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03.07.2007 13:27 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Sehr geehrte Damen und Herrn Anwälte,

Sachverhalt:

ich wohne alleinstehend zur Miete. Zuletzt über 10 Jahre in einer Wohnung. Problemloser Wunschmieter sozusagen.

Beruflich arbeite ich in D, werde aber für max. 2 Jahre beruflich ins Ausland gehen. Danach komme ich wieder hierher zurück.

Damit es steuerlich für mich Sinn macht, gebe ich hier in D für die 2 Jahre alles inkl. Wohnnsitz auf. Gerne würde ich mich in D abmelden und das Mietverhältnis an einen Freund übertragen, der dann auch die Miete bezahlt. Nach Rückkehr würde er rausgehen, ich wieder ins Mietverhältnis einsteigen und wieder wie früher wohnen.

Mit dem Freund ist alles besprochen. Da kann ich mich auch darauf verlassen, da wir schon viel gemeinsam gemacht haben.

Aber: wie bringe ich es meinem Vermieter bei? Welche verbindlichen Absprachemöglichkeiten gibt es mit ihm? Ich möchte unter allen Umständen vermeiden, daß bei meiner Kündigung oder der Kündigung meines Freundes in 2 Jahren seitens des Vermieters Sperrfeuer (Mieterhöhung) kommt oder ich nicht mehr reingelassen werde.

Die Wohnung ist sehr attraktiv.

Oder gibt es Alternativen zur Kündigung? Wäre eine genehmigte Untervermietung mit Blick auf das Finanzamt in Ordnung? Ich darf ja keinen Wohnsitz mehr in D haben.

Oder gibt es noch andere Möglichkeiten?

Danke für Ihre Antwort.
Sehr geehrter Fragesteller,

der geeignetste Weg ist hier der geradlinigste. Schließen Sie eine Vereinbarung mit Ihrem Vermieter, dass der Mietvertrag aufgehoben wird und stattdessen Ihr Freund Mieter wird sowie Sie nach 2 Jahren die Wohnung wieder beziehen können. Schließen Sie eine Vereinbarung mit Ihrem Freund, dass er nach 2 Jahren wieder auszieht.

Sofern der Vermieter nicht einverstanden ist, bleibt Ihnen nur die Möglichkeit ein Untermietverhältnis zu vereinbaren, zu dem grds. der Vermieter die Zustimmung erteilen muss.

Das Interesse des Vermieters dürfte ber auch auf eine langfristige Vermietbarkeit gerichtet sein.

Steuerrechtlich kommt es darauf an, wo Sie sich tatsächlich befinden und nicht, ob Sie noch Vertragspartner eines Mietvertrages sind. Der Wohnsitz ist in vielen Fällen lediglich eine Fiktion, in Einzelfällen, ist hieran aber auch eine rechtliche Pflicht geknüpft. Es können sich hieraus auch Irritationen für die Steuerbehörden ergeben.

Ich hoffe, Ihnen einige Anregungen gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiter zur Verfügug.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de

Nachfrage vom Fragesteller 03.07.2007 | 16:35

für den Fall Aufehbung des Mietvertags:
ist die Aufhebung mit einer Kündigung gleichzusetzen?

für den Fall der Untervermietung:
darf ich mich dann in D abmelden? Wenn ich das nicht tue, gelte ich mit Wohnsitz D als unbeschränkt steuerpflichtig.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.07.2007 | 16:42

Sehr geehrter Fragesteller,

ein Aufhebungsvertrag ist im Ergebnis mit einer Kündigung gleichzusetzen. Allerdings würde ich weder Kündigung noch Aufhebungsvertrag wählen, sondern eine eindeutige vertraliche Regelung, wie ich sie oben genannt habe, vor allem, um sich den Wiedereinzug zu sichern.

Im Fall der Untervermietung können Sie sich trotzdem abmelden, gerade bei der zuständigen Meldebehörde. Dort sollten Sie auch Ihren neuen Wohnsitz angeben. Problematisch könnte jedoch bereits die Untervermietung sein, da Sie theoretisch auch Mieteinnahmen in Deutschland haben. Die erste Variante ist auf alle Fälle der steuerrechtlich günstigere Fall. Durch die Untervermietung kann es möglicherweise zu Nachfragen der Steuerbehörden kommen. Besser ist der direkte Vertragsschluss mit dem Vermieter.

Ich hoffe, auch Ihre Nachfrage hilfreich beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de

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