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Vorladung bei der Polizei


01.03.2006 13:11 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Guten Tag,
Ich habe von der Firma in der ich beschäftigt war regelmässig Geld gestohlen. Nie viel auf einmal , immer kleinere Beträge(20-50euro)
Alles zusammen sind es ca. 500-600 Euro gewesen, genau weis ich es leider nicht.
Bei meinem letzten Diebstahl (50.-) wurde ich erwischt. Mir wurde gesagt, das man mich schon länger beobachtet hätte. Ich habe den Diebstahl der 50.- zugegeben. Natürlich bin ich fristlos gekündigt worden.
Jetzt habe ich heute eine Vorladung der Polizei bekommen. Gegen mich läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Unterschlagung. Ich weis jetzt nicht ob ich dahin gehen soll , weil mir gesagt wurde ich solle dort auf keinen Fall hingehen.
Wirkt es sich für mich negativ aus , wenn ich dort nicht erscheine?Und wie bekomme ich heraus wie hoch der Betrag ist , der in der Anzeige steht?
Kann die Firma mich auf einen x-beliebigen Betrag verklagen, oder nur auf die 50.- für die sie Beweise und mein Geständniss hat?
Mein gedanke ist so: Wenn sie (die Firma) mir mehr als 50.- beweisen könnten, dann hätten sie mir doch schon viel früher gekündigt.Aber sie haben mich erst vor 3 Wochen gekündigt,als sie mich beim stehlen von 50.-erwischt haben. Das bedeutet doch, das sie mir nichts anderes nachweisen können. Kann die firma mich auch ohne Beweise auff fehlendes Geld verklagen? Mir wurde gesagt,das ich seit 3 Monaten beobachtet wurde. Aber man kann mir jetzt doch nicht jeden Fehlbetrag der seit 3 Monaten auftauchte in die Schuhe schieben. Oder?
Was habe ich für eine Strafe zu erwarten?
Ich hoffe ich konnte es einigermassen gut erklären. Bin sehr aufgeregt. Entschuldigung dafür.
Bitte helfen sie Mir.
Vielen Dank im vorraus

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zunächst haben Sie als Beschuldigter das Recht von Ihrem Schweigerecht Gebrauch zu machen, da in Deutschland kein Beschuldigter sich selbst belasten muss.
Wenn Sie also der Vorladung der Polizei keine Folge leisten, wird die Strafakte der Staatsanwaltschaft zur Entscheidung vorgelegt.
Das Schweigen zu den Ihnen gemachten Vorwürfen darf nicht zu Ihrem Nachteil ausgelegt werden.

Nachgewiesen ist, dass Sie 50 EURO bei Ihrem Arbeitgeber entwendet haben.
Da Sie bisher weitere Unterschlagungshandlungen gegenüber den Ermittlungsbehörden nicht gestanden haben, ist es Aufgabe der Staatsanwaltschaft Ihnen ggfls. weitere Straftaten nachzuweisen.
Wenn es hierzu keine Zeugenaussagen oder eindeutige Videoaufzeichnungen gibt, dürften Sie daher auch nur wegen der Unterschlagung der 50 EURO strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.

Den tatsächlichen Ermittlungsumfang können Sie nur aus der Strafakte in Erfahrung bringen. Hierfür benötigen Sie jedoch einen Verteidiger, dem Akteneinsicht gewährt wird, dem Beschuldigten jedoch nicht.

Ihr Arbeitgeber wird sich hüten ohne gerichtsverwertbare Beweise Sie auf Rückzahlung der von Ihnen genannten 500 - 600 EURO zivilrechtlich zu verklagen.
Derartige Klagen haben keine Aussicht auf Erfolg, so dass Sie insoweit Ruhe bewahren sollten.
Vor diesem Hintergrund empfehle ich Ihnen keine Angaben zur Sache zu machen und die Dienste eines Strafverteidigers in Anspruch zu nehmen.

Wenn Sie nicht vorbestraft sind, also Ersttäter, besteht durchaus die Möglichkeit, dass das Strafverfahren gegen Zahlung einer Geldbuße nach § 153 a Strafprozessordnung eingestellt wird.
Ansonsten ist es schwierig eine Strafmaßprognose abzugeben, ohne Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse und den Inhalt der Strafakte zu kennen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen ein wenig Ihre Angst nehmen konnte. In der Sache selbst können Sie selbstverständlich meine Dienste als Strafverteidiger in Anspruch nehmen.

Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -


info@kanzlei-roth.de
www.kanzlei-roth.de

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