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Vorrauszahlung Finanzamt

| 13.01.2015 12:43 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Liubov Zelinskij-Zunik, M.mel.


Zusammenfassung: Herabsetzung von Einkommensteuervorauszahlungen

Guten Tag,

es geht um a) Einkommensteuerzahlung und Einkommensteuer-Vorauszahlung
Ich habe im Monat Oktober 2014 meine Steuererklärung für das Jahr 2013 abgegeben, mittels Lohnsteuerhilfeverein. Ich hatte für 2013 1.640,00 Euro nachzuzahlen.
Diese Nachzahlung habe ich Dezember 2014 zum Finanzamt überwiesen. Gleichzeitig mit der Mitteilung vom FA habe ich auch eine Vorauszahlungs-Mitteilung für das Jahr 2014 erhalten. Ich sollte also auch bis Dezember 2014 1.640,00 für das Jahr 2014 vorauszahlen.
Also innerhalb von ca. 8 Wochen 3200,00 Euro an das Finanzamt zahlen.
Meine Frage: Ist das nicht ein HÄRTEFALL? Kann man mich wirklich dazu auffordern in dieser kurzen Zeit so viel zu bezahlen?
Bemerkung: Ich bin mit meiner Frau zusammen veranlagt, sie ist Rentnerin.
Ich habe Steuerklasse III. Im Jahre 2011/2012 war ich 18 Monate arbeitsunfähig und bekam nur Krankengeld. Seit dem 01.09.2013 habe ich wieder eine Anstellung. Ich habe nicht so viel verdient, dass ich gleich 3200,00 Euro zusammensparen kann. Zwischenzeitlich habe ich eine Mahnung vom FA über die Vorauszahlung erhalten. Ich habe mit dem Sachbearbeiter telefoniert, um Ratenzahlung oder Aufschub gebeten. Er läßt sich auf nichts ein. Gibt es dann keine Möglichkeit, eine Ratenzahlung zu erwirken, haben die keinen Spielraum?
Danke für Ihre Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Zu Ihrer Frage: Ist das nicht ein HÄRTEFALL? Kann man mich wirklich dazu auffordern in dieser kurzen Zeit so viel zu bezahlen?
Folgende Möglichkeiten gibt es: Stundung, Ratenzahlung, Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen.

Im Einzelnen:
In Ihrem Fall ist das FA nach § 37 Einkommensteuergesetz zutreffend vorgegangen.
§ 37 Einkommensteuergesetz (https://dejure.org/gesetze/EStG/37.html)
Einkommensteuer-Vorauszahlung
Der Steuerpflichtige hat am 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer zu entrichten, die er für den laufenden Veranlagungszeitraum voraussichtlich schulden wird. Die Einkommensteuer-Vorauszahlung entsteht jeweils mit Beginn des Kalendervierteljahres, in dem die Vorauszahlungen zu entrichten sind, oder, wenn die Steuerpflicht erst im Laufe des Kalendervierteljahres begründet wird, mit Begründung der Steuerpflicht. Das Finanzamt kann bis zum Ablauf des auf den Veranlagungszeitraum folgenden 15. Kalendermonats die Vorauszahlungen an die Einkommensteuer anpassen, die sich für den Veranlagungszeitraum voraussichtlich ergeben wird.
Bei einer nachträglichen Erhöhung der Vorauszahlungen ist die letzte Vorauszahlung für den Veranlagungszeitraum anzupassen. Der Erhöhungsbetrag ist innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Vorauszahlungsbescheids zu entrichten.

Da Sie gegen den Vorauszahlungsbescheid keinen Einspruch erhoben haben, ist er bestandkräftig geworden. Folgende Möglichkeiten gibt es dennoch: Stundung, Ratenzahlung, Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen. Idealerweise beantragen Sie (schriftlich) eine Herabsetzung hilfsweise Stundung hilfsweise Ratenzahlung. Die Begründung soll die Umstände beinhalten, z.B. Sie können das Geld nicht aufbringen und würden dadurch Ihre Existenz gefährden, Sie haben im 2014 geringerere Umsätze erzielt im Vergleich zu 2013. Dazu machen Sie eine einfache Berechnung.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 15.01.2015 | 07:36

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