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Vorzeitige Kündigung Immobiliendarlehen bei Auszahlung Immobilie infolge Scheidung

| 13.05.2016 11:27 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Guten Tag,
folgendes Problem:
Geschieden, gemeinsames Haus noch zu je 50% im Grundbuch eingetragen, fest verzinstes Darlehen läuft auf mich und Ex-Partner seit 3 Jahren
Jetzt möchte ich aber meinem Ex-Partner seine 50% des Hauses abkaufen.
Die Bank entlässt meinen Ex-Partner aber nicht aus der Schuldhaft, da ich alleine nicht kreditwürdig bin. Mein neuer Partner wird als neuer (Mit-)Schuldner nicht akzeptiert, da die Bank generell keine Schuldnerwechsel zulässt (obwohl mein neuer Partner sehr gut verdient!).
Mein Ex-Partner möchte natürlich nicht im Kreditvertrag stehen, wenn er seine 50% des Hauses an mich verkauft.
Mein neuer Partner und ich haben bereits neue Angebote bei anderen Banken eingeholt, die den Kredit ablösen würden.
Haben wir das Recht den Kredit vor Ablauf der ersten 10 Jahre (außerordentlich) zu kündigen, wenn mein Ex-Partner mir seine 50% des Hauses verkauft? Ich bin ja als einer der Darlehensnehmer immernoch Besitzerin des Hauses, es wird nicht gesamtheitlich veräußert. Bei einer einfachen Umschuldung kann die Bank ja ihre Zustimmung verweigern - bei einem ersten Telefonat mit der Bank wurde mir dann auch gleich unterstellt, dass ich nur wegen der besseren Konditionen umschulden will. Eine richtige Umschuldung ist es ja nicht, eigentlich ist es eine Ablösung des Kredits wegen (Teil-)hausverkauf und somit müsste dann doch eine Kündigung mit gesetzlich begrenzter Vorfälligkeitsentschädigung erlaubt sein.
Danke!

Sehr geehrte Ratsuchende,



man wird kaum zwischen "richtiger" und "nicht richtiger" Umschuldung unterscheiden können, wenn Sie nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung die Bank wechseln.

Das wird und muss rechtlich als Umschuldung gewürdigt werden, ohne dass SIe daran etwas ändern können.



Das Verhalten der "alten" Bank ist auch rechtlich nicht zu beanstanden.

Der Vertrag wurde mit Ihnen und dem Expartner geschlossen und ist ansich dann auch einzuhalten. Einer Auswechselung des Vertragspartners muss die Bank dann aber nicht zustimmen.

Das ist auch gängige Praxis und betrifft eine Vielzahl von Kreditverträgen nach der Trennung.



Als Lösungsmöglichkeit würde sich dann noch anbieten, dass Ihr Ex-Partner den Anteil verkauft und Sie ihn im Gegenzug auch von jeglicher Haftung aus dem Darlehensvertrag mit der "alten" Bank freistellen. Wird er also von der Bank in Anspruch genommen, hätte er dann einen Rückgriffsanspruch gegen Sie.

Diese Freistellung ist gängige Praxis und kann im Notarvertrag auch gleich mit aufgenommen werden, so dass dann eben für den Ex-Partner den (sicherlich verständliche) Sicherungswunsch auch notariell beurkundet wäre.


Sollte das dem Expartner nicht reichen, werden Sie eben bis zum Ablauf der Dalehenslaufzeit warten müssen, oder aber gemeinsam (auch das geht dann nur mit dem Expartner gemeinsam) den Darlehensvertrag mit allen Konsequenzen auch hinsichtlich der Vorfälligkeitsentschädigung dann kündigen müssen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 13.05.2016 | 12:35

Meine eigentliche Frage war, ob wir (laut BGB) überhaupt das Recht haben, den Darlehensvertrag vorzeitig zu kündigen, wenn nur ein Teilverkauf des Hauses erfolgt und wenn der Hausteil an einen der Darlehensnehmer verkauft wird (also in diesem Fall an mich). Mir ist schon klar, dass ich eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen muss. Ich will kündigen und ich will eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen. Die Frage ist, ob ich es darf. Oder ob die Bank eine Kündigung verweigern kann

"Haben wir das Recht den Kredit vor Ablauf der ersten 10 Jahre (außerordentlich) zu kündigen, wenn mein Ex-Partner mir seine 50% des Hauses verkauft? Ich bin ja als einer der Darlehensnehmer immernoch Besitzer des Hauses, es wird nicht gesamtheitlich veräußert. Bei einer Umschuldung kann die Bank ja ihre Zustimmung verweigern"

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.05.2016 | 13:05

Sehr geehrte Ratsuchende,


vielleicht ist die Antwort dann doch nicht deutlich genug gewesen:

Sie dürfen kündigen, da das berechtigte Interesse besetht, werden aber eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen müssen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 13.05.2016 | 13:10

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