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Vorläufiges Zahlungsverbot wegen UGV Inkasso GmbH

02.07.2014 12:52 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Zusammenfassung: Vorläufiges Zahlungsverbot Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand

Hallo,

habe seit letzter Woche ein Vorläufiges Zahlungsverbot auf meinem Konto von der UGV Inkasso Harthausen.
Hab nun als alles erstes bei der Bank angerufen die kann da nichts machen sieht alles rechten´s aus. Der zweite Anruf war bei der UGV ich wusste ja noch nicht einmal warum eine Pfändung auf meinem Konto ist. Die freundliche Dame hat mir dann endlich auch ein Aktenzeichen und den Grund genannt.
Ich hätte vor 12 Jahren mal einen Kredit bei Garant Kreditvermittlung beantragt und daraus seien die Kosten.
Also ja das stimmt ich wollte mal einen Kredit aufnehmen aber nachdem der Vertreter bei mir zu Hause war und mir nur eine Versicherung nach der anderen verkaufen wollte habe ich diesen aus der Wohnung geworfen.
Desweiteren hätte ich dafür bezahlen müssen das er da war und es wären ja noch mehr kosten angefallen dadurch was konnte sie mir aber nicht sagen.
Also ich habe Damals weder einen Kredit bekommen noch etwas gemacht das sie Anspruch auf die Forderung von 2400 Euro haben.
Ich habe mir nun ein P-Konto einrichten lassen und war bei einem Schultenberater der mir eine Bescheinigung über § 850 mitgegeben hat.
Ich bin Verheiratet habe 3 Kinder verdiene im Monat ca. 2300 Euro meine Frau bekommt 630 Euro und das Kindergeld sind 550 Euro das ist nun alles auf meinem Konto und komme da noch nicht ran bzw habe ich nur Anspruch auf 2653 Euro was beteutet das ein haufen Geld weg sein wird wenn die Ihre Pfändung durchziehen.
Kann ich was dagegen machen das sie nicht an den Lohn von meiner Frau gehen oder habe ich da keine Chancen. Und bring es mir was wenn ich die Anzeige. Was kann ich tun um an das volle Geld zu kommen.
Ich bin mir fast sicher das ich nie einen Mahnbescheid oder Vollstreckungsbescheid bekommen habe da wir 2002 auch umgezogen sind.
Habe auch schon versucht mit der UGV zu reden aber die wollen nur unterschriften von mir wegen Ratenzahlung und Schuldeingeständnis.
Mir wäre ja erstmal wichtig das der Lohn meiner Frau weg wäre und das auf meinem Konto nur noch die 2300 Euro Lohn von mir sind und die 550 Euro Kindergeld. Denn nach dem Bescheid würde ich dann nur erstmal ca. 200 Euro verlieren aber mit dem Lohn meiner freu sind das ja über 800 Euro.
Mein Anwalt hat diese Woche noch Urlaub ich wollte aber nicht so lange warten.
Was kann ich tun damit der spuck aufhört.
MFG

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Mit der Einrichtigung eines P-Kontos haben Sie zunächst das absolut richtige getan.

Seit dem 1. 1. 2012 wird Pfändungsschutz für Guthaben auf Zahlungsverkehrskonten (Girokonten) nur noch über das Pfändungsschutzkonto nach § 850 k ZPO gewährt.

Der Schutz von Kindergeld nach § 76a EStG wurde mit der Schaffung des P-Kontos abgeschafft.

Statt dessen wurde um das Kindergeld zu schützen der Sockelfreibetrag für das P-Konto angehoben.

Was nun den Lohn Ihrer Frau anbelangt, so gehört dieser familienrechtlich nicht zu Ihrem Vermögen, sondern aussschließlich Ihrer Frau, da Sie und Ihre Frau zwei getrennte Vermögensmassen haben.

Dies hat zur Folge, dass Ihre Frau gegen das Zahlungsverbot im Wege der Drittwiderspruchsklage nach § 771 ZPO vorgehen kann, da die Zwangsvollstreckung in das Vermögen (Forderung) Ihrer Frau unzulässig ist. Mittels der Drittwiderspruchsklage sollten Sie daher an den Lohn Ihrer Frau kommen.

Was nun das volle Geld anbelangt, so haben Sie nur dann Chancen, wenn Sie gegen den (angeblich) vorhandenen Titel vorgehen.

Wenn Sie sagen, dass Sie weder Mahn- noch Vollstreckungsbescheid erhalten haben, dann ist das Verfahren, trotz abgelaufener Einspruchs- beziehungsweise Widerspruchsfrist nicht beendet, wenn Sie eine Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand beantragen.

Eine solche Wiedereinsetzung ist leider nur eingeschränkt möglich. Und zwar müssen Sie binnen einer Frist von 2 Wochen ab Wegfall des Hindernisses einen Wiedereinsetzungsantrag bei Gericht stellen und dort Glaubhaft machen (Eidesstattliche Versicherung) dass Ihnen weder Mahn- noch Vollstreckungsbescheid zugestellt wurde.

Die Sache ist also aufgrund der Frist von 2 Wochen einigermaßen eilig.

Ich würde Ihnen daher höflich anempfehlen sich sofort an die Urlaubsvertretung Ihres Anwalts oder einen auf Zivilrecht spezialisierten Kollegen zu wenden der für Sie bei Gericht Widerspruch einlegt, Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand beantragt, die Einstellung der Zwangsvollstreckung und was Ihre Frau anbelangt eine Drittwiderspruchsklage erhebt.

Zur Vorbereitung des Termins sollten Sie das Inkassobüro auffordern Ihnen eine Kopie des Mahn- und Vollstreckungsbescheides zu übermitteln.


Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt


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