Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vorzeitiges Erbe für minderjährige Tochter


16.05.2005 21:57 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Meine uneheliche Tochter hat seit ihrer Geburt keinen Kontakt zu ihrem leiblichen Vater, Unterhalt zahlt er nur weil sich das Jugendamt darum kümmert. Ist es möglich den Pflichtteil meiner Tochter vorzeitig zu bekommen?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrte(-r) Fragesteller(-in),

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese möchte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Wenn ich Sie recht verstanden habe, suchen Sie rechtliche Auskunft zu der Frage, ob Ihre (uneheliche) Tochter schon vor dem Erbfall erbrechtliche Ansprüche, hier im Rahmen des Pflichtteils, geltend machen kann.

Diese Frage muß ich mit einen NEIN beantworten. Es existiert im deutschen Erbrecht keine rechtlich durchsetzbare „Erbanwärterstellung“, potentielle Erben wie Ihre uneheliche Tochter verfügen demnach nur über eine sog. „tatsächliche Aussicht“ auf das Erbe. Ein rechtlicher Anspruch resultiert hieraus nicht.

Ein mögliches Fehlverhalten des Kindesvaters kann natürlich zu anderweitigen familienrechtlichen Ansprüchen führen, was hier aber nicht Ihre Frage war. Gleichfalls sind hinsichtlich der vorzeitigen Auskehrung von Pflichtteilsansprüchen vertragliche Vereinbarungen mit dem Kindesvater möglich – gesetzliche Ansprüche auf vorzeitige Auskehrung des Pflichtteilsanspruchs bestehen aber nicht – siehe oben.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ selbstverständlich zur Verfügung, genauso für eine weitergehende Interessenwahrnehmung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de

Nachfrage vom Fragesteller 18.05.2005 | 20:48

Guten Abend,
was wäre denn ein Fehlverhalten des Vaters?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.05.2005 | 04:20

Guten Morgen,

da wäre zB an Nichtzahlung, zu geringe oder verspätete Zahlung des Kindesunterhalts zu denken oder an die Verletzung von Auskunftspflichten.

Der Vollständigkeit halber möchte ich übrigens noch auf die Möglichkeit eines Erbverzichts (gegen Abfindung) nach §§ 2346 ff. BGB hinweisen. Ein solcher ist aber natürlich nur auf dem Verhandlungswege möglich, in Ihrem Fall zudem bis zur Volljährigekeit nur mit Genehmigung des Vormundschaftsgerichts.

MfG

RA Schimpf

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER