß zunächst der Verwalter mit Antrag verklagt werden, ihn zu verpflichten, eine Eigentümerversammlung einzuberufen.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 01.03.2014 | 01:19

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Gehubst wie gesprungen,ich habe etwas anderes erwartet.
also von Rechtsanwalt nicht neues erfahren.
Trotzdem Danke, das wars.
mfg
Samdao"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Jürgen Vasel »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 01.03.2014
5/5,0

Gehubst wie gesprungen,ich habe etwas anderes erwartet.
also von Rechtsanwalt nicht neues erfahren.
Trotzdem Danke, das wars.
mfg
Samdao


ANTWORT VON

(497)

Reinhäuser Landstraße 80
37083 Göttingen
Tel: 0551/43600
Tel: 0170/4669331
Web: http://www.ra-vasel.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Vertragsrecht, Baurecht, priv., Mietrecht, Sozialrecht, Familienrecht, Inkasso, Kaufrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht