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Vorladung als Zeuge und Betroffener im Betrugsfall

| 18.01.2010 14:51 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Sehr geehrte Damen und Herren,
um meine Frage zu stellen muss ich erst mal den Sachverhalt kurz schildern:
In den Jahren 2005/2006 bin ich einer Betrügerin auf den Leim gegangen. Das hat mich einige Tausend Euro gekostet und ich bin letztendlich in private Insolvenz gegangen. Im Jahr 2007 od. 2008 bekam ich eine Vorladung von der Polizei in der ich Angaben über die Person und den Sachverhalt machen musste, die mich betrafen.
Die Betrügerin wurde von einer 3. Person angezeigt und dabei tauchte auch mein Name im Rahmen der Ermittlungen auf.
Nun habe ich eine Vorladung vom Amtsgericht Stuttgart bekommen, in der ich als Zeuge vernommen werden soll. Muss ich dort hingehen? Das wäre mir sehr unangenehm und vor allem sehr aufwendig, da ich in Berlin wohne. Ist ein Rechtsbeistand angebracht um Akteneinsicht zu bekommen? Wenn ich dort erscheinen muss, kann ich dann auch Ansprüche über meinen Schaden gelten machen? Wenn ja, was muss ich dann machen?

Sehr geehrte Fragestellerin,

1.
Einer Ladung als Zeuge müssen Sie Folge leisten. Für Ihre Ausfwendungen, wie Fahrtkosten, Verdienstausfall etc., werden Sie entschädigt. Ist es Ihnen nicht möglich die Fahrtkosten vorzufinanzieren, können Sie auch einen Vorschuss beim Amtsgericht, bei dem die Zeugenvernehmung stattfinden soll, beantragen.

Vor dem Gericht müssen Sie auch eine Aussage machen, wenn Sie nicht von einem etwaigen Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn Sie mit dem Angeklagten verwandt oder verschwägert sind.

2.
Ein Rechtsbeistand ist bei einer Ladung als Zeuge idR nicht notwendig. Die Möglichkeit für eine Akteneinsicht eines Zeugenbeistands ist nur in Ausnahmefällen möglich.

3.
Als Geschädigte können Sie, wenn auch die gegen Sie verübte Straftat Teil der Anklage ist, im sogenannten Adhäsionsverfahren vermögensrechtliche Ansprüche geltend machen.

Dazu müssen Sie einen Antrag stellen, der schriftlich oder mündlich zur Niederschrift des Urkundsbeamten, in der Hauptverhandlung auch mündlich bis zum Beginn der Schlußvorträge gestellt werden kann. Er muß den Gegenstand und Grund des Anspruchs bestimmt bezeichnen und soll die Beweismittel enthalten.

Sollten Sie sich dazu entschließen einen solchen Antrag zu stellen, rate ich Ihnen einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl mit Ihrer Vertretung zu beauftragen. Für ein solches Verfahren können Sie auch Prozesskostenhilfe beantragen.



Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
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übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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