Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vorzeitige Kündigung Gewerbemietvertrag

| 25.03.2011 10:04 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin Untermieterin in einer Praxis und habe einen Gewerbemietvertrag unterschrieben. Dieser sieht vor, dass ich erst nach Ablauf von 2 Jahren vierteljährlich kündigen kann. Aufgrund atmosphärischer Bedingungen und der Möglichkeit eines besseren Standortes möchte ich vorzeitig gehen. Welche Möglichkeiten kann mir die Vermieterin nicht verwehren?
Genügen z. B. 3 ernsthaft interessierte Nachmieter?
Vielen Dank im voraus und freundliche Grüße,

Sehr geehrter Ratsuchende,

unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und des mitgeteilten Sachverhaltes möchte ich Ihre Frage im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten:

Die Kündigung von Mietverhältnissen über Geschäftsräume richtet sich nach § 580a Abs. 2 BGB.

Danach ist bei einem Mietverhältnis über Geschäftsräume die ordentliche Kündigung spätestens am dritten Werktag eines Kalendervierteljahres zum Ablauf des nächsten Kalendervierteljahres zulässig.

Dies bedeutet, dass grds. nur zum 31.03., 30.06., 30.09. und 30.12. mit einer jeweils 6-monatigen Frist gekündigt werden kann.

Allerdings sind vertragliche Änderungen bzgl. der Kündigungsfrist, und demnach auch ein Kündigungsverzicht in den ersten zwei Jahren, jederzeit möglich.

Dieser Kündigungsverzicht bezieht sich allerdings nur auf die ordentliche Kündigung. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt davon unberührt.

Das Recht zur außerordentlichen fristlosen Kündigung folgt in erster Linie aus § 543 BGB.
Danach kann jede Vertragspartei das Mietverhältnis aus wichtigem Grund kündigen.
Nach § 543 Abs. S. 2 BGB liegt ein wichtiger Grund vor, wenn dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insb. eines Verschuldens der Vertragsparteien, und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zur sonstigen Beendigung des Mietverhältnisses nicht zugemutet werden kann.

Die Fortsetzung des Mietverhältnisses muss also insb. unzumutbar sein.

In Ihrem Fall ("atmosphärische Bedingungen", "Möglichkeit eines besseren Standortes") liegt allerdings keine "Unzumutbarkeit" im Sinne des
§ 543 BGB vor, so dass eine außerordentliche Kündigung nicht in Betracht kommt.

Demnach sind Sie bis zum Ablauf des Kündigungsverzichts an den Mietvertrag gebunden.


Die sehr weit verbreitete Ansicht, der Mieter könne dem Vermieter drei Nachmieter stellen und wenn dieser die Nachmieter ablehnt vorzeitig ausziehen, ist ein Irrglaube.

Enthält der Mietvertrag keine sog. Ersatzmieterklausel kann der Mieter grds. nicht verlangen, dass der Vermieter einer vorzeitigen Aufhebung des Mietvertrages zustimmt.

Die sog. "Nachmieterstellung" berechtigt nur in Härtefällen zur Aufhebung des Mietverhältnisses.


Bewertung des Fragestellers 25.03.2011 | 15:02

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Auskunft."
Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen