Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.252
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vorwurf gefährliche Körperverletzung


27.02.2007 23:17 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Gegen meinen Sohn läuft ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung. Gespräch bei der Jugendgerichtshilfe war schon. In den nächsten Wochen soll Gerichtsverhandlung sein. Meine Frage bezieht sich eher auf den Ablauf vorher.
Abends steht unangemeldet der bearbeitende Polizist vor der Tür, informiert uns über die Anzeige. Hört sich die Geschichte von meinem Sohn an und beauftragt ihn das Ganze zu Papier zu geben und innerhalb von 3 Tagen auf der Wache abzugeben. Auf der Wache den Zettel gelesen, noch 2-3 Fragen zur Familie gestellt, das war´s. Von Belehrung bzw. Vernehmung konnte keine Rede sein, von den Eltern wurde nichts unterschrieben. Wäre das nicht der normale Vorgang gewesen? Lt. Jugendgerichtshilfe ist dies nicht nötig. Die benannten Zeugen wurden nach meiner Erkenntnis auch nicht alle befragt. Habe das Gefühl, dass hier die Aufklärung erst vor Gericht anfängt.(Bisher gab es keine Anzeigen oder sonstige "Vorgeschichten" gegen meinen Sohn)

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,

grundsätzlich bedarf es keiner Zustimmung der Eltern bei einer Vernehmung/Befragung eines Jugendlichen.

Gem. § 136 StPO muss vor der ersten Vernemhung eines Beschuldigten dieser belehrt werden. Dabei ist darauf hinzuweisen, daß es ihm nach dem Gesetz freistehe, sich zu der Beschuldigung zu äußern oder nicht zur Sache auszusagen und jederzeit, auch schon vor seiner Vernehmung, einen von ihm zu wählenden Verteidiger zu befragen. Er ist ferner darüber zu belehren, daß er zu seiner Entlastung einzelne Beweiserhebungen beantragen kann.

Das es zu keiner Belehrung kam, könnte daran liegen, dass die Polizei Ihren Sohn als Zeugen befragt hat und sich erst später herausstellte, dass er Beschuldigter ist. Oder die Polizei hat hier falsch gehandelt.

Im Ermittlungsverfahren müssen nicht zwangsläufig alle Zeugen befragt werden, obwohl dies üblich ist. Die Aufklärung der Tat, an deren Ende das Urteil stehen wird erst in der Hauptverhandlung stattfinden, da nur das dort ausgesagte zur Urteilsbildung herangezogen werden darf.

Aufgrund Ihrer Schilderung rate ich Ihnen jedoch einen Kollegen vor Ort mit der Vertretung Ihres Sohnes im Jugendstrafverfahren zu beauftragen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.


Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60124 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde verständlich und ausführlich beantwortet. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Klar und unumwunden im Ganzen zu empfehlen ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antworten auf meine Fragen waren ausführlich und verständlich. ...
FRAGESTELLER