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Vorsteuerabzug bei innergemeinschaftlichem Erwerb


16.08.2007 10:21 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Ist das Vorhandensein einer (ordnungsgemäßen) Rechnung eine Voraussetzung für die Geltendmachung eines Vorsteuerabzugs im Zusammenhang mit einem innergemeinschaftlichen Erwerb?
Sehr geehrter Fragesteller,
Kaufen
Sie als österreichischer/österreichische UnternehmerIn
im Gemeinschaftsgebiet Gegenstände für Ihr Unternehmen,
dann werden Sie Ihre UID bekannt geben. Das
bewirkt, dass Ihr/e GeschäftspartnerIn die Gegenstände
ohne Umsatzsteuer verkaufen kann. Somit liegt
aus der Sicht Ihres/Ihrer Geschäftspartners/Geschäftspartnerin
eine steuerfreie innergemeinschaftliche
Lieferung vor. Sie als österreichischer/österreichische
UnternehmerIn tätigen hingegen einen innergemeinschaftlichen
Erwerb, der zu einer Erwerbsbesteuerung
führt (Art. 1 Abs. 1 UStG).
Die erworbenen Gegenstände werden mit USt
(20% oder 10%) belastet, aber in der Regel nur in Ihrem
Rechnungswesen. Sind Sie zum Vorsteuerabzug und haben Sie eine Rechnung sind Sie berechtigt, die berechnete USt in derselben
Umsatzsteuervoranmeldung als Vorsteuer abziehen
(Art. 12 Abs. 1 Z 1 UStG).
Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.
Mit besten Grüßen
RA Hermes
Fachanwalt für Steuerrecht


www.kanzlei-hermes.com

Nachfrage vom Fragesteller 16.08.2007 | 11:30

Sehr geehrter Herr Hermes,

mir geht es um den umgekehrten Fall:

Ich als österreichischer Unternehmer verkaufe Gegenstände an einen deutschen Unternehmer.

Die von mir darüber ausgestellte Rechnung weist einen Mangel auf (z.B. weil es sich um eine elektronische Rechnung handelt, die aber nicht mit einer qualifizierten Signatur versehen worden ist).

Handelte es sich um einen Verkauf von einem deutschen Unternehmer an einen deutschen Unternehmer, würde der empfangende Unternehmer die Vorsteuer auf Grund des Mangels der Rechnung nicht abziehen dürfen.

Wie verhält es sich nun aber im Zusammenhang mit dem (aus Sicht des deutschen Unternehmers) innergemeinschaftlichen Erwerb? Ist die Berechtigung zum Vorsteuerabzug überhaupt an die Existenz einer Rechnung gebunden? §15 Abs. 1 Zi 3 des deutschen UStG enthält ja im Gegensatz zu § 15 Abs. 1 Zi 1 keine Bindung an das Vorhandensein einer Rechnung.

Anmerkung: Im umgekehrten Fall (also wenn der österreichische Unternehmer vom deutschen Unternehmer Gegenstände kauft), ist das Vorhandensein einer Rechnung nicht notwendig (vergleiche RZ 4057 der österreichischen Umsatzsteuerrichtlinien 2000).

Ich hoffe, meine Fragestellung nun ausreichend präzisiert zu haben.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.08.2007 | 12:26

Vielen Dank für die Nachfrage.
Das Recht auf Vorsteuerabzug der Erwerbssteuer entsteht, in dem die Erwerbsteuer entsteht (§ 13 Abs.1 Nr. 6 UStG (dt.)), also mit Ausstellung der Rechnung, spätestens jedoch mit Ablauf des dem Erwerb folgenden Kalendermonats.

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