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Vorladung nach Paragraph 263 Betrug


26.09.2015 01:48 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rößler



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgende Situation. Ich habe vor wenigen Tagen eine Vorladung bekommen wegen Betruges Paragraph 263, Zu dieser Vorladung bin ich nicht erscheinen bzw. hat mein Anwalt abgesagt und Akteneinsicht gefordert. Einige Tage später ist mir eingefallen, dass es eine gewisse Sache sein kann, bei der ich einen Identitätsdiebstahl begannen habe. Ich habe mich als jemanden anderen herausgegeben als ich bin, und mir ein E-Mail Account zugelegt, und eine einzige E-Mail an ein Model geschickt, um eine Zusammenarbeit zu erbitten ( im Namen von einer Agentur ). Zu mir, bin zwischen 18 und 20 ( nicht vorbestraft ). Was kann mir dabei blühen oder kann mein Anwalt für Strafrecht mich da rausboxen? Danke schon vorab für Ihre Antwort.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich bin überzeugt, dass Sie beruhigt sein können; das Verfahren wird Ihr Anwalt in den Griff bekommen und zu Ihren Gunsten beenden können.

Sie sollten ohnehin erst einmal die Akteneinsicht abwarten, denn es ist nicht sicher, ob der geschilderte Vorgang überhaupt gemeint ist. Wenn er es ist, dann ist nicht einmal sicher, ob ein Betrug tatbestandlich vorliegt. Wenn überhaupt, kann es nur ein Versuch sein und kein vollendeter Betrug bei Ihrer Schilderung. Wenn es bei dieser einen E-Mail geblieben ist, dürfte nicht einmal das Versuchsstadium erreicht sein, sondern es könnte eine straflose Vorbereitungshandlung sein.

Vereinfacht gesagt: Betrug setzt eine Täuschung, einen Irrtum und einen Vermögensschaden voraus. In wie fern letzteres erfüllt sein könnte durch die Versendung einer E-Mail sehe ich eigentlich nicht - auch nicht im Versuchsstadium. Ich würde daher vermuten, dass bis zum diesem Zeitpunkt ein Betrug noch gar nicht in Betracht zu ziehen ist.

Wenn irgendein strafbares Verhalten übrig bleibt, dürfte zwischen 18-21 Jahren über die Anwendung von Jugendstrafrecht zu argumentieren sein. Wenn Jugendstrafrecht zur Anwendung kommt und Sie dann "Ersttäter" wären, dürfte das Verfahren auch ohne Sanktion beendet werden können.

Von einer Strafe im Kriminalsinn sind Sie meines Erachtens daher noch recht weit entfernt.

Es gilt aber sicherlich: Ruhe bewahren und Akteneinsicht abwarten!


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 21.10.2015 | 01:36

Sehr geehrter Herr Rößler,

vielen Dank für Ihre ausführliche Stellungnahme.

Mein Verteidiger hat vor kurzem die Verfahreneinstellung, gemäß Paragraph 170, Abs. 2 STO, und gemäß Paragraph 45 Abs. 1 JGG beantragt.

Das Verfahren wurde auch schließlich vom Staatsanwalt eingestellt. Der Anzeigeneretatteter widerspricht dieser Einstellung, und fordert von mir 5 TS € als Schadensersatz.

Meiner Meinung nach ist dies völlig haltlos, da ich keinerlei Vermögensvorteile durch diese Tat erhalten habe oder wie sehen Sie das? Ziemlich viel Wind für eigentlich eine geringfügige Sache.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.10.2015 | 10:16

Sehr geehrter Herr Fragesteller,

es kommt zwar nicht darauf an, ob bei Ihnen ein Vermögensvorteil eingetreten ist, wenn es zivilrechtlich nunmehr um einen Schadensersatzanspruch geht.

Ich gehe aber auch eher davon aus, dass der Anspruch eher wackelig ist. In Deutschland kann man ganz grob zunächst feststellen, ohne Schaden kein Schadensersatz. Gefühlsmäßig wird vermutlich vermeintlich entgangener Gewinn als Schaden verlangt oder ggf. Schmerzensgeld (was dann aber exorbitant hoch wäre).

Ich gehe davon aus, dass man auch diese Forderung in den Griff bekommen kann.


Mit freundlichen Grüßen


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