Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.170
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

WEG, Bauherrengemeinschaft und Rechtsanwaltrechnung


| 07.01.2007 23:20 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Sehr geehrte Damen und Herren

Ich habe einige Fragen zur folgender Geschichte:

Bauherrengemeinschaft wird Außergerichtlich von einem Rechtsanwalt vertreten.
Aus der Bauherrengemeinschaft ist eine WEG geworden.
Rechtsanwalt stellt an diese mehrere Rechnungen und schreibt dazu:
„Ich meine, dass sich der Gebührenanspruch nicht gegen die WEG als solche richtet. Vielmehr geht es um Ansprüche aus den Erwerberverträgen. Von daher dürften die Erwerber als Gesamtschuldner haften“.
Für mich ist die Forderung unbestritten und berechtigt. Ich bin bereit, anteilig sofort zu zahlen. Dazu kommt, dass er uns eine Abrechnung unter Zugrundelegung des Zeitaufwands angeboten hat, was weit günstiger ist als nach dem Rechtanwaltsvergütungsgesetz.
Leider haben mehrere Erwerber eine andere Meinung dazu.
Abstimmungsergebnis des schriftl. Umlaufverfahrens
:
6 x JA
3 x JA (mit Einschränkung)
2 x NEIN
3 x ENTHALTUNG

Weiter schreibt er:
„Wenn meine Rechnung bis ... nicht ausgeglichen sein sollte, bin ich gehalten, eine Abrechnung auf Basis der gesetzlichen Gebühren zu erstellen, die ich dann gerichtlich verfolgen würde“


Wie soll ich mich verhalten?
Was kommt auf mich zu, wenn die Erwerber nicht zahlen?
Kann ich weitere Schritte gegen mich abwenden, indem ich meinen Anteil sofort bezahle?



Vielen Dank
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Zunächst sollten Sie sich mit den Wohnungseigentümern besprechen, die sich gegen die Rechnung des Kollegen stellen.
Es ist nicht plausibel eine Anwaltsrechnung zurückzuweisen, die für die Schuldner im Ergebnis günstiger ist.

Sie sollten sich darüber hinaus weiter mit dem Kollegen insoweit ins Benehmen setzen, dass Sie gewillt sind, den auf Sie entfallenden Kostenanteil zu begleichen.
Wenn Sie Zahlungen an den Kollegen vornehmen können Sie damit rechnen, dass Sie nicht in einen Rechtsstreit verwickelt werden, sondern diejenigen, die die RA-Kostennote nicht begleichen.

Bei Nichtzahlung durch die übrigen Erwerber könnte der Kollege eine Gesamtschuldklage gegen einzelne Gesamtschuldner erheben. Jeder Gesamtschuldner kann einzelnen verklagt werden.

Bei einer Gesamtschuld müssen Sie die Ausgleichungspflicht nach § 426 BGB beachten.

§ 426 BGB Ausgleichungspflicht, Forderungsübergang

(1) Die Gesamtschuldner sind im Verhältnis zueinander zu gleichen Anteilen verpflichtet, soweit nicht ein anderes bestimmt ist. Kann von einem Gesamtschuldner der auf ihn entfallende Beitrag nicht erlangt werden, so ist der Ausfall von den übrigen zur Ausgleichung verpflichteten Schuldnern zu tragen.

(2) Soweit ein Gesamtschuldner den Gläubiger befriedigt und von den übrigen Schuldnern Ausgleichung verlangen kann, geht die Forderung des Gläubigers gegen die übrigen Schuldner auf ihn über. Der Übergang kann nicht zum Nachteil des Gläubigers geltend gemacht werden.

Für den Fall, dass die übrigen Erwerber nicht zahlen, empfehle ich die Mandatierung eines Kollegen vor Ort, um Rechtsverlusten vorzubeugen und Waffengleichheit herzustellen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2006
info@kanzlei-roth.de
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"kompetent und sehr schnell. "