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Vorher kein Diabetiker Typ 2, Falsche Medikation des Hausarztes

09.01.2013 14:17 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Maike Domke


> Anfang Dez.wollte ich wieder nach Deutschland fliegen- Da ich jedoch
> eine spast. Bronchitis zu dem Zeitpunkt hatte, wurde ich von meinem
> Arzt vor Ort neben meiner Blutdruckmedikation u.a. , an 6 Tagen 27.28.29.Nov.,3.4.5.Dez.
> hintereinander tägl. mit 80mg. Cortison und Schmerzmittel gespritzt.
> Desweiteren sollte ich, neben Blutdruck senkenden Mittel, dann in
> Deutschland weiterhin 40mg Urbason (Cortison) und weitere Medikamente
> (Antibiotika, Aspisol+Diclofenac)nehmen.Am
> 6.12.2012 ging mein Flieger. Die Tage darauf ging es mir täglich
> schlechter (Zittern, ständiges Wasserlassen, Orientierungprobleme) und
> als ich kaum nocht Puls hatte, setzte ich die Medikamente (u.a.
> Blutdruck senkende Mittel und Medformin ab. Vor meinem Zusammenbruch
> am 14.Dez. telefonierte ich mit meinem Hausarzt, der über meinen
> Zustand besorgt war und meinte , der Zucker ist aus der Kontrolle
> geraten und ich bräuchte Ärztliche Hilfe.. Kurze Zeit später fanden
> mich Hotelgäste im Treppenhaus liegen vor. Ich war zusammengeklappt.
> Man verbrachte mich in mein Zimmer. Mittels herbeigerufenen Notarzt,
> kam ich mit den Rettungswagen in die Klinik Oberhavel, Hennigsdorf, wo
> ich stationär aufgenommen wurde und Erstversorgung bekam und bis zum
> 24.12.2012 dort blieb. Die erste Information der Ärzte war, totaler
> Ausfall (gemäß Blutwerte und Untersuchung) der Nieren. Ob diese zu
> retten ist, werden die Tage zeigen. Notfalls an die Blutwäsche.
> Weiterhin teilte man mir mit, wäre ich nicht gefunden worden, Zeit
> später möglicherweise ins Koma gefallen wäre, was weiterhin zum
> Herzstillstand hätte führen können. Mein Blutdruck war bei
> Einlieferung, auch wenn ich alles ziemlich mitbekommen habe, ziemlich niedrig . Gott sei Dank konnte ich das alles überstehen und die Nierenwerte > verbesserten sich wieder. Jedoch teilte man mir mit, dass ich aus der Sache nun Diabetiker Typ2 bin und vom Insolin wohl nicht mehr frei kommen;von möglichen Folgekrankheiten ganz zu schweigen.
> Ursache des Ausfalls der Niere und des Kreislauf, war die hochdosierte
> Cortisonabgabe und der verabreichten Medikation , was zum
> Zusammenbruch des Kreislauf geführt hat. So auch angegeben im
> Entlassungsbericht der Klinik. Nun muß ich täglich mehrmals Blutzucker
> messen und Insulin spritzen. Was noch auf mich zukommt, weiss ich
> nicht. Jedenfalls war ich vor meinem Flug, kein Diabetiker und
> verabreichte mir kein Insolin, noch mußte ich Blutzucker messen. Zwar
Hatte ich erhöhte Zuckerwerte und nahm laut ärztlicher Verordnung Medformin, gegen Dem erhöhten Zuckerwert. Jedoch kein Diabetiker Typ2.
> Nun soll ich an Hand des Entlassunbgsberichtes meinen Arzt wieder
> aufsuchen, der mich in diese missliche Lage gebracht hat. Auch bzgl. weiterer Untersuchungen Nun stehe ich vor der Entscheidung wieder zu meinem Hausarzt zurückzukehren oder ihn in Haftung zu nehmen. Beruflich werde ich mich sehr einschränken müssen. Mein Anliegen und Frage ist nun, welche Chancen aus Ihrer sich hätte, meine gesundheitlichen Bedenken anzumelden bzgl. weiterer Verschlechterung anmelde und ggfls. Schadensersatz zu fordern.
> Gerne höre ich von Ihnen, welche Aussichten auf Erfolg bestehen und wie man vorgehen könnte. Denke der Arzt wird Haftpflicht versichert sein.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte:

Ich entnehme Ihrer Antrage, dass Sie den ersten Arzt, der Sie in dieser Sache behandelt hat, haftbar machen möchten.

Dafür muss ein Behandlungsfehler des Arztes kausal für Ihre erlittenen Schäden sein. Der Begriff „Behandlungsfehler" wird juristisch als eine nicht angemessene, unter Umständen fehlerhafte oder nicht zeitgerechte Behandlung durch den Arzt.

Die Beweislast liegt hier bei dem Patienten. Eine Beweislastumkehr kommt nur bei einem groben Behandlungsfehler in Betracht, wobei eben nicht jeder Fehler des Arztes eine Schadenersatzpflicht begründet, was bedeutet, dass die Verursachung des Schaden durch einen Fehler des Arztes (Kausalität) der zentrale Punkt ist.

Sie müssen also beweisen, dass durch das Verhalten Ihres ersten Arztes ein Schaden entstanden ist, in Ihrem Fall vermuten Sie ja, dass Diabetes Typ II ausgelöst wurde.

Es ist richtig, dass Cortisontherapien Diabetes auslösen kann, allerdings müss hier der Kausalzusammenhang von Ihnen bewiesen werden. Sie haben ha geschrieben, Sie hatte bereits vorher erhöhte Werte.

Außerdem kann Ihnen der Arzt trotzdem ohne Konsequenzen zu befürchten, Cortison verabreichen, wenn dies die angemessene und zielführende Behandlung der Vorerkrankung war.

Aus meinen Ausführungen ersehen Sie, dass Arzthaftung für Patienten ein sehr schwieriges Feld ist und diese häufig einen Beweis führen müssten, der Ihnen unmöglich ist.

Ich würde Ihnen vielleicht empfehlen, Ihre Unterlagen einem Kollegen vor Ort zukommen zu lassen, damit die Chancen noch einmal anhand der tatsächlichen Fakten beurteilt werden können. Auf den ersten Blick würde ich Aussichten für eher schlecht halten.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Nachfrage vom Fragesteller 09.01.2013 | 18:18

Sehr geehrte Frau Domke, danke für die Antwort und ich habe verstanden, dass die Beweislast bei mir liegen muß. Denke, dass habe ich mir schon vorher denken können. Dafür brauche ich mich nicht an Sie wenden bzw. an Ihre Internetseite.

Klar Beweise !

Beweise sind doch, das ich aufgrund Ausfall des Kreislaufs eben im Hotel zusammengebrochen. Mich nach auffinden durch andere Personen, per Rettungswagen in die Klinik transportiert worden bin. Festgestellt wurde dort, dass totales Nierenversagen und fallender Blutdruck , Ursache für den Kollaps gewesen sind.

Ebenso ich dauerhaft geschädigt sein könnte und möglicherweise dauerhaft an die Blutwäsche ran muß. Nach Rettung in letzter Not konnte ich während des 10/11 tägigen Klinikaufenthaltes wieder stabilisiert werden konnte. Allerdings jetzt als Diabetis Patient Typ2 und auf Dauer täglich mehrfach BZ messen muß und Insulin spritzen muß. Die Medikamente werden von meiner privaten Krankenkasse nur bedingt bezahlt. Weiterhin werde ich meinen Beruf wohl aufgeben müssen.

Erwähnt hatte ich eben in meinem Vortrag, dass ich von meinem Hausarzt aufgrund erhöhter Zuckerwerte (unbedenklich lt. Aussage meiner Aussage des Arztes) Medformin 850mg.(neben noch Blutdruck senkender Mittel) genommen habe. Aber eben vor dem Abflug nach Deutschland mit zu erhöhten Spritzen 6x täglich hintereinder 80m + Schmerzmittel (wegen einer Bronchitis) verabreicht wurde und angeblich geheilt entlassen wurde. Aber mit der Masname täglich 60mg.über einen gewissen Zeitraum und
gemäß Medikamentenzettel (zzgl. Aspisol+Diclofenac) meines Arztes und Rezepte verschrieben wurde und zu nehmen habe.

Durch dieser zu hohen Dosierung ist es lt. Aussage
des Chefarztes zum totales Nierenversagen gekommen und zum Ausfall des Kreislaufes.
Wie ich geschrieben habe, steht das auch im Bericht des Chefarztes des Krankenhauses. Ist dies nicht Beweis genug ?

Wie sollte der Beweis denn noch aussehen?

MfG. Karsten Ruhrmann

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.01.2013 | 18:55

Sehr geehrter Ratsuchender,

das Problem ist zB Ihren Zusammenbruch ursächlich damit in verbindung zu bringen, dass der hausarzt falsche Mediakation verabreicht hat. Wobei Sie meinen, dies e Medikation war falsch, das ist der nächste Streitpunkt. Sie schreiben: "Festgestellt wurde dort, dass totales Nierenversagen und fallender Blutdruck , Ursache für den Kollaps gewesen sind."
Hier geben Sie selbst eine Ursache an. Woher aber wiederum diese Probleme kommen, muss geklärt werden. Für eine Haftung des Arztes müssen diese in unmittelbarem ursächlichm Zusammenhang zu der Medikamentengabe stehen und SIe müssen das beweisen.

Vielleicht ist das möglich, allerdings nur durch entsprechende ärtzliche Gutachten, denen Gegengutachten folgen werden, die das Gegenteil behaupten werden. Da es um eine dauerhafte Beeinträchtigung IHrer Gesundheit geht, wird eine HAftung sehr streitig sein.

WENN der Chefarzt ärztliches Fehlverhalten des Hausarztes festgestellt hat, heißt das noch ncit, dass dies ein Gutachter so sehen muss.

Wenn Sie sich auf einen Rechtsstreit einlassen, müssen Sie sich auf eine lange Dauer einstellen.

MfG
MAike DOmke
- Rehtsanwältin -

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