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Vortäuschung einer falschen Straftat.


06.03.2005 16:43 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Folgendes ist mir passiert:
1)Ich hatte enen Verkehrsunfall mit meinem Fahrrad.
2)Ich fuhr auf dem Radweg, eine PKW-Fahrerin fuhr vor dem Radweg, wartete, fuhr auf den Radweg und blieb stehen.
3)Ich musste bremsen und stürzte über das Vorderrad, schlug mit dem Kopf auf, erlitt eine blutende Platzwunde. Dies passierte einige Meter vor dem PKW. Definitiv aber habe ich wegen des PKWs plötzlich bremsen müssen. Wurde vom Krankenwagen abgeholt, in die Ambulanz gebracht und genäht.
4) Die Fahrerin des PKW hinterlies ihre Personalien beim Krankenwagen.
5)Einen Tag später ging ich zur Polizei und erstattete Anzeige gegen die Fahrerin, wegen fahrl. Körperverletzung u. Fahrerflucht, da ich fürchtete, mein Auge könne bleibende Verletzungen davon getragen haben.
6)Nachdem ich den Augenarzt aufsuchte und dieser mir sagte, dass bei meinem Auge keine bleibenden Schäden zurückbleiben würden, wollte ich von der Anzeige Abstand nehmen, da mir die Folgen für die Fahrerin bei evtl. Verurteilung zu drastisch erschienen und ich auch unsicher bzgl. des Unfalls war (hatte ich mit der Vorderbremse überbremst??? konnte mich nach dem Unfall weder an PKW-Marke oder -farbe erinnern. Hatte ich evtl. Mitschuld???)
7) Ich schrieb einen entspr. Brief an die Polizei, dass ich von der Anzeige aus o.g. Abstand nehmen wolle. Dies war mir aus rein menschlichen Gründen wichtig.
8) Einige Tage später kam ein Brief von der Polizei, wo ich als Beschuldigter zu einer Vorladung bzgl. Vortäuschung einer falschen Straftat vorgeladen wurde.

Die Vorladung fand noch nicht statt. Wie gehe ich mit dieser Angelegenheit um? Bin noch nie in Kontakt mit der Polizei gekommen. Habe auch nicht das Gefühl mich in irgendeiner Form schuldig gemacht zu haben. Habe lediglich aus Unsicherheit gehandelt. Was wird geschehen?

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Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst wird es nicht möglich sein, von der Strafanzeige Abstand zu nehmen, da es sich bei dem Delikt Unfallflucht um ein sog. Offizialdelikt handelt (wird auch ohne Strafantrag verfolgt) und bzgl. der fahrlässigen KV wird die Staatsanwaltschaft wohl ein besonderes öffentliches Interesse annehmen, so dass auch hier eine Rücknahme des Strafantrages zu keiner Beendigung des Ermittlungsverfahrens gegen die PKW-Fahrerin führen wird.

Vortäuschen einer Straftat bedeutet, dass Sie wider besseren Wissens einen anderen bei der Polizei oder einer anderen entsprechenden Behörde anzeigen.

Wider besseren Wissens heißt dabei, Sie hätten von Anfang an wissen müssen, dass die PKW-Fahrerin kein Verschulden am Unfall trifft und dennoch eine "unberechtigte" Strafanzeige stellen müssen.

Nach Ihrer Schilderung ist davon aber nicht auszugehen. Sicherlich standen Sie nach dem Unfall unter Schock und haben die Lage nicht mehr vollständig überblickt.
Vom Vortäuschen einer Straftat kann hier aber nicht die Rede sein.

Zum Zeitpunkt der Anzeige, war es Ihnen sicherlich nicht möglich die Konsequenzen einer Strafanzeige zu überschauen.

Ich rate Ihnen über einen Rechtsanwalt Akteneinsicht zu beantragen und sich erst dann gegenüber der Polizei einzulassen. Erst nach dem Studium der Ermittlungsakte, sollten Sie sich überhaupt zur Sache äußern.
Dieses Recht steht Ihnen als Beschuldigte zu.

Das Verfahren wird dann ggfl. eingestellt, noch bevor es überhaupt zur Anklage kommt.


Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de
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