Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vorkaufsrecht Immobilie

13.05.2014 18:55 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Guten Tag,
ich möchte gerne ein Haus verkaufen auf dem ein Vorkaufsrecht besteht.

Ich habe den Vorkaufsberechtigten bereits telefonisch über meine Kaufabsichten informiert. Dieser hat sich Bedenkzeit erbeten.

Ich habe bereits schon einen potenziellen Käufer, der sehr an dem Kauf interessiert ist und es schnellstmöglich erwerben möchte.

Es ergeben sich daraus für mich folgende Fragen, damit ich mich rechtlich korrekt verhalte:

Frage 1: Wieviel Bedenkzeit muss ich dem Vorkäufer einräumen?

Frage 2: Kann ich den Verkaufspreis festlegen oder benötige ich ein offizielles Gutachten über den Verkehrswert?

Meines Wissens, könnte ich mit dem potenziellen Käufer bereits einen rechtswirksamen Kaufvertrag aufsetzen.

Frage 3: Muss der Kaufvertrag nur aufgesetzt oder schon rechtswirksam abgeschlossen sein?

Diesen Kaufvertrag müsste ich den Kaufvertrag dem Vorkaufsberechtigten vorlegen. „Um das Vorkaufsrecht auszuüben, muss der Vorkaufsberechtigte die Inanspruchnahme unter Wahrung der gesetzlichen Ausschlussfristen gegenüber dem Vorkaufsverpflichteten erklären."

Frage 4: Was sind gesetzliche Ausschlussfristen bzw. wie lange dauern sie?

Frage 5: Muss der Vorkaufsberechtigte den Kaufvertrag mit allen ausgehandelten Konditionen annehmen oder darf er Änderungen verlangen? (Z. B. Haftungsausschluss des Verkäufers, Erklärungen des potentiellen Käufers, dass ihm Mängel bekannt sind, er aber die Immobilie dennoch – ohne Beseitigung der Mängel durch den Verkäufer – erwerben will, Zeitpunkt der Übergabe des Objekts mit allen Rechten und Pflichten, Übergabemodalitäten (z. B. Zahlung).)

Frage 6: Kann ich bzw. der potentielle Käufer den Vorkäufern evtl. Geld anbieten, damit sie zurücktreten?


13.05.2014 | 20:16

Antwort

von


(2131)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Fragen:

Frage 1: Wieviel Bedenkzeit muss ich dem Vorkäufer einräumen?

Wer in Ansehung eines Gegenstandes zum Vorkauf berechtigt ist, kann das Vorkaufsrecht ausüben, sobald der Verpflichtete mit einem Dritten einen Kaufvertrag über den Gegenstand geschlossen hat (§ 463 BGB).

Die Frist kann daher nicht abgekürzt werden.

Das Vorkaufsrecht kann bei Grundstücken nur bis zum Ablauf von zwei Monaten nach dem Empfang der Mitteilung ausgeübt werden (§ 469 BGB)



Frage 2: Kann ich den Verkaufspreis festlegen oder benötige ich ein offizielles Gutachten über den Verkehrswert?

Meines Wissens, könnte ich mit dem potenziellen Käufer bereits einen rechtswirksamen Kaufvertrag aufsetzen.

Den Kaufpreis können Sie als Verkäufer natürlich festlegen, ohne ein Gutachten einzuholen. Hier gilt Vertragsfreiheit.


Frage 3: Muss der Kaufvertrag nur aufgesetzt oder schon rechtswirksam abgeschlossen sein?

Dieser muss, wie oben gesagt, bereits rechtswirksam, das heißt notariell, abgeschlossen sein.


Diesen Kaufvertrag müsste ich den Kaufvertrag dem Vorkaufsberechtigten vorlegen. „Um das Vorkaufsrecht auszuüben, muss der Vorkaufsberechtigte die Inanspruchnahme unter Wahrung der gesetzlichen Ausschlussfristen gegenüber dem Vorkaufsverpflichteten erklären."

Frage 4: Was sind gesetzliche Ausschlussfristen bzw. wie lange dauern sie?

Siehe oben.

Frage 5: Muss der Vorkaufsberechtigte den Kaufvertrag mit allen ausgehandelten Konditionen annehmen oder darf er Änderungen verlangen? (Z. B. Haftungsausschluss des Verkäufers, Erklärungen des potentiellen Käufers, dass ihm Mängel bekannt sind, er aber die Immobilie dennoch – ohne Beseitigung der Mängel durch den Verkäufer – erwerben will, Zeitpunkt der Übergabe des Objekts mit allen Rechten und Pflichten, Übergabemodalitäten (z. B. Zahlung).)

Dieser muss den Kaufvertrag in dieser Form auch annehmen. Es gibt keine Änderungsbefugnis.

Frage 6: Kann ich bzw. der potentielle Käufer den Vorkäufern evtl. Geld anbieten, damit sie zurücktreten?

Das geht in jedem Falle, nur sollte dies auch im Zuge des Kaufvertrages notariell beurkundet werden.

Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

(2131)

Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht, Verwaltungsrecht, Baurecht, Internet und Computerrecht, Zivilrecht, Arbeitsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68620 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ich bin sehr zufrieden, auf ganzer Linie Empfehlenswert. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und verständliche Antwort. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,8/5,0
Prima, vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
Jetzt Frage stellen