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Vorzeitige Auszahlung eines Erbanteils


26.03.2005 10:35 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Hallo,

ich habe folgendes Problem:

Vor fuenf Jahren ist mein Vater verstorben und hat neben einer Summe Bargelds auch unser Haus (Doppelhaushaelfte im Wert von etwa 200000 Euro) hinterlassen.
Da kein Testament besteht, wurde gesetzlich der Erbanteil fuer den Moment folgendermassen aufgeteilt: Ehefrau (meine Mutter) erhaelt 2/3 des Vermoegens, Kinder (3, davon eines ich) erhalten jeweils 1/9 des Vermoegens.

Nun ist es so, dass meine Mutter weiterhin in dem Haus wohnt und fuer die naechste Zeit keinen Verkauf plant.
Da ich fuer einen geplanten Studienaufenthalt im Ausland Geld benoetige, erwaege ich, meinen Anteil an der Erbsumme fuer das Haus zu verlangen.

Meine Frage ist nun:
1.) hat ein Verlangen / Einklagen meines Erbteils Aussicht auf Erfolg?
2.) mit welcher Geldsumme kann ich bei einem Hauswert von 200000 Euro in etwa rechnen, wenn mein Anteil 1/9 betraegt?

Ich danke im Voraus fuer ihre Antwort.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihre Fragen möchte ich wie folgt beantworten:

Gemäß § 2042 BGB kann jeder Miterbe jederzeit die Auseinandersetzung des Erbes verlangen, falls der Erblasser nichts anderes bestimmt hat. In Ermangelung eines Testamentes wird das nicht der Fall sein, so daß Sie grundsätzlich Anspruch auf die Auseinandersetzung haben.

Die Auseinandersetzung kann zunächst gem. § 753 BGB i.V.m. §§ 180 ff. ZVG durch Teilungsversteigerung des zum Nachlaß gehörenden Grundstücks vorbereitet werden. Sie sind als Miterbe befugt,zum Zwecke der Gesamtauseinandersetzung gem. § 181 Abs. 2 ZVG den Antrag auf Teilungsversteigerung zu stellen.

Sodann können Sie Ihren Anspruch auf Auseinandersetzung im Wege der Klage durchsetzen.

Ob bei einer Teilungsversteigerung allerdings ein Erlös in Höhe des Verkehrswertes von € 200.000 erzielt werden kann, ist fraglich. Bei einem freien Verkauf dürfte das eher möglich sein, so daß ich Ihnen den Rat gebe, im Interesse aller Miterben zunächst einen freien Verkauf des Objektes ins Auge zu fassen.

Bei einer Auseinandersetzung bestimmt sich der an Sie gehende Anteil natürlich nach dem erzielten Erlös, abzüglich etwaiger Nachlaßverbindlichkeiten. Sollten also € 200.000 erzielt werden und keine Verbindlichkeiten in Abzug zu bringen sein, dürfte sich Ihr Anteil bei ca. € 22.000 bewegen.

Ich hoffe, Ihre Fragen umfassend beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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