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Vorladung wegen gefährl. Körperverletzung

26.05.2011 09:45 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


12:05

Guten Tag,

der Sohn (17 J.) meiner Freundin hat am letzten Wochenende zusammen mit einer Gruppe Jugendlicher (5-6 Personen) eine ziemliche Dummheit gemacht. Sie sind nach einer Party auf das Dach eines 20-stöckigen Hochhauses gestiegen und haben - zumindest einige von ihnen - Steine vom Dach geworfen. Es ist - soweit wir wissen - niemand zu Schaden gekommen und auch keine Dinge beschädigt worden. Die Polizei ist gekommen und hat zwei der Jugendlichen, darunter auch den Sohn meiner Freundin, erwischt, die anderen sind unerkannt abgehauen. Er selbst hatte leider auch 1,8 Promille im Blut. Der Sohn meiner Freundin ist dann von der Polizei nach Hause gebracht worden. Heute kommt eine Vorladung der Polizei zur Vernehmung wegen u. a. gefährl. Körperverletzung. Meine Freundin hat natürlich jetzt große Angst, dass sie etwas falsch macht.
Ist es sinnvoll, bereits jetzt einen Anwalt einzuschalten oder soll sie erst mal mit ihm zur Polizei zur Vernehmung gehen, damit er dort seine Aussage machen kann? Was soll er dort sagen, soll er dort überhaupt etwas sagen?

Er hat uns glaubhaft versichert, dass er selbst keine Steine geworfen hätte. Nun, wir wissen, dass das vor Strafe nicht schützt. Er ist bisher nicht auffällig gewesen, hat keinerlei Vorstrafen oder Kontakt zur Polizei gehabt.

Es wäre gut, wenn uns ein Anwalt vielleicht jetzt schon mal Verhaltensregeln nennen könnte.

Vielen Dank

26.05.2011 | 11:01

Antwort

von


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Sehr geehrte Anfragende,

Ich bedanke mich für Ihre Anfrage und darf Ihnen diese unter Berücksichtigung ihrer Sachverhaltsschilderung sowie ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Möglicherweise hat sich der Sohn ihrer Freundin vorliegend einer (versuchten) gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht. Die gefährliche Körperverletzung sieht im Erwachsenenstrafrecht als Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vor.
Im Falle einer Verurteilung wird vorliegend Jugendstrafrecht zur Anwendung kommen, da der Sohn als siebzehnjähriger Jugendlicher ist. Abweichend vom Erwachsenenstrafrecht steht beim Jugendstrafrecht nicht die Strafe sondern der Erziehungsgedanke im Vordergrund. Aus diesem Grund sieht das Jugendstrafrecht zur Ahndung etwaiger Straftaten verschiedene Erziehungsmaßregeln, Zuchtmittel und die Jugendstrafe vor.
Da nach Ihrer Sachverhaltsschilderung niemand verletzt wurde, kommt hier der Versuch einer gefährlichen Körperverletzung in Betracht. Voraussetzung hierfür wäre aber, dass überhaupt dritte Personen durch die Würfe gefährdet worden sind.

Als Beschuldigter in einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren hat der Sohn ein umfassendes Schweigerecht. Er muss lediglich Angaben zu seiner Person (Name, Anschrift, Geburtsort und Geburtsdatum) und insbesondere keine Angaben Sache tätigen. Ich empfehle Ihnen dringend, von diesem Schweigerecht Gebrauch zu machen. Eine Verpflichtung, der Ladung zur polizeilichen Beschuldigtenvernehmung Folge zu leisten, besteht im Übrigen nicht.
Des Weiteren rate ich Ihnen, einen im Strafrecht tätigen Rechtsanwalt mit der Verteidigung des Sohnes zu betrauen und zunächst Akteneinsicht in die Ermittlungsakte zu nehmen. Gegebenenfalls kann im Anschluss hieran (schriftlich) zur Stellung genommen werden.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick ermöglicht zu haben, und stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 26.05.2011 | 11:42

noch eine kurze Nachfrage:

Haben Sie Erfahrungswerte, mit welcher Strafe in so einem Fall gerechnet werden kann?

Vielen Dank für Ihre Antwort

Freundliche Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 26.05.2011 | 12:05

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Nachfrage beantworte ich Ihnen wie folgt:

Eine abschließende Einschätzung der zu erwartenden Ahnung ist ohne Kenntnis der Ermittlungsakte nicht möglich, da es hierfür auf eine Vielzahl von Faktoren (Geständnis, Nachtatverhalten, Täter-Opfer-Ausgleich, Vorstrafen, zuständiges Gericht u.a.) ankommt.

Bei einem strafrechtlich bislang nicht Erscheinung getretenen Jugendlichen sollte aber das Ziel der Verteidigung eine Einstellung, allenfalls eine Weisung (beispielsweise Arbeitsstunden) sein.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

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