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Vorteil bei Schenkungssteuer wenn ich Nießbrauchrecht einräume?


25.11.2006 12:36 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Guten Tag,

meine Oma möchte mir notariell ein Grundstück mit einem Mietshaus 3 Wohneinheiten (Baujahr um 1900, saniert 1997) schenken. Den Grundbesitzwert veranschlagen wir mal auf 65.000 € (Beispiel, weil kein genauer Wert vorhanden). Ich als Enkel möchte meiner Oma ein Nießbrauchrecht eintragen lassen.

Nun meine Frage,
habe ich einen steuerlichen Vorteil bei der Schenkungssteuer, wenn ich ihr ein Nießbrauchrecht gebe ?
Weil, wenn ich meinen Freibetrag von 51.200 € vom Grundbesitzwert (65.000 €) abziehe, dann bleiben 13.800 € übrig. Versteuert dann mit 7 % wäre eine Steuer von 966 € fällig.

Noch eine zusätzliche Frage,
muss meine Oma, die dann ein Nießbrauchrecht hätte, die Mieteinnahmen bekommen oder steht es uns frei wer über die Einnamhen verfügt und die Verwaltung der vermieteten Wohneinheiten übernimmt?

Ich danke Ihnen für eine baldige Antwort im Voaraus.

-- Einsatz geändert am 25.11.2006 13:31:18
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Das Nießbrauchrecht ist bei der Schenkung (kapitalisiert) entsprechend zu berücksichtigen. Die aktuell zu entrichtende Schenkunsgsteuer wir dausgehend vom Immoblienwert um das kapitalisierte Nießbrauchrecht vermindert. Alleridngs wird die Schenkungssteuer "nur"gestundet bis das Nießbrauchsrecht der Oma erlischt.

Insoweit ist dies ein Zinsvorteil, weniger ein Steuervorteil. Denn mit Ablauf des Nießbrauchrechtes wird dann die Schenkungssteuer fällig.

Möglich ist auch, daß die Schenkunsgsteuer abgezinst sofort zu bezahlen.

Das Nießbrauchsrecht bedingt, daß die Einnahmen allerdings auch die Kosten von dem Nießbrauchberechtigte zu tragen sind.

Die Bewertung des Nießbrauchrechtes bestimmt sich nach dem Alter der Oma und damit nach dem dem Altersfakor mit dem der Nießbrauch dann kapitalisiert wird.

Ich hoffe Ihnen einen Überblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

Nachfrage vom Fragesteller 27.11.2006 | 17:42

Danke für Ihre schnelle Antwort.

Eine kleine Nachfrage besteht allerdings noch.

Wie ich es verstanden habe, bedeutet es, wenn ich ein Nießbrauchrecht eintragen lasse, dann schiebe ich die Zahlung der Schenkungssteuer nur hinaus?

Nehmen wir an, die Schenkung wäre ohne ein Nießbrauchrecht für meine Oma. Dann müsste ich logischer Weise die Schenkungssteuer gleich zahlen, muss man diese Steuer in EINEM BETRAG sofort zahlen?

Danke für Ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.11.2006 | 22:05

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt.

Durch das Nießbrauchrecht wird in der Tat die Schenkungssteuer nach hinten hinaus geschoben. Da die Zahlung der Schenkungssteuer in der Zukunft liegt, wird dieser soweit er sofort gezahlt wird, abgezinst. D.h. von dem Steuerbetrag wird anhand des Altersfaktors ein Betrag abgezogen, die in der Zukunft liegende Steuerlast abgezinst.

Umso höher dieser Altersfaktor ist, umso höher ist die Abzinsung und dementsprechend geringer die abgezinste Schenkungssteuer. Dies kann je nach Alter Ihre Oma (Altersfaktor) einen nicht unerheblichen Betrag ausmachen.

Die Schenkungssteuer ist grundsätzlich mit Fälligkeit in einem Betrag zu zahlen. Entsprechende Stundungen der Steuer müssen beantragt werden, worüber dann das zuständige Finanzamt entscheidet.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

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