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Vormerkung im Grundbuch

9. April 2020 12:00 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Löschung eines Widerspruchs aus dem Grundbuch

Wir haben ein Haus vor 4 Jahren auf Mietkauf verkauft, Grundstücksangabe ca. 3000, Skizze war beigefügt nach der berechnet werden sollte. Vermessung sollte innerhalb vier Wochen erfolgen. Nach unserer Aufforderung würde nun erst Ende letzten Jahres vermessen, Ergebnis 1800 qm. Auf dem Grundstück befindet sich ein weiteres Haus , welches nun einen Käufer gefunden hat. Da aber der Käufer von Haus 1 nun einen Widerspruch gemacht hat, kann ich nicht verkaufen. Der erste Vorschlag war den kompletten Vertrag aufzulösen und mit einem Mehrpreis zurück zu kaufen, Vorschlag 2 war weiteres Grundstück zu schenken, Vorschlag 3 genau nach den Qm zu vermessen, alles in würde abgelehnt. Es wird schnelle Hilfe erwartet, da sonst der Käufer abspringt und enormer Schäden entsteht

9. April 2020 | 13:43

Antwort

von


(115)
Große Marktstrasse 16
63065 Offenbach
Tel: (069) 153257133
Tel: (0177) 606 32 78
Web: http://www.auslaenderrecht-offenbach.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie müssen erreichen, dass der Widerspruch aus dem Grundbuch gelöscht wird.

Der eingetragene Widerspruch wird nach § 19 GBO gelöscht, wenn derjenige die Löschung bewilligt, zu dessen Gunsten er eingetragen ist. Dies ist in Ihrem Fall der Käufer von Haus 1.

Der Widersprechende wird die Löschungsbewilligung erteilen, wenn z.B. die begehrte Grundbuchberichtigung, die der Widerspruch vorbereiten sollte, vollzogen wurde oder aber, wenn das durch den Widerspruch zu sichernde Recht bei ihm erloschen ist.

Wurde der Widerspruch zu Unrecht eingetragen, so kann der von ihm Betroffene vom Widersprechenden die Löschungsbewilligung analog § 894 BGB verlangen und gegebenenfalls gerichtlich durchsetzen.

Sie haben daher keine andere Möglichkeit, den Widerspruch aus dem Grundbuch zu entfernen, als sich mit dem Mietkäufer auseinander zu setzen und mit ihm eine Lösung zu finden, da Sie auch in einem gerichtlichen Verfahren auf Löschung des Widerspruchs darlegen müssen, dass das Recht an dem Grundstück, welches der Mietkäufer über seinen Widerspruch zu sichern versucht, diesem gar nicht oder nicht mehr zusteht.

Da sowohl Sie, als auch der Mietkäufer offenbar davon ausgingen, dass das Grundstück weit größer ist, als es tatsächlich der Fall ist, kommt, wenn eine einvernehmliche Lösung nicht erzielt werden kann, eine Anfechtung Ihrer Willenserklärung betreffend den Mietkauf gemäß §§ 119,121 BGB wegen eines Eigenschaftsirrtums der Kaufsache in Betracht.

Eine solche Anfechtung müssen Sie gesetzlich unverzüglich erklären, wenn Sie Kenntnis von den den Irrtum begründenden Umständen erlangen.

Der Zeitpunkt, in dem Sie demnach die Anfechtung hätten frühst möglich erklären können, ist de, zu dem Sie Kenntnis von den tatsächlichen Größenverhältnissen erlangten.

Eventuell kann man die Zeit, in der Sie versucht haben, eine einvernehmliche Lösung zu finden, noch zurechnen. Auf jeden Fall sollten Sie hier schnellstmöglich eine Anfechtungserklärung am besten anwaltlich abfassen lassen, die (falls berechtigt) zur Nichtigkeit des Mietkaufvertrags führt.

Als nächstes könnten Sie dann das gerichtliche Verfahren (einstweilige Verfügung) auf Entfernung des Widerspruchs aus dem Grundbuch einleiten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Isabelle Wachter

ANTWORT VON

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