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Vorzeitiges Erbe


10.02.2005 17:05 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte helfen Sie mir mit der Lösung der folgenden Fallkonstellation weiter:

M hat B (36 Jahre, männlich, Student im Zweitstudium) zum Alleinerben mittels eigenhändig verfassten Testament bestimmt. Beide sind miteinander nicht verwandt. Teil dieser künftigen Erbmasse ist u.a. auch eine Eigentumswohnung, die nun vorzeitig an den B übergeben werden soll. B ist mittellos und könnte daher keine Erbschafts- oder Schenkungssteuer (zum jetzigen Zeitpunkt) bezahlen.

Sehen Sie irgend eine pfiffige Möglichkeit, um dem B das Eigentum dieser Eigentumswohung als vorweggenommenes Erbe zu übertragen ohne das hierbei Steuern gezahlt werden müssen oder zumindest die Steuer deutlich niedriger wäre, als wenn M dem B diese Eigentumswohnung schenken würde (B fällt hier in die Steuerklasse III mit einem Freibetrag von gerade einmal 5.200,-- EUR)?

Der Vorschlag einer Steuerstundung wäre hier nicht neu, da bereits bekannt und schlußendlich nicht gewünscht. Ziel wäre eine Lösung ohne Steuerschuld oder mit einer gegenüber einer Schenkung oder einer Nießbrauchsrechtsübertragung DEUTLICH NIEDRIGEREN Steuerverpflichtung.

Wäre eine Lösung über ein Vermächtnis denkbar oder ist dies unsinnig, da B bereits Alleinerbe ist?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!



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Guten Abend,

eine Lösung ohne Steuerschuld werden Sie nur finden, wenn Sie eine Schenkung umgehen. Es ist im übrigen hinsichtlich der Steuerlast gleichgültig, ob die Übertragung im Wege einer Schenkung oder erst durch Erbfolge erfolgt, da Erbschafts- und Schenkungssteuer sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Freibeträge identisch sind.

Um eine Schenkung zu umgehen, muß zwingend eine Gegenleistung vereinbart werden, die den Wert der Wohnung zumindest erreicht. Dies ist üblicherweise ein Wohnrecht sowie eine Verpflichtung, Pflege zu leisten. Der Gegenwert wird dann dadurch ermittelt, daß man den Wert etwa der Pflegearbeiten hochrechnet auf die durchschnittliche Lebenserwartung (z.Zt. bei Männern 81 Jahre). Es kommt also nicht auf den konkreten Wert an, sondern auf die abstrakte Verpflichtung.

Die Lösung über ein Vermächtnis hilft nicht weiter, da auch dort Schenkungssteuern anfallen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 10.02.2005 | 21:56

Sehr geehrter Herr Weiß,

würden Sie den Fall gleichermaßen bewerten, wenn ich ergänze, dass M nicht einmal 30 Jahre alt ist? Würden Wohnrecht und Pflegeverpflichtung dann nicht den Wert der Wohnung übersteigen (z.B. angenommen, wenn M durch Arbeitsunfall ein Pflegefall werden würde) und könnte B die Eigentumswohnung überhaupt trotz Wohnrecht und Pflegeverpflichtung einmal verkaufen oder ginge dies erst, wenn die M auf ihr Wohnrecht wieder verzichten würde?

Vielen herzlichen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.02.2005 | 10:10

Guten Morgen,

wenn B die Wohnung nicht selbst vollständig benötigt und M erst 30 Jahre alt ist, benötigen Sie eine Pflegeverpflichtung nicht. Statistisch sprächen wir dann über ein Wohnrecht für einen Zeitraum von 51 Jahren. Der Wert, den dieses ergibt, liegt dann mit Sicherheit über dem Wert der Wohnung, so daß Schenkungssteuern dann nicht anfallen.

Eine Ausnahme bestünde nur dann, wenn M bereits jetzt derart erkrankt, daß ein frühes Versterben kurz nach Vertragsschluß absehbar ist. Ich gehe nach Ihrer Schilderung aber nicht davon aus, daß dies der Fall ist.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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