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Vorrladung bei Polizei


07.03.2006 20:37 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Ich habe für morgen eine vorladung bei der polizei in der steht das meine aussage als betroffener erforderlich ist in einem warenkreditbetrug!
ich weiss wohl worum es sich da handelt und zwar hat jemand was bestellt und die rechnung an mich gesendet, ich will mit dieser person aber nichts mehr zu tun haben. muss ich zu dem termin hingehen oder nicht? was kann mich da erwarten in dieser sache? kann ich den termin ohne abzusagen nicht warnehmen?
Hat es konsequenzen für mich da ich vorbestraft bin?

Vielen Dank im Vorraus

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

I. Sie haben angegeben, als „Betroffener“ zu dem Termin geladen worden zu sein. Ggf. sollten Sie noch klarstellen, ob Sie als „Zeuge“ oder als „Beschuldigter“ geladen worden sind.

II. Allerdings ist insoweit festzustellen, dass Sie weder als geladener Zeuge noch als geladener Beschuldigter vor der Polizei eine Aussage machen müssen, also auch nicht verpflichtet sind, dort zu dem Termin zu erscheinen. Ebenfalls ist nicht notwendig, dass Sie vorher auf dem Revier anrufen und den Termin „absagen“. Davon würde ich auch abraten, da ansonsten die Gefahr besteht, dass man Sie in ein „unverfängliches“ Gespräch über die Sache verstrickt, womit Ihnen kaum gedient sein dürfte.

III. Jedoch sind Sie verpflichtet, (später) auf Ladung der Staatsanwaltschaft zu einer Vernehmung zu erscheinen, sei es als Zeuge oder aber als Beschuldigter. Dann sollten Sie aber bedenken, dass Sie, soweit Sie Beschuldigter sind, zur Sache nichts sagen müssen. (Erscheinen müssen Sie aber bei der StA trotzdem!) Sollten Sie dort als Zeuge geladen werden, so haben Sie ein Auskunftsverweigerungsrecht, soweit Sie sich ansonsten selbst belasten müssten.

IV. Es hat, was die Nichtwahrnehmung des Termins angeht, keine Konsequenzen für Sie, dass Sie vorbestraft sind. Eher würde ich Ihnen aus diesem Grunde erst recht raten, nicht zur polizeilichen Vernehmung zu erscheinen, da um so mehr die Gefahr besteht, dass Sie dort „härter rangenommen werden“ und Sie sich um Kopf und Kragen reden.

V. Abschließend lautet daher meine Empfehlung, nicht zu der polizeilichen Vernehmung zu erscheinen. Aus anwaltlicher Vorsicht ist zu empfehlen, den Termin auch nicht telefonisch abzusagen, sondern schlicht nichts zu tun.

VI. Für das weitere Verfahren sollten Sie sich ggf. der Unterstützung eines Verteidigers bedienen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

(P.S.: Sollte Ihnen an einer Beantwortung der Frage mit der PLZ-Begrenzung (42) nicht mehr gelegen sein, so können Sie die Frage schließen.)

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt
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