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Vorwurf Unfallflucht

18.03.2007 20:43 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mir wird vorgeworfen, mich unerlaubt von einem Unfallort entfernt zu haben. Das Problem ist, daß ich mir nicht bewußt bin, einen Unfall verursacht zu haben.

Am 7.3. komme ich mit dem Fahrrad nach Hause und die Polizei mißt die Stoßstange an meinem Fahrzeug aus. Ich war sehr erstaunt und nahm an, es wäre etwas passiert. Ich wurde von den Beamten gefragt, ob es mein Fahrzeug wäre. Ich bejahte. Dann sagte man mir, mir würde vorgeworfen, am 1.3. ein vor mir parkendes Fahrzeugt beschädigt zu haben und mich unerlaubt vom Unfallort entfernt zu haben. Man sagte mir weiter, die Messungen dienten dazu, festzustellen ob meine Stoßstange die passende Höhe hätte, um die Kratzer verursacht haben zu können. An dem anderen Fahrzeug soll ein kleine Kratzer geben.

An meinem Fahrzeug (10 Jahre alt) wurden keine Farbspuren eines anderen Fahrzeugs festgestellt. Die Polizei entdeckte eine rauhe Stelle an meiner Stoßstange, die dort schon Jahre sein kann.

Nun habe ich eine Vorladung erhalten und soll eine Aussage machen. Mein Problem ist, daß ich der festen Überzeugung bin, nicht an dieses Fahrzeug gefahren zu sein. An meinem Fahrzeug gibt es keinen Schaden und der Umstand, daß ich am nächsten Tag hinter einem Fahrzeug parke, das einen Kratzer hat, kann der tatsächlich ausreichen, um mich zu beschuldigen? Es gab nichts, das mich an einen Unfall erinnert hätte.

Wie verhalte ich mich richtig? Auf der Polizei werde ich natürlich aussagen, daß ich mir keiner Schuld bewußt bin und auch keinen Unfall verursacht habe. Reicht das aus, um die Sache aus der Welt zu schaffen?

18.03.2007 | 22:03

Antwort

von


(824)
Hussenstraße 19
78462 Konstanz
Tel: 07531-9450300
Web: http://www.anwaltskanzlei-dotterweich.de
E-Mail:


Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Einer Straftat beschuldigt ksnn zunächst jeder werden, eine Verurteilung kann aber nur dann stattfinden, wenn die Eigenschaft als Täter zweifelsfrei nachgewiesen werden kann. Ohne Einsicht in die Ermittlungsakten kann hier kein abschließender Rat hinsichtlich Ihres Verhaltens erfolgen, doch steht Ihnen ein Schweigerecht zu, aus denen Ihnen nichts Negatives hergeleitet werden darf. Wenn Sie aber aussagen, sollten Sie sich zu allen gestellten Fragen äußern, da aus einem sog. partiellen Schweigen entsprechende Schlüsse gezogen werden dürfen.

Ob Ihre beabsichtigte Aussage genügt, um die Sache aus der Welt zu schaffen, wird davon abhängen, ob weitere Indizien gegen Sie vorliegen oder gar ein möglicher Zeuge Sie bei der Tat gesehen haben will.

Ich rate Ihnen, einen Rechtsanwalt vor Ort mit Ihrer Verteidigung zu beauftragen, wenn das Verfahren nach Ihrer Aussage nicht eingestellt werden sollte.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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