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Vorzeitige Kündigung eines Darlehensvertrages


09.06.2005 21:54 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Situation:
- "Gemeinsamer" Hauskauf Ende 1999 durch die Fragestellerin und ihren ehemaligen Lebensgefährten. Verkäufer: Eltern des ehemaligen Lebensgefährten.
- Finanziert durch 2 Kredite bei der BHW.
- 1 Kredit auf den Namen des ehemaligen Lebensgefährten und 1 Kredit auf den Namen der Fragestellerin.
- Teilschenkung der Eltern an den ehemaligen Lebensgefährten. Deshalb Eintragung im Grundbuch: 33/88 für die Fragestellerin und 55/88 für den ehemaligen Lebensgefährten.
- Gesamtschuldnerische Haftung für beide Verträge: Fragestellerin.
- Auszug der Fragestellerin aus dem gemeinsamen Haus in 2000.
- Seitdem werden alle laufenden Raten vom ehemaligen Lebensgefährten geleistet.
- Zwischen der Fragestellerin und dem ehemaligen Lebenspartner besteht Einigkeit, dass die Kredite komplett vom ehemaligen Lebenspartner übernommen werden und das Haus in sein Eigentum übergeht, wenn die rechtlichen Voraussetzungen gegeben wären.


Problem:
Die BHW teilte auf Nachfrage schriftlich mit, dass eine Rückzahlung des Kredits der Fragestellerin vor dem 31.12.2009 ausgeschlossen ist und verweist auf § 609 a BGB a.F. und §§ 489 f. BGB n.F.

Die Übertragung des Kredites der Fragestellerin auf den ehemaligen Lebenspartner hat die BHW bislang auch abgelehnt.


Frage:
Welche Möglichkeit gibt es, aus der gesamtschuldnerischen Haftung entlassen zu werden?

Wichtig:
Oberste Priorität der Fragestellerin ist es, aus dem Kredit und der gesamtschuldnerischen Haftung herauszukommen.
Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nun zu Ihren Fragen im Einzelnen:

Zunächst ist zwischen beiden Darlehen zu unterscheiden. Für das Darlehen des LG (ehemaligen Lebensgefährten) haften Sie gesamtschuldnerisch mit.
Ich entnehme Ihrer Schilderung, dass Sie einen zweiten Kredit als alleinige Schuldnerin aufgenommen haben.

Insofern haften Sie gegenüber der Bank zunächst für beide Darlehen in voller Höhe.

Die gesamtschuldnerische Haftung bzgl. des Darlehens für den LG kann nur aufgehoben werden, wenn die Bank einer Entlassung Ihrerseits aus dem Kredit zustimmt. Eine vorzeitige Ablösung des Kredites ist gem. § 489 BGB n.F. wohl ausgeschlossen, da die Zeit der Zinsbindung noch nicht abgelaufen ist. Diese beträgt bei Baudarlehen gewöhnlicherweise zwischen 5 und 10 Jahren. In Ihrem Fall ist wohl von einer Zinsbindung von 10 Jahren auszugehen. Bitte schauen Sie dazu nochmals im entsprechenden Darlehensvertrag nach.

Vor Ablauf der Zinsbindung jedenfalls, ist eine Kündigung/Ablösung durch den Darlehensnehmer ohne Zustimmung der Bank ausgeschlossen.

Ich gehe davon aus, dass diese Voraussetzung in Ihrem Fall gegeben ist.

Es bestünde hier lediglich die Möglichkeit einen anderen, dritten Darlehnsnehmer zu finden, welcher seitens der Bank akzeptiert wird und die Darlehensverbindlichkeit übernimmt und diesem evt. im Gegenzug das anteilige Grundstück überschrieben wird.

Es wäre letztlich notwendig, die entsprechenden Darlehensverträge einzusehen, um eien genaue Auskunft zu erteilen.

Ich biete Ihnen daher an, im Rahmen dieser Beratung mir die Verträge per Fax oder Mail zukommen zu lassen. Ich werde dann nochmals Stellung dazu nehmen.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de
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