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Vorsorgevollmacht Risikoklasse Wertpapierdepot


| 19.07.2014 21:10 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Vorsorgevollmacht und Anerkennung durch die Bank


Hallo,

wir sind sind Geschwister und haben eine umfangreiche Vorsorgevollmacht mit der wir u a alle Bankgeschaefte inklusive Geldanlageentscheidungen fuer unsere Mutter erledigen koennen. In der Vollmacht steht ausdruecklich,dass jeder von uns auch alleine handeln darf.

Ich hatte auch Aktien gekauft. Nun informierte mich der Anlageberater der Bank, dass das Depot unserer Mutter Risikoklasse 2 ist und laut einem (ich nehme an) staatlichen Pruefer aufgefallen ist, dass im Depot auch Papiere der Riskoklasse 3 und hoeher enthalten sind. Von nun an, so meinte der Anlageberater, koennen keine Transaktionen bzw Kaufe von Aktien und Derivaten mehr erfolgen. Man muesse entweder zum Vormundschaftgericht gehen und eine hoehere Risikoklasse genehmigen lassen oder alle Geschwister muessen persoenlich und (ich glaube auch) gleichzeitig bei der Bank erscheinen und der hoeheren Risikoklasse schriftlich zustimmen. Ansonsten koenne nur die Kontoinhaberin die Risikoklasse aendern,die allerdings nicht mehr geschaeftsfaehig ist.

Da ich im Ausland lebe und nur selten in Deutschland bin scheidet Option 2 zumindest mittelfristig aus.

Meine Frage ist, ob es nicht doch ausreicht, dass einer von uns bei der Bank erscheint und eine hoehere Risikoklasse genehmige laesst. Wie gesagt, jeder von uns kann laut Vollmacht alleine handeln.




Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Banken und Sparkassen erkennen die Vorsorgevollmachten oft nicht an.

Normalerweise ist eine solche aber anzuerkennen. Sie dient ja gerade dazu, eine rechtliche Betreuung zu verhindern, so dass das Vormundschaftsgericht und deren Tätigkeit entbehrlich ist.

Vielfach hilft es weiter, wenn ein Anwalt dieses der Bank verdeutlicht.

Das hier alle handeln müssen, entspricht ja zudem nicht der Vollmacht.

Sollte tatsächlich eine Betreuungsbedürftigkeit bestehen, müsste aber tatsächlich aber das Amtsgericht am Wohnsitz der gemeinsamen Mutter eingeschaltet werden.

Zunächst wäre aber eine ärztliche Begutachtung notwendig, was Sie mit dem Hausarzt Ihrer Mutter besprechen sollten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 19.07.2014 | 23:53

Vielen Dank fuer Ihre Antwort.

Die Bank erkennt die Vollmacht schon an, hat ja auch in der Vergangenheit alle Orders ausgefuehrt.

Es geht hier aber speziell um die Moeglichkeit einer Aenderung der Einstufung des Depots in Sachen RISIKOKLASSE. Die Bank laesst sich von der meines Erachtens auch unrichtigen Meinung der "staatlichen Pruefer" beeindrucken, dass nur die Kontoinhaberin die Risikoklasse aendern kann und nicht eine der Bevollmaechtigten bzw nur dann wenn die Bevollmaechtigten gemeinsam erscheinen und unterschreiben oder das Betreungsgericht/Amtsgericht einbeziehen.

Ist rechtlich einer von uns allein berechtigt die Risikoklasse zu aendern? Ihre Antwort (ja oder nein) wuerde ich an unseren Anlageberater weiter leiten und werde bei Bedarf auch meinen Anwalt in Deutschl einschalten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.07.2014 | 19:45

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten:

Die Änderung der Risikoklasse kann meiner ersten Einschätzung nach durchaus auf Grundlage der Vorsorgevollmacht erfolgen. Nur wenn jetzt schon eine Betreeungsbedürftigkeit vorliegen würde und ein Betreuer vom Gericht bestellt wäre, kann das Gericht eine Rolle spielen.

Einen Anwalt einzuschalten lohnt sich daher in der Tat, wobei auch denkbar wäre, dass wegen der Verweigerung derBank diese die Kosten dafür zu tragen hat.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


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Bewertung des Fragestellers 22.07.2014 | 01:11


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"Die Antwort von Daniel Hesterberg war kompetent und sehr hilfreich."