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Vorladung wegen Erwerb von Cannabis (Bestellung über das internet)

| 20.05.2014 14:55 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Philipp Wendel


Hallo

ich habe heute eine Vorladung bekommen. In dem schreiben vom Polizeipräsidium heißt es:
"...Ermittlungsverfahren wegen folgender Straftat: Besitz, Erwerb von Cannabis, Zubereitung gemäß §29 BtMG (Bestellung über Internet) .... Es ist beabsichtigt, Sie als Beschuldigter zu vernehmen."

Es handelt sich, nach meiner Erinnerung, um eine Menge von etwa 10g Cannabis, die ich im Internet bestellt hatte, aber die nie ankam.

Meine Fragen sind nun, ob ich zu dieser Vorladung erscheinen sollte, um mich vernehmen zu lassen. Oder ob ich den Termin absagen kann/sollte. Was kommt nach der Absage auf mich zu?

Ist es nötig mir für viel Geld einen Anwalt zu nehmen? Oder komm ich da selbst ohne größere Folgen wieder raus? Vorgefallen ist in der Vergangenheit noch nichts.

Gibt es die Möglichkeit gegen "geringe" Kosten ein Beratungsgespräch zu führen mit einem Anwalt der auch die Akte einsieht, damit man weiß um was es genau geht?
Über Kostenschätzungen oder sogar konkrete Angebote mit Kontaktinformationen wäre ich ebenfalls dankbar.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Als Beschuldigter sollten Sie sich niemals zu der Sache einlassen. Zumindest nicht bevor Akteneinsicht genommen wurde. Akteneinsicht erhalten Sie leider jedoch nur über einen Rechtsanwalt.

2.
Wenn Sie nicht vorbestraft sein, besteht eventuell (je nach Bundesland), bei dieser angegebenen Menge noch eine Einstellung gemäß § 153 a StPO zu erreichen.

3.
Die Kosten für einen Anwalt im Ermittlungsverfahren betragen 200 € netto (als Mittelgebühr).

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 20.05.2014 | 17:45

Danke für die Antwort.
zu punkt 2 gibt es jedoch noch Unklarheiten.

ist es nun eher besser zu warten, um zu sehen was vom Staatsanwalt kommt? oder zu der Vernehmung zu gehen und a) alles zugeben oder b) erstmal nichts zugeben.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.05.2014 | 07:03

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage:

Zur Vernehmung zu gehen bringt Ihnen im Ergebnis nichts.

Richtig wirksam ist ein Geständnis in der Regel nur dann, wenn es auch jemand anderem nützt. Nämlich dem Gericht. Hier und nirgends anders zieht das Argument der Arbeitsersparnis. Durch ein Geständnis des Angeklagten kann das Gericht schneller urteilen, denn die Beweisaufnahme entfällt ganz oder zumindest teilweise. So eine Beweisaufnahme kann lang sein.

Den vom Beschuldigten erstrebten Rabatt können weder die Polizei noch ein Staatsanwalt gewähren. Dazu fehlt ihnen schlicht die Kompetenz.

Das bedeutet konkret für Sie, dass es zwei Möglichkeiten gibt:

1.
Sie warten ab was von der Staatsanwaltschaft beantragt wird (Einstellungsverfügung, Antrag beim Amtsgericht auf einen Strafbefehl).

2.
Sie beauftragen einen Rechtsanwalt und klären vorab die Kosten konkrete mit diesem ab. Mit seiner Hilfe wird Akteneinsicht genommen. Dann wird erörtert, mit welcher Argumentation für Sie auf Rechtsfolgenseite das bestmöglichste Ergebnis erzielt werden kann.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen
-Philipp Wendel-
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 20.05.2014 | 16:34

Sie müssen keine negativen Folgen befürchten, wenn Sie auf die Vorladung überhaupt nicht reagieren. Dies ist Ihr gutes Recht.

Bewertung des Fragestellers 23.05.2014 | 12:25

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

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Stellungnahme vom Anwalt:
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