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Vorzeitige Beendigung eines Angebotes, ohne Gebote

22.11.2009 19:17 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Lars Liedtke


durch das vorzeitige beenden eines angebotes, welches ich beobachtete(es waren noch keine gebote abgegeben worden !!), wurde mir die möglichkeit genommen, diesen artikel zu ersteigern.das einstellen des artikels ist eine willenserklärung...wie sieht die sache rechtlich aus ?? was kann ich machen ?? besten dank.

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung/Vertretung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden. Hinzufügen oder Weglassen wesentlicher Tatsachen kann zu einer anderen Beurteilung des Falles führen. Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Ihre Ansicht ist zutreffend, dass das Einstellen eines Artikels in eine Online-Auktion die Abgabe einer verbindlichen Willenserklärung darstellt. So sieht § 9 Nr. 11 der AGB von Ebay auch vor, dass ein solches, verbindliches Angebot nur in Ausnahmefällen wieder zurückgenommen werden kann. Solche Ausnahmen können zum Beispiel vorliegen, wenn der Verkäufer sich über eine wesentliche Eigenschaft der Kaufsache geirrt hat, die Kaufsache inzwischen untergegangen ist oder der Verkäufer erfahren hat, aus sonstigen Gründen nicht zum Verkauf berechtigt zu sein.

Im Falle einer unberechtigten Gebotsrücknahme kommt ein wirksamer Vertrag mit dem zuletzt Höchstbietenden zustande, § 10 Nr.1 der AGB von Ebay. Dies kommt in Ihrem Fall aber nciht in Betracht, da ja keinerlei Angebote abgegeben worden sind. Allenfalls ist somit an einen Schadensersatzanspruch wegen Verschuldens bei Vertragsverhandlungen zu denken. Allerdings dürfte ein solcher Anspruch praktisch ebenfalls nicht durchsetzbar sein. Denn hierfür sind Sie in der Beweislast: Sie müssten also beweisen können, dass Ihnen durch die Angebotsrücknahme ein finanzieller Schaden entstanden ist. Diesen müssten Sie konkret beziffern können.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben.

Nachfrage vom Fragesteller 22.11.2009 | 20:00

der wert der ware wurde im angebot eindeutig beziffert.anschrift des anbieters ist bekannt.besten dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.11.2009 | 20:32

Sehr geehrter Fragesteller,

der Wert der Kaufsache ist zwar für die Schadensberechnung sehr wichtig, allein aber nicht ausreichend. Denn die Bezifferung des Schdens errechnet sich ja aus der Differenz des Sachwerts abzüglich des aufzuwendenden Kaufpreises und letzteres ist das Problem dabei. Denn ein Beweis dafür, dass und zu welchem Kaufpreis Sie den Zuschlag erhalten hätten, dürfte schwer fallen.

Mit freundlichen Grüßen

Lars Liedtke
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 22.11.2009 | 22:42

Sehr geehrter Fragesteller,

auch wenn ein Schadensersatzanspruch wegen Verschuldens bei Vertragsverhandlungen gem. §§ 280 I, 311 II, 241 II BGB dem Grunde nach in Betracht kommt, möchte ich noch einmal deutlich darauf hinweisen, dass mir keine Gerichtsentscheidung bekannt ist, worin ein solcher Anspruch zuerkannt worden wäre, wenn der Anspruchsteller die Auktion lediglich beobachtet aber kein Gebot abgegeben hatte. Sollten Sie Ihren vermeintlichen Anspruch gleichwohl gerichtlich durchsetzen wollen, setzen Sie sich einem erheblichen Risiko aus, das Verfahren zu verlieren.

Mit freundlichen Grüßen

Lars Liedtke
Rechtsanwalt


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