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Vorraussetzungen für eine Adoption

| 19.02.2010 14:24 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Ich habe 1993 eine Frau mit einer damals 9 jährigen Tochter geheiratet,
2008 wurden wir geschieden. Da ich zu diesem Mädel immer noch ein sehr gutes Vater- Kind- Verhältnis habe, möchte ich sie gern adoptieren. Der leibliche Vater lebt noch, war aber nicht als Lebenspartner, nach der Geburt des Kindes, mit der Mutter zusammen.
Welche Voraussetzungen müssen erfühlt sein und von wenn brauche ich eine Einverständniserklärung? Wer kümmert sich um diesen Vorgang?

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich möchte Ihre Frage auf Grund des dargelegten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ich weise darauf hin, dass dies einer ersten Orientierung über die bestehende Rechtslage dient und ein ggf. persönliches Beratungsgespräch bei einem Anwalt Ihrer Wahl nicht ersetzt.

Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann die rechtliche Beurteilung beeinflussen.

Dies vorangestellt beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Ihren Angaben nach ist das Kind zwischenzeitlich volljährig.

Gemäß § 1767 Abs. 1 BGB kann ein Volljähriger als Kind angenommen werden, wenn die Annahme sittlich gerechtfertigt ist; dies ist insbesondere anzunehmen, wenn zwischen dem Annehmenden und dem Anzunehmenden ein Eltern-Kind-Verhältnis bereits entstanden ist.

Entsprechend Ihren Angaben scheint das bei Ihnen der Fall zu sein.

Für die Annahme Volljähriger gelten die Vorschriften über die Annahme Minderjähriger sinngemäß nach § 1767 Abs. 2 BGB .

Nach § 1746 Abs. 1 Satz 1 BGB ist die Einwilligung des Kindes erforderlich.

Die bei Minderjährigen nach § 1746 notwendige Einwilligung des Kindes wird durch den nach § 1768 Abs. 1 Satz 1 BGB erforderlichen Antrag des volljährigen Anzunehmenden ersetzt.

Der Einwilligung der Eltern bedarf es nicht, eine Probezeit ist ohne Bedeutung.

Ist der Annehmende (Sie) verheiratet, kann er nur in den gesetzlich ausdrücklich vorgesehenen Ausnahmefällen einen Volljährigen alleine annehmen (§ 1746 Abs. 2. i.V.m. § 1741 Abs. 2 Satz 3, 4 BGB ), nämlich dann, wenn es das Kind Ihres jetzigen Ehegatten wäre, was vorliegend gerade nicht der Fall ist, oder wenn Ihr jetziger Ehegatte geschäftsunfähig wäre oder das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Sollten Sie derzeit nicht wieder verheiratet sein, stellt sich das Problem nicht und Sie können das volljährige Kind auch alleine annehmen.

Ist der Anzunehmende (Kind) verheiratet, muss sein Ehegatte der Adoption zustimmen (§ 1746 Abs. 2 i.V.m. § 1749 Abs. 2 BGB ); eine verweigerte Zustimmung kann nicht ersetzt werden.

Die Annahme eines Volljährigen wird nach § 1768 Abs. 1 Satz 1 BGB auf Antrag des Annehmenden (Sie) und des Anzunehmenden (Kind) vom Familiengericht ausgesprochen.

Demzufolge müssen Sie und das volljährige Kind einen entsprechenden Antrag beim Familiengericht stellen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Bestehende Unklarheiten beantworte ich Ihnen gern innerhalb der kostenlosen Nachfragefunktion, wobei ich darum bitte, die Vorgaben dieses Forums zu beachten.

Darüber hinausgehende Fragen beantworte ich Ihnen gern im Rahmen einer Mandatserteilung.
Durch eine Mandatserteilung besteht auch die Möglichkeit einer weiterführenden Vertretung.

Die Kommunikation bei größerer Entfernung kann via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen und steht einer Mandatsausführung nicht entgegen, sofern Sie der Nutzung dieser Möglichkeiten aufgeschlossen gegenüberstehen.

Eine weiterführende Vertretung zieht allerdings weitere Kosten nach sich. Im Fall einer Beauftragung würde ich den hier gezahlten Einsatz auf meine nachfolgenden Gebühren vollständig anrechnen.


Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 21.02.2010 | 12:57

Sehr geehrter Herr Liebmann!
Welches Familiengericht ist für diesen Antrag zuständig, das in der Geburtsstadt oder das für den jetzigen Wohnort zuständige?
MfG Ch. H.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 21.02.2010 | 13:39

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich möchte Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

Zuständig ist das Familiengericht in dessen Bezirk der Annehmende (Sie) derzeit seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, § 187 Abs. 1 FamFG .

Ich hoffe, ich konnte Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Für zukünftige Fragen und Vertretungen stehe ich Ihnen jederzeit gerne wieder zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 21.02.2010 | 13:47

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