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Vorsätzlicher Betrug - jetzt noch Anzeige machen oder ist es zu spät?

04.07.2006 16:06 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,
meine Frage:
Ich bin 2003 mit meinem damaligem Fraund und Vater meines Kindes in eine gemeinsame Wohnung gezogen.Haben beide den Mietvertrag unterschrieben weil er sagte, das er bald wieder arbeit hat. Er war damals arbeitslos.ich habe die erste Miete komplett gezahlt danach sollte jeder die hälfte zahlen. das tat er nie. daraus sind mir Mietschulden von c.a.7000€ entstanden.
Da ich ihn mit versorgt habe nochmal 3000€.Ich denke er hat es absichtlich getan, da er wußte dass er keine Arbeit so schnell findet und ist deshalb bei mir geblieben.Kann ich jetzt noch eine Anzeige machen wegen Betruges oder ist es zu Spät? Ab wann beginnt die Frist zu laufe?Wie sehen die chancen aus wenn ich ihn überführe und er es zu gibt das er sich nur durchschlagen wollte und mich um mein Geld betrogen hat?Er wurde schon einmal wege Betrug verurteilt.

04.07.2006 | 17:08

Antwort

von


(204)
Kopenhagener Str. 23
10437 Berlin
Tel: +49(0)30-74394955
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben folgendermaßen beantworten möchte:

Ihrem Freund wird kaum nachzuweisen sein, dass er wusste, er würde keine Arbeit finden und die Miete nicht bezahlen können. Eine Strafanzeige wegen Betruges wird von daher höchstwahrscheinlich nicht zu einer Verurteilung führen.

Die Verfolgungsverjährung beträgt bei Betrug drei Jahre nach § 78 I Nr. 5 StGB .


Das ändert jedoch nichts an der zivilrechtlichen Bewertung: Wenn Sie beide im Mietvertrag stehen, dann sind Sie beide höchstwahrscheinlich Gesamtschuldner .Somit haben Sie nach § 426 BGB einen Ausgleichsanspruch, den Sie gerichtlich geltend machen können. Forderungen aus dem Jahr 2003 werden ab dem 01.01.2007 verjährt sein.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin

Meine Antwort umfasst nur die Informationen, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Für eine verbindliche Bewertung ist eine umfassende Sachverhaltsermittlung vonnöten, die im Rahmen einer Online-Beratung nicht möglich ist.


Rechtsanwältin Sabine Reeder
Fachanwältin für Familienrecht

ANTWORT VON

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