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Vorschrift zur Geldaufbewahrung


11.07.2007 20:21 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Nach dem Lesen verschiedener Publikationen (z.B. "Der Crash kommt" usw.) hielt F. es für vorsorgend angemessen, seine Ersparnisse nach und nach von seinen Konten abzuziehen und an einem geheimen Ort in seiner Wohnung aufzubewahren. Über die Jahre hinweg fielen so natürlich keine Zinsen an, die dem Finanzamt gegenüber zu deklarieren wären.

Da bislang jedoch kein Crash kam und F. nun langsam doch Zweifel beschleichen, ob jemals über Nacht die Banken schließen werden und niemand mehr an sein Erspartes kommt, hat F. nun beschlossen das Geld doch so anzulegen, dass es Erträge abwirft. Eine kleine Wohnung soll dafür gekauft werden.

Nun meint der Steuerberater von F. das Finanzamt könne Auskunft verlangen, woher das Geld für die Wohnung käme. Wenn F. erkläre, er habe es die Jahre über sozusagen "unter der Matratze" gehalten, weil er den Banken und dem Wirtschaftssystem nicht traue, sei dies unglaubwürdig.

Meine Frage ist nun: gibt es denn eine Vorschrift die verlangt wie Erspartes aufzubewahren ist ? Kann nicht jeder damit verfahren wie er möchte, auch wenn es evtl. wirtschaftlich ungewöhnlich und für andere nicht nachvollziehbar ist ? Und wie kann F. dem Finanzamt nachweisen, dass es sich bei dem Geld um sein Erspartes handelt, das er Monat für Monat zuhause angesammelt hat und mit dem er jetzt eben doch eine Wohnung kaufen möchte ?

Sehr geehrte Fragestellerin,

eine Vorschrift, wie Sie Ihr Vermögen aufbewahren oder nutzen existiert natürlich nicht.

Der Hinweis Ihres Steuerberaters ist zwar nicht ganz unberechtigt, das Finanzamt wird Ihnen jedoch sicherlich nicht das Gegenteil beweisen können. Möglicherweise werden Sie ja auch nachweisen können (zB. durch Barabhebungen), dass Sie das Geld eben gerade nicht auf dem Konto belassen wollten und lieber zuhause aufbewahren wollten.

Es ist auch nicht vollkommen unwahrscheinlich, dass das Finanzamt am Kauf der Wohnung überhaupt keinen Anstoß nimmt. Es gibt lediglich Identifizierungspflichten für Banken, Rechtsanwälte und Notare ab eine bestimmten Betrag (hier 15.000,00 Euro), wodurch nur Ihre persönlichen Daten festgestellt werden. Auch der Verdacht der Geldwäsche (§ 261 StGB) dürfte hier aufgrund Ihrer Angaben nicht nachgewiesen werden.

Ich hoffe, Ihnen vorerst weiter geholfen zu haben und stehe Ihnen gern weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de
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