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Vorsicht vor 'Neuwaren' aus Lagerverkäufen


31.12.2006 19:34 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

In einem Lagerverkauf eines großen Verlagshauses kann man sehr günstig retournierte Waren (Sog. „Rückläufer“ aus Kundenreklamationen)erwerben. Dies machen sich einige unseriöse Händler zunutze, die diese Gebrauchtwaren dann bei Ebay als NEU + OVP verkaufen. Zum Schutz schreiben diese Händler dann
meist „Die Verpackung wurde zu Kontrollzwecken geöffnet“ oder „Der Karton weist leichte Gebrauchsspuren auf“. Hier kann man ja wohl kaum von Neuware sprechen,zumal die angebotenen Waren fast ausnahmslos bereits in Gebrauch waren.

Ein Bekannter von mir hat diese Händler allesamt angeschrieben und um eine Stellungnahme gebeten – kein einziger hat geantwortet. Diese Händler wissen also sehr genau, was sie verkaufen.

Mich würde mal interessieren, ob und wie man gegen solche Leute vorgehen kann, da es sich hier meiner Meinung nach um Betrug bzw. arglistige Täuschung und unlauteren Wettbewerb handelt. Der ehrliche Händler, der wirklich Neuware verkauft, kann natürlich mit den Schleuderpreis-Angeboten dieser schwarzen Schafe nicht konkurrieren.

Als Beweislast wäre es wohl sinnvoll, bei den entsprechenden Händlern etwas zu kaufen. Sehe ich das richtig ?

Vielen Dank für Ihre Antwort !



31.12.2006 | 19:47

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Wenn die Gegenstände tatsächlich nach Gebrauch zurückgesandt wurden und dann als "Neu" verkauft werden, ist in der Tat ein Fall von sogenannter irreführender Werbung gegeben. Diese ist regelmäßig verboten.

Wenn Sie eine Privatoperson (also ein Verbraucher), so können (und sollten) Sie sich an die Verbraucherschutzzentrale wenden. Diese können sich der Sache annehmen und gegebenenfalls die unseriösen Verkäufer auf Unterlassung in Anspruch nehmen.

Wenn Sie selbst Unternehmer sind, so können Sie natürlich auch die Verbraucherschutzzentrale in Kenntnis setzen. Darüber hinaus können Sie aber auch selbst die unseriösen Verkaufer auf Unterlassung in Anspruch nehmen.

Sollte es zu einem Prozeß kommen, so würde ein "Testkauf" die Beweisführung erleichtern, das sehen Sie richtig. Über die Notwendigkeit kann ich aus der Distanz keinen Rat erteilen.

Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie unbedingt, daß weggelassene Information die Beurteilung wesentlich verändern kann. Sie sollten daher bezüglich des weiteren Vorgehens einen örtlichen Kollegen Ihres Vertrauens hinzuziehen.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber


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