Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vorladung zur Beschuldigtenvernehmnung bei der Polizei Bo wegen WARENKREDITSBETRUGS


21.06.2006 14:37 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich und mein Lebensgefährte (Schizophren ,stationar in psy.REHA) haben heute eine Vorladung zur Beschuldigtenvernehmnung als Beschuldigte wegen Warenkreditbetrugs bei der Polizei Bochum erhalten,die Nächste Woche Dienstag zu unterschiedlichen Uhrzeiten stattfinden soll!
Ich wollte mich jetzt mit der Polizei telefonisch in Verbindung setzten um den Grund dafür zu erfahren, ist davon eher abzuraten?
Mein Lebensgefährte, der Schizophren ist hat wahrscheinlich mehrfach bestellt, kann sich aber nicht daran erinnern !
Mehrfach kamen auch Bestellungen an, auf seinen Nachnamen nur mit anderem Vornamen und anderen Geburtsdaten, die er aber wieder zurückgeschickt hat! Gehe ich von aus!
Eine Couch aus einer dieser Bestellungen aber steht hier im Wohnzimmer! Geht man hier auch von Urkundenfälschung aus?
Wie soll ich mich bei der Vernehmnung verhalten?
Wie kann hoch kann ein Strafurteil ausfallen für Ihn!?
Sein Vater meint, daß er nicht in der Lage ist zu bestellen und möchte mich für alles verantwortlich machen, da sowas in seiner der Familie noch nicht vorgefallen ist, und bevor er mich kannte !
Was ist, wenn sein Vater mich beschuldigt ,-wie kann ich mit der Wahrheit überzeugen!?
Sollte ich verurteilt werden, was ich nicht hoffe, was kann mich erwarten!?
Ich habe 3 Kleinkinder, spielt das eine Rolle bei der Strafvergabe!? Ich lebe von Arbeitslosengeld2!
DANKE

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen wie folgt beantworte:


Da Sie hinsichtlich des genauen Tatvorwurfs "im Dunkeln tappen" und auch nicht genau wissen, welche Bestellungen Ihr Lebensgefährte aufgegeben und ob er sie zurückgeschickt hat, rate ich Ihnen dringend nicht zur polizeilichen Vernehmung zu erscheinen.

Das ist Ihr gutes Recht und niemand darf und wird daraus negative Schlüsse ziehen.

Sie sollten einen Anwalt damit beauftragen, Akteneinsicht zu nehmen, damit Ihnen zumindest der Tatvorwurf und die der Polizei vorliegenden Informationen näher erläutert werden können.

Erst dann läßt sich entscheiden, ob Sie etwas zur Sachlage aussagen sollten oder nicht.

Hinsichtlich Ihrer Fragen zum Strafmaß kann ich Ihrer Schilderung bislang nicht entnehmen, dass Sie sich selbst strafbar gemacht haben müssen.

Eine diesbezügliche Gefahr besteht jedoch darin, dass Sie scheinbar wussten, dass Ihr Lebensgefährte Gegenstände auf andere Namen bestellte.

Sofern Sie auch wussten, dass diese Gegenstände nicht zurückgeschickt (Couch) oder bezahlt wurden und Sie diese dann mitbenutzten, könnte man für die dann folgenden Fälle an Mittäterschaft oder (eher) Beihilfe denken.

Dies setzt aber ein umfangreiches Wissen Ihrerseits voraus, dass Ihrer derzeitigen Schilderung nicht zweifelsfrei entnommen werden kann.

All diese Umstände müssen Ihnen aber nachgewiesen werden, da zunächst die Unschuldsvermutung zu Ihren Gunsten gilt.

Insofern nochmals der Rat, nicht zur polizeilichen Vernehmnug zu gehen, sondern erstmal Akteneinsicht nehmen zu lassen um festzustellen, was den Ermittlungsbehörden schon bekannt ist. Das gilt auch für die bereits angekündigten Äußerungen des Vaters. Inwiefern dieser Sie aus der Ferne aber wirklich glaubwürdig belasten kann, anstatt nur Vermutungen zu äußern, halte ich für sehr zweifelhaft.

Hinsichtlich einer Bestrafung Ihres Lebensgefährten stellt sich zuerst die Frage, ob er aufgrund siener psychischen Erkrankung überhaupt schuldfähig ist. Hierzu sollte (spätestens) im Prozess ein Sachverständigengutachten beantragt werden.

Ansonsten bitte ich um Verständnis, dass ohne genaue Kenntnis des Tavorwurfs kaum eine seriöse Einschätzung des Strafmaßes im Falle einer Verurteilung möglich ist.

Als grobe Einschätzung daher soviel: wenn Sie nicht einschlägig vorbestraft sind, es sich nicht um ein paar Dutzend Taten und einen besonders hohen Gesamtschaden handelt, ist eine Veurteilung zu einer Freiheitsstrafe (auch vor dem Hintergrund Ihrer sozialen Verantwortung) ohne Bewährung recht unwahrscheinlich. Bei Ihrem Lebensgefährten dürfte zumindest eine verminderte Schuldfähigkeit vorliegen, was ebenfalls erheblich strafmindernd zu berücksichtigen wäre.

Ich hoffe Ihnen in dieser Angelegenheit eine erste Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER