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Vorwurf einer Tätlichkeit


| 27.07.2005 15:59 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Eine Mitarbeiterin erhebt bei der Geschäftsführung gegen mich den Vorwurf ich habe sie beleidigt und am folgenden Tag tätlich angegriffen, es gab dafür keine Zeugen. Nach meiner Ansicht stellen diese Vorwürfe eine Schutzbehauptung ihrerseits da, denn ich habe sie darauf hingewiesen, dass ich mich beim Chef über ihre Fehlleistungen am Arbeitsplatz beschwerden würde.
Nun verlangt die Geschäftsführung von mir eine schriftliche Stellungsnahme.
Wie kann ich meine Unschuld der Geschäftsleitung klar und deutlich darlegen? Was sollte das Schreiben enthalten?
Sollte ich weitere Schritte gegen diese Person unternehmen?
27.07.2005 | 16:20

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller, sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage der mir von Ihnen mitgeteilten Informationen gerne beantworten möchte.

Zunächst einmal bitte ich Sie, Ruhe zu bewahren, da die Kollegin ersichtlich aufgrund des eigenen schlechten Standes versucht, andere bzw. Sie mit in „ihren Sumpf“ zu ziehen. Das mist leider kein Einzelfall, allerdings gibt es auch Rezepte dagegen.

Im Grunde genommen haben Sie die Kernaussagen, die in Ihrem Schreiben enthalten sein müssen, bereits selbst dargelegt. Sie müssen darauf hinweisen, dass die Anschuldigungen aus der Luft gegriffen sind. Ferner sollten Sie auch erwähnen, in welchem Zusammenhang (Schutzbehauptungen) die Vorwürfe zu sehen sind. Sie sollten in einem ruhigen und sachlichen Schreiben darlegen, wie sich der Sachverhalt aus ihrer Sicht abgespielt hat.. Wenn Fehlleistung dieser Dame bekannt sind, sollte die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen beziehungsweise Anschuldigungen minimal sein (zumal die Dame bzgl. der Verletzungen keinen Nachweis erbringen wird können) .

Ferner würde ich den Arbeitgeber auch darauf hinweisen, dass entsprechende Anschuldigungen Ihnen auch nachgewiesen werden müssten (verfassungsrechtlich verbürgte Unschuldsvermutung, die auch den Arbeitgeber über die mittelbare Drittwirkung der Grundrechte verpflichtet, sie vor unhaltbaren Anschuldigungen zu schützen)

Was das Schreiben ansonsten enthalten soll, lässt sich im Rahmen der summarischen Prüfung naturgemäß schlecht beantworten. Jedenfalls sollte das Schreiben ehrlich, sachlich, ohne Beleidigungen, ohne übertriebene Schuldzuweisungen und möglichst detailliert sein. Ich biete Ihnen aber gerne an, das von Ihnen gefertigte Schreiben gegenzulesen. Natürlich kann ich auch die Anfertigung eines entsprechenden Schreibens durchführen, wenn ich eine detaillierte Beschreibung des Sachverhalts vorliegen habe. Insoweit müssten Sie mich per E-Mail oder Telefon kontaktieren.

Wenn die Kollegin die Vorwürfe aufrechterhält, gibt es zwei Möglichkeiten, wie sie weiter vorgehen können. Zum einen können sie den Arbeitgeber rechtsverbindlich auffordern, gegen die Kollegin vorzugehen. Aufgrund der arbeitsrechtlichen Treuepflicht ist er dazu, bei Vorliegen unbewiesener Anschuldigungen, grundsätzlich verpflichtet (evtl. Abmahnung / Kündigung der Kollegin). Es handelt sich nämlich um eine Form des Mobbing!

Außerdem besteht die Möglichkeit, dass sie gegen die rechtswidrigen Behauptungen Ihrer Kolleginnen mit einer Unterlassungsklage vorgehen. Zuletzt wäre noch an eine Strafanzeige nach § 145d StGB (Vortäuschen einer Straftat, Beleidigung, da Behauptung des Schlagens eine solche impliziert) zu denken, insofern die Kollegin Ihrerseits Strafanzeige erstattet.

Ich hoffe, Ihnen mit der summarischen Prüfung der Rechtslage weiter geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-
www.anwaltskanzlei-hellmann.de


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 27.07.2005 | 20:40

Habe ich das Recht, das Schreiben mit den Anschuldigungen ein zu sehen, bevor ich eine Stellungsnahme abgeben muss?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.07.2005 | 20:48

Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst bedanke ich mich für die wirklich nette Bewertung!

Generell wird davon auszugehen sein, dass ein präziser Vorwurf, der auch die Voreinsicht in das Schreiben voraussetzt, Voraussetzung ist für Ihre Gegenwehr. Dies ergibt sich wiederum aus dem Grundsatz der Treuepflicht des Arbeitgebers. Darauf sollten Sie diesen hinweisen!

Hochachtungsvoll

RA Hellmann

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"Für die sehr schnelle und kompetente Beantwortung zolle ich größten Respekt! Vielen Dank! "
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