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Vorkaufsrecht von Mieter im Erbfall

| 22.07.2016 14:57 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind Mieter einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses, welches als zweite Partei von dem Eigentümer selbst gelegentlich bewohnt wurde. Der Eigentümer ist nun verstorben und die Erben haben sich entschlossen das Objekt über einen Makler zu verkaufen. Als Mieter habe ich bei solch einem Verkauf das Vorkaufsrecht, doch zu welchem Preis? Es wird bzw. wurde ein Exposé erstellt und das Haus für das Nachlassgericht geschätzt (390000€). Zahlen wir Mieter diesen Preis? Wenn Dritte einen höheren Preis bezahlen würden (z.B. 420000€) könnten wir als Mieter das Haus nur zu diesem höheren Preis, aber vor den anderen Kaufinteressenten kaufen?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:

Unter Berücksichtigung Ihres Sachvortrages kann ich leider nicht erkennen, dass Sie eine Vorkaufsrecht haben.

Maßgeblich ist hier insoweit § 577 BGB.

Werden vermietete Wohnräume, an denen nach der Überlassung an den Mieter Wohnungseigentum begründet worden ist oder begründet werden soll, an einen Dritten verkauft, so ist der Mieter nach § 577 Absatz 1 Satz 1 BGB zum Vorkauf berechtigt.

Die aus der o.g. Vorschrift erforderliche Umwandlung ist nicht nach der Überlassung des Mietobjekts an Sie erfolgt.
Nur in diesem Fall hätten Sie ein Vorkaufsrecht.

Unter dieser Prämisse haben Sie nur die Möglichkeit über den eingeschalteten Makler Ihr Kaufinteresse zu bekunden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte. Fragen Sie gerne nach, wenn etwas unklar erscheint.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -

Bewertung des Fragestellers 22.07.2016 | 16:20

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