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Vorwurf des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte

07.02.2012 13:42 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Merkel, LL.M.


Hallo, war vorgestern Abend ziemlich betrunken und wollte glaub ich irgendwo hinpinkeln dabei erwischten mich polizeibeamte ...ich kann mich so
gut wie an nichts mehr errinern...aufjedenfall haben die mich mit auf die
Wache genommen und Bluttest gemacht(Atemalkohol war glaub ich 2,1 oder so)
jetzt hab ich ein zettel in meiner tasche gefunden wo drauf steht 1.Delikt
"Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte -Normalfall-
2.Delikt "Beleidigung"...jetzt wollt ich wissen was auf mich zukommt ?(1 ne
Vorstrafe wegen Körperverletzung)
Brauch ich einen Anwalt ? Kann mir nämlich keinen leisten weil ich student bin und nichts verdiene...
Ich wäre auch bereit falls es zur Verhandlung kommt mich bei den Beamten zu Entschuldigen auch wenn ich nicht weiß was ich gesagt haben soll...Ich habe mich auf der Wache zur Sache nicht geäußert. Kommt es zur Gerichtsverhandlung ?

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste rechtliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen. Ihre Fragen beantworte ich hinsichtlich Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes folgendermaßen.

Sie werden zu dem Vorwurf des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit Beleidigung zur Beschuldigtenvernehmung aufs Polizeirevier geladen. Dort müssen Sie Angaben zu Ihrer Person (Name, Anschrift, etc.) sich jedoch nicht zur Sache äußern. Sie können eine Stellungnahme auch schriftlich formulieren. Die Polizei muss die Angelegenheit so oder so an die zuständige Staatsanwaltschaft weiterleiten. In der Regel wird Anklage erhoben. Das Delikt kann mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren bestraft werden, vgl. § 113 StGB. Eine Beleidigung wird mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren geahndet, vgl. 3 185 StGB.

Mit welchen Strafmaß Sie zu rechnen haben, kann ohne Kenntnis der Akte nicht seriös beantwortet werden. Hinsichtlich der Strafbemessung sind noch nicht getilgte Vorstrafen, aber auch Ihr alkoholisierter Zustand zu berücksichtigen. So kann eine verminderte Schuldfähigkeit (ab 2 Prom.) den Strafe mildern. Insgesamt ist wohl mit einer Geldstrafe zu rechnen.

Auch kann versucht werden die Angelegenheit durch Einstellung bzw. Strafbefehl zu beenden. Dann kommt es nicht zu einer Verhandlung. Hierfür sollten Sie jedoch einen Anwalt vor Ort nach Eingang der Ladung zur Beschuldigtenvernehmung bei der Polizei kontaktieren. Dieser kann dann anhand der Ermittlungsakte (Sie können sich nicht genau erinnern) den Vorfall prüfen, eine Einlassung in Ihrem Namen abgeben und möglicherweise eine Einstellung bzw. einen Strafbefehl erwirken.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Beste Grüße

Anja Merkel, LL.M.
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 07.02.2012 | 15:33

Das Problem liegt halt auch daran das ich nicht wirklich Geld für einen Anwalt habe.Die ungefähre Höhe der Geldstrafe wissen Sie nicht oder?(ich bin schon über 21)
Sollte ich mich schriftlich äußern kann ich ja auch nicht mehr sagen als das ich mich so gut wie an nichts errinnere aber das ich den Vorfall bedauere und mich dafür nur Entschuldigen kann...bringt das was? oder brauche ich wirklich einen Anwalt?so wie ich es verstanden kann nur ein Anwalt für die Einstellung des Strafbefehls sorgen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.02.2012 | 15:45

Vielen Dank für Ihr Ihre Nachfrage.

Nein, ein Anwalt ist nicht vorgeschrieben. Sie können alles ohne Anwalt bestreiten.
Es ist jedoch ratsam, da ein Anwalt Zugang zur Ermittlungsakte und damit zu allen Informationen erhält.

Sich zu entschuldigen und Reue zu zeigen, ist in jedem Fall sehr gut und wird in der Strafzumessung positiv berücksichtigt.

Nein, zur Höhe der Geldstrafe kann ohne Kenntnis nichts gesagt werden. Die Höhe der einzelnen Tagessätze berücksichtigt jedoch Ihre wirtschaftliche Situation.

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