Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vorwurf Betrug durch Eigenschaften eines Artikels (eBay)

| 02.08.2013 17:49 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Ich kaufe über eBay defekte Notebooks, repariere diese professionell und verkaufe sie dann mit Gewinn weiter. (hier gibt es keine Schwierigkeiten)
Als Unternehmer sollte man sich ja immer weiter entwickeln und da sollte man sich auch immer wieder auf weitere Modelle einlassen.
Ich wollte mal sehen, ob dieses für mich neue Modell (MD98100) in meine Produktreihe passen könnte und habe zwei defekte Geräte über eBay eingekauft.
Ich habe festgestellt, dass mir das Modell grundsätzlich nicht gefällt und habe es als defekt weiter verkauft. (Ohne, dass ich etwas verändert habe!)
Es wurde auch ausdrücklich als defekt deklariert. Die Bilder sind vom Originalartikel.
Die einzelnen Mängel waren mir nicht bekannt! (Nur das oberflächliche und eindeutige.)
Hier die Transaktionsnummer: 161019471726
Ich habe bewusst keine genauen Angaben zu den einzelnen Mängeln gemacht (mangels Zeit und Lust). Ich habe es nur als Ware zum Basteln ab 1Euro Anfangsgebot angeboten.
Der Käufer hat dann bezahlt und die Ware auch ohne Zweifel erhalten.

Der Käufer bemängelt nun, dass der Artikel erheblich vom Angebot abweichen würde und zählt einzelne Schäden und Fehlteile auf.
Er verlangt eine Rückabwicklung, da Ihm zu viel defekt sei. Ich verweise den Käufer auf den Angebotstext und verweigere die Rücknahme.
(da das Gerät defekt/ individueller Zustand ist und der Verkauf als Auktion stattgefunden hat, sollte das in trockenen Tüchern sein.
Auch wenn ich gewerblich angeboten habe.)
Ich bot Ihm nach großem Hin und Her einen Preisnachlass an und war auch schon dran das Geld zu überweisen (da einverstanden).
Auf Grund ungültiger Bankdaten kam die Überweisung nicht zu Stande und ich habe mir das Bewertungsprofil von dem Käufer angesehen.
(Sollte der Rechtspfleger bitte auch machen.)
Ich habe festgestellt, dass der Käufer immer wieder defekte Notebooks vom Typ MD98100 kauft und die Verkäufer geben immer wieder ähnliche
negative Bewertungskommetare ab, dass der Käufer den Endpreis drücken würde usw.
Durch diese Information habe ich die Überweisung verweigert, da es mir irgendwie spanisch vor kam. (Der Käufer wurde darüber informiert.)

Nun hat er eine Strafanzeige wegen Verdacht auf Betrug gegen mich eingeleitet, da ich das Angebot zu seinen Nachteil gestaltet hätte.
(so die Überschrift des Vorladungsbriefes der Polizei)

Hier nun meine Fragen:
Angesichts, dass das Notebook als definiv aber nur allgemein defekt deklareiert wurde und zum Startpreis ab 1 Euro + 5 Euro Versand.
Muss ich mir den Vorwurf gefallen lassen, dass ich ein Betrüger bin? Er hat das beokmmen, was ich angeboten habe.
Das Endgebot kam durch seine Entscheidung zu stande, OHNE dass er vorher irgendwie etwas gefragt hat!
Ich erkenne hier nicht, dass ich "Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen" begangen habe.
Es war auch nicht meine Absicht mir einen Vermögensvorteil zu verschaffen!
Ich wollte die Kiste einfach nur los werden, währe aber für den Wertstoffhof doch zu schade gewesen. (Gewinn ist auch keiner dabei entstanden.)
Viel mehr erkenne ich durch sein Bewertungsprofil, dass der Käufer eher grob fahrlässig gehandelt hat,
da er selber offensichtlich immer wieder etwas spezielles defektes gesucht hat, was ich so aber nicht angeboten habe.
(Die anderen auch nicht wirklich.)
Hätte ich unbedingt alle Mängel und Fehlteile kennen müssen bei dieser defekten Bastlerware?

Die Polizeiliche Vernehmung ist bereits erfolgt, da es so oder so nicht wirklich schlimm für mich ist.
(Aber eine kleine seeliche Last durchaus!)

Aus rein wirtschaftlichen Gründen:
Würden Sie mir zur persönlichen Beratung durch einen Fachanwalt raten oder würde hier schlimmsten Falls angesichts der Verhältnisse nur Wasser anbrennen und die Spendenkasse würde etwas geringer?
Wenn es zum Gerichtsprozess käme, müsste ich als Verkäufer zum Gerichtsstand des käufers oder umgekehrt?
Ist es sinnvoll mich mit der oben aufgeführten Argumentation zu verdeidigen oder ist es doch komplexer?

Besten Dank im Voraus.

Sehr geehrter Ratsuchender,
vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.
Vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage im Rahmen einer ERSTberatung zu vermitteln. Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Fragen zusammenfassend wie folgt beantworten:

Da Sie nachweisen können, dass Sie das Notebook wie gekauft auch verkauft haben und Sie das Gerät als Bastlerware deklariert worden ist, sehe ich keinen Betrugsvorwurf.

Ihr Angebotstext ist etwas nichtssagend, so dass man sich nichts darunter vorstellen kann und der Satz „Bitte keine weiteren technischen Fragen!" ist halt auch nicht gelungen, so dass man auf die Idee kommen könnte, sie wollten etwas verschweigen. Aber die Rubrik „Bastlerware" fängt das dann wieder auf. Das Teil dient nur zum Ausschlachten und nicht zum Benutzen, daher eher ungefährlich für Sie.

Nichts desto trotz sollten Sie über einen Rechtsanwalt Akteneinsicht nehmen lassen, so dass Sie die genauen Vorwürfe kennen.

Wenn bei dem defekten Notebook aber wesentliche Teile ausgebaut worden wären, also Festplatte und Arbeitsspeicher sowie der DVD-Brenner, so dass quasi nur noch das Gehäuse vorhanden wäre, könnte man darüber nachdenken, dass ein Betrug vorliegt. Davon haben Sie aber nichts geschrieben, so dass davon auszugehen ist, dass das Notebook zwar defekt aber vollständig ist.

Ich würde mich nach der Akteneinsicht verteidigen, vorher auf keinen Fall, da Sie nicht wissen, was der Käufer Ihnen genau vorwirft.

Sollte er klagen wollen, so kann er das an seinem Wohnsitz, aber auch an Ihrem Wohnsitz machen, wobei er wohl eher dazu tendieren wird, das bei sich zu machen.

Ich gehe aber davon aus, dass wenn wie Sie schreiben und sich ja auch im Bewertungsprofil des Käufers nachlesen lässt, er immer versucht den Preis zu drücken, er mit der Strafanzeige versucht, das Geld zurück zu erhalten. Denn dann wird die Strafanzeige zurückgezogen und er hat kostengünstig die Polizei für sich arbeiten lassen ohne einen Rechtsanwalt oder ein Gericht zu bemühen.

Von daher sollten Sie sich nach der Akteneinsicht verteidigen und mit dem dann erlangten Wissen Ihrerseits gegen den Käufer vorgehen.


Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.
Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Die moderne Kommunikation ermöglicht insoweit auch die Überbrückung größerer Entfernungen.
Weiterhin möchte ich Sie höflichst auf die Bewertungsfunktion aufmerksam machen, die dafür sorgt, diesen Service für andere Ratsuchende transparenter zu machen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 02.08.2013 | 19:30

Herzlichen Dank für Ihre Antwort allerdings bemängelt er ja auch Fehlteile, (wie oben erwähnt "Mängel und Fehlteile")). Es fehlen Schrauben, Ram und die Festplatte. (Das Display bemängelt er als gebrochen.) Das Mainboard, DVD- Brenner, und Prozessor waren aber mit dabei.
Eine komplette Windoof Vista Lizens war auch mit dabei (COA + DVD + Kurzanleitung) wobei das mit diesem Lizenskram ja schonwieder eine Sache für sich ist... Kann ich irgendwie vor der Justiz glaubhaft bekräftigen, dass ich in keiner Weise die Absicht hatte mir einen Vermögensvorteil zu erlangen, sondern das Gerät einfach nur an den Mann bringen wollte (Statt es zu verschrotten), so dass man dann schlimmsten Falles die wesentlich harmlosere BGB- Schiene "erzwingen" könnte?
Man müsste mir ja eigentlich erst mal nachweisen können, dass ich die Absicht gehabt hatte, einen Vermögensvorteil zu erlangen.
Sonst gilt doch "in dubio pro reo" (oder so ;)

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.08.2013 | 19:44

Sehr geehrter Ratsuchender,

einen Betrug, auch eine versuchten Betrug wird man Ihnen mangels der fehlenden Absicht in keinem Fall nachweisen können. Dieser müsste bereits bei der Einstellung des Angebots vorhanden gewesen sein. Dies wird weder dem Käufer, noch dem Staatsanwalt möglich sein.
Allein der Spruch, Umtausch weil zu defekt löst eher Schmunzeln auf Seiten der Justiz aus, wenn das Gerät als defekte Bastlerware deklariert war.

Dennoch sollten Sie sich nach Akteneinsicht äußern um genau das Kund zu tun, dass Sie es so erworben haben und gleich weiterverkauft haben ohne es zu verändern. Dies garniert mit den Bewertungen des Käufers und dem Verdacht der Methode, sollte schnell für Ruhe sorgen.
Auch der Hinweis auf den Versuch den Preis erst zu drücken und dann bei Nichterfolg Strafanzeige hilft als Argument bei der Staatsanwaltschaft.

Dies würde im Übrigen auch ein mögliches Zivilverfahren schnell beenden bzw. zu Ihren Gunsten ausgehen lassen. Die Bewertungen sollten Sie also schnell als Screenshot sichern, ehe der Käufer sein Profil auf "Privat" stellt und die Bewertungen nicht mehr sichtbar sind.

Die helfen Ihnen auf jeden Fall in den beiden möglichen Verfahren.

Mit freundlichen Grüßen

Gerth
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 02.08.2013 | 19:52

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Hatte/ habe zwar kein bedrohliches Problem aber hat schon geholfen.
Perfektes Preis/ Leistungsverhältnis. (Bewertungsprofil vom Käufer liegt schon bei der Polizei ;)
Besten Dank

"