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Vorladung wegen Btm als Bechuldigter

14.11.2014 16:04 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Raphael Fork


Hallo!
Ich habe gestern eine Vorladung als Beschuldigter bekommen, in der Ermittlungssache, Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz mit sonstigen Betäubungsmitteln. Ich habe bis vor 1,5 Jahren mehrmals bei einem Shop Mephedron von meiner aktuellen Email Adresse aus bestellt und per Nachname bezahlt. Insgesamt ca. 7 mal, pro Bestellung nicht mehr als 1-2 Gramm. Nach einer Zeit konnte man bei dem Shop zwar noch bestellen, aber es kam nichts mehr an und ich hab dann auch aufgehört das zu nehmen. Vor ein paar Monaten habe ich von einem Bekannten gehört, dass die Polizei den Shop zu gemacht hat und die Bestellungen abgefangen wurden. Ein Freund von ihm, der dort auch bestellt hat, wurde deswegen dann auch Vernommen. Im Jahr 2009 mußte ich meinen Führerschein abgeben, wegen fahrens unter Amfetamin Einfluss und Besitz (1 gramm). Seit dem habe ich nichts mehr mit Amfetamin zu tun gehabt und auch kein Kontakt zu dieser Szene, also muss es wegen des Mephedrons sein. Da ich nicht viel Geld für eine Geldstrafe oder für einen Anwalt habe, meine Frage an sie: soll ich das dann abstreiten, oder doch zu geben, weil die mich anhand von den oben genannten Fakten sowieso kriegen? Die Vorladung ist in den nächsten Tagen, ich bitte um Hilfe!

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, welche ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:




Frage 1:
"soll ich das dann abstreiten, oder doch zu geben, weil die mich anhand von den oben genannten Fakten sowieso kriegen?"



Um das zu beurteilen, muss man ja erst einmal den genauen Tatvorwurf kennen.

Da bringt es nichts, wenn Sie bei der Polizei erscheinen und angeben, es müsse wohl um "Sache A" gehen.

Im Übrigen können Sie zum Erscheinen zur Beschuldigtenvernehmung bei der Polizei gar nicht gezwungen werden. Das Nichterscheinen darf Ihnen nicht negativ ausgelegt werden.

Negativ ausgelegt wird Ihnen aber, wenn Sie sich bei der Vernehmung in Widersprüche verwickeln. Darauf sind die Beamten nämlich geschult und haben zudem den Vorteil der umfassenden Kenntnis der Ermittlungsakte.

Insofern wäre ein Satz wie z.B. "Im Jahr 2009 mußte ich meinen Führerschein abgeben, wegen fahrens unter Amfetamin Einfluss und Besitz (1 gramm). Seit dem habe ich nichts mehr mit Amfetamin zu tun gehabt und auch kein Kontakt zu dieser Szene" problematisch, wenn man Ihnen den Kauf von Mephedron, seit 2010 ebenfalls ein BTM relevantes Amphetamin, nachweisen kann.

Da Sie selbst wegen § 147 VII StPO keinen umfassenden Anspruch auf vollständige Akteneinsicht haben, wäre ggf. die Beauftragung eines Anwalts wenigstens für die Akteneinsicht hilfreich, sodass Sie gezielt mit Aktenkenntnis zur Sache selbst Stellung nehmen können ohne sich in der Vernehmungssituation um kopf und Kragen zu reden.

Ein rein passives Verhalten ist nicht zu empfehlen, da hier angesichts der Vorbelastung eine Einstellung sich nicht von vornherein aufdrängt und eher zu einem Strafbefehl oder gar einer Hauptverhandlung führen könnte. Beides sollte unbedingt vermieden werden.

Im Übrigen beansprucht das Argument man habe "kein Geld für eine Geldstrafe" keine Geltung, da eine solche Strafe eben an Ihren wirtschaftlichen Verhältnissen ausgerichtet ist und daher regelmäßig auch zu zahlen ist, weil ansonsten eine sog. Ersatzfreiheitsstrafe droht.

Der für Sie beste Fall dürfte hier wohl nach Ihrer Schilderung eine Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage sein. Ob Sie dies auch durch ein Erscheinen bei der Polizei und ein "offenes Gespräch" erreichen werden, kann ich ohne Kenntnis des Akteninhalts nicht prognostizieren.






Ich stehe Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie gerne auch für eine weitere Interessenwahrnehmung jederzeit zur Verfügung. Klicken Sie dazu auf mein Profilbild, um meine Kontaktdaten einsehen zu können.






Mit freundlichen Grüßen


Raphael Fork
-Rechtsanwalt-


Nachfrage vom Fragesteller 14.11.2014 | 18:27

Erstmal danke für ihre Antwort. Natürlich würde ich mir erstmal anhören, was mir vorgeworfen wird und nicht einfach sagen, es kann nur darum gehen. Aber ich bin überzeugt, dass es auf Grund dessen ist, weil ich mit nichts anderem zu tun hatte und habe. Also ich denke mir das halt und spreche das nicht an ;-). Aber ich habe das nun mal bestellt und ich weiß nicht, ob mir das, auf Grund der folgenden Sachen, ohne jeglichen Zweifel nachzuweisen ist und ,,Darf! ,, und auch als Beweis gegen mich verwendet werden kann, egal wie sehr ich es abstreite.

1.ich habe das bestellt mit meiner aktuellen Email Adresse und meinem eigenen Handy.

2.ich habe das zu meiner Adresse schicken lassen und bei dem Briefträger und in der Postfiliale dafür unterschrieben.

Können die meine Quittierungen von der Post bekommen/einsehen und gegen mich benutzen, oder ist das auszuschließen? falls nicht, hat man noch eine Möglichkeit das zu bestreiten?

Bin ich auf Grund dessen, dass ich es zu meiner Anschrift hab schicken lassen und ich mit meinem Handy, über meine Email Adresse bestellt habe zu belangen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.11.2014 | 19:37

Nachfrage 1:
"Können die meine Quittierungen von der Post bekommen/einsehen und gegen mich benutzen, oder ist das auszuschließen? falls nicht, hat man noch eine Möglichkeit das zu bestreiten?".


Ja, das wird sich zu 99,9 % in der Ermittlungsakte finden. Ebenso, dass die Handynummer und die Emailadresse Ihnen zuzuordnen ist.

Dies zusammen mit Ihrem einschlägigen strafrechtlichen Erscheinen (Führerscheinentzug) ergibt eine lückenlose Indizienkette, die indirekt den Beweis für die vorgeworfene Tat führt. Ein reines Bestreiten wäre daher eher kontraproduktiv.



Nachfrage 2:
"Bin ich auf Grund dessen, dass ich es zu meiner Anschrift hab schicken lassen und ich mit meinem Handy, über meine Email Adresse bestellt habe zu belangen?"

Das ist die momentane Gefahr.


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