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Vorweggenommene Erbschaft/ Schenkung an Kinder

23.01.2021 12:03 |
Preis: 25,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Guten Tag!

Ich möchte im Wege der vorweggenommenen Erbfolge meinen beiden Kindern das Eigentum an einem bebauten (Doppelhaus) und von mir bewohnten Grundstück - schenkungsweise - übertragen.

Der Verkehrswert liegt bei ca. 1,2 Mio EUR, übersteigt also den Schenkungsfreibetrag. Deshalb habe ich mir zwei mögliche Lösungswege überlegt:

Alt.1: Meine Töchter und ich gründen eine GbR; ich übertrage das Grundstückseigentum an diese GbR; wir drei sind Gesellschafter der GbR.

Alt. 2: Ich übertrage meinen beiden Kindern Miteigentum an dem Grundstück zu je 1/3 Bruchteilen.

In beiden Konstellationen sind natürlich noch Fragen des Nießbrauches/ Rückauflassungsvormerkung etc. zu berücksichtigen. Davon abgesehen habe ich folgende Fragen:

1) Welche der beiden Alternative ist, warum vorteilhafter als die andere?

2) Wie ist der Vertrag zu gestalten, dass meine Kinder keine Schenkungssteuer zahlen müssen? Ist es z. B. möglich anzugeben, dass ihnen jeweils Miteigentum im Wert von 400.000,00 EUR übertragen wird? Bedarf es eines Verkehrswertgutachtens etc.?

3) Angenommen wir entscheiden uns für die Alt. 1. Können wir im Vorfeld des Notartermins diesen fertig stellen (lassen) oder würde ein Notar die Vertragsgestaltung insgesamt übernehmen?

Vielen Dank im Voraus.

23.01.2021 | 14:36

Antwort

von


(229)
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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne möchte ich Ihre Frage auf der Grundlage Ihrer Angaben im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Den Vertrag für die GbR können Sie grundsätzlich durch den Notar, aber auch durch einen Rechtsanwalt gestalten lassen; in jedem Fall fallen durch diesen weitere Gebühren an, da dies nicht mit der Übertragung des Grundstücks abgegolten ist.

Welche der beiden Varianten (Bruchteilsgemeinschaft oder Gesellschaft des bürgerlichen Rechts) in Ihrem konkreten Fall die "bessere" Alternative ist, lässt sich pauschal nicht beantworten und würde den Rahmen dieser Erstberatung sprengen. Es wird dann konkret darauf ankommen, was Sie gestalten wollen. Auch bei der Bruchteilsgemeinschaft ist es möglich die Teilungsversteigerung auszuschließen und die Nutzung einer gemeinsam genutzten Immobilie zu regeln. Auch können Sie Vorkaufs- und Ankaufsrechte untereinander regeln.

Darüber hinausgehende Regeln sind jedoch nur bei der Gesellschaft bürgerlichen Rechts möglich. Dies gilt beispielsweise für die Kündigung,, den Tod eines Gesellschafters usw.. Man kann zusammengefasst sagen, dass die Bruchteilsgemeinschaft rechtlich weniger kompliziert ist, aber auch weniger Gestaltungsmöglichkeiten bietet.

Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass bei einer selbst genutzten Immobilie, insbesondere, wenn sie vom Schenker weiter genutzt werden soll, die Bruchteilsgemeinschaft die pragmatischer Lösung sein dürfte. Komplexere Regelungen, wie bei einer GbR möglich, sind eigentlich nur sinnvoll, wenn Sie beispielsweise eine Wohn- u. Geschäftsimmobilie, die der Kapitalanlage dient, gemeinsam verwalten. Vorliegend soll es jedoch so sein, dass Sie die Immobilie als Eigenheim nutzen, Ihre Kinder schenkweise (aus Gründen der Erbschaftssteuer) frühzeitig beteiligen wollen, aber zu Lebzeiten das Heft in der Hand behalten wollen. Dafür genügt meiner vorläufigen Einschätzung nach eine Bruchteilsgemeinschaft.

Trotzdem rate ich dazu, sich hier wirklich individuell beraten zu lassen.

Die Frage der Schenkungssteuer ist weitestgehend unabhängig von der Frage der Vertragsgestaltung. Ein Verkehrswertgutachten dürfte nicht erforderlich sein. Hier genügt eine steuerliche Bewertung im Rahmen des Vergleichs- oder Substanzwertverfahrens nach dem Bewertungsgesetz. Hier kann ich Ihnen gerne behilflich sein. Sie können aber auch Ihren steuerlichen Berater mit dieser Frage konsultieren.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße
Michael Krämer
Rechtsanwalt




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