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Vorgehen bei der Regelung der Erbschaft

| 20.07.2011 16:40 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin, sehr geehrter Herr Rechtsanwalt!
Kurz zum Sachverhalt: mein Vater ist kürzlich verstorben - und in einigen Tagen ist ein Termin beim Nachlassgericht anberaumt. Ich war davon ausgegangen, dass wir als die beiden Kinder dem Nachlassgericht gegenüber unseren vorläufigen Verzicht auf die Erbschaft erklärten - und damit unsere Mutter als Witwe alleinige Erbin würde - und unser Erbe erst nach dem Tod unserer Mutter dann zum Tragen käme. Bei meinem heutigen Telefonat mit dem Nachlassgericht erhielt ich die Auskunft, dass in diesem Falle andere Rechtsfolgen einträten - und die Schwester meines Vaters ein Viertel des Erbes erhielte.
Ist diese Auskunft korrekt? Wenn ja, was tun - da dies nicht in unserem Interesse läge. Fakt ist jedenfalls, dass es kein sog. Berliner Testament gibt, zumindest kein schriftliches.
Die Alternative wäre ja ansonsten vermutlich, dass das Erbe entsprechend der gesetzlichen Vorgaben geregelt wird (Mutter die Hälfte, wir als Kinder jeweils ein Viertel)- und wir dies vor dem Nachlassgericht ensprechend erklärten. Falls diese Regelung also nach Ihrer Einschätzung doch notwendig und sinnvoll wäre, wie sähe dann die konkrete Umsetzung aus? Es gibt so einige Geldanlagen und Aktienfonds bei mehreren Geldinstituten, müßten diese Gelder dann anteilsmäßig auf uns als erberechteigte Kinder "umgeschrieben" werden? Was ist im Hinblick auf das von unserer Mutter bewohnte Eigenheim zu beachten (der Wert beträgt deutlich weniger als 50 % der Erbmasse und ist auch abbezahlt)? Wie sollten wir mit dem Nachlassverzeichnis verfahren, das das Gericht bittet ausgefüllt zurückzureichen? Worauf sollten wir bei dem Termin beim Nachlassgericht ansonsten achten (Ausstellung eines Erbscheines....)?
mit freundlichen Grüßen








































Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Fragen aufgrund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Die Auskunft des Nachlassgerichts ist zutreffend, sofern Ihre Eltern im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft verheiratet waren.

Um das zu verhindern, dürfen Sie das Erbe nicht ausschlagen. Im Ergebnis wären Sie bei Annahme mit ihrer Mutter und Schwester/Bruder in einer Erbengemeinschaft. Sie können dann das Erbe entsprechend aufteilen. Niemand fragt Sie am Ende, wer bei der Auflösung weniger bekommen hat, als seinem Anteil entspricht. Sie können aber auch in der Erbengemeinschaft weiter zusammen verwalten, ohne diese aufzulösen, quasi wie eine Gesellschaft.

Deshalb müssten die Aktien und Fonds auch nicht auf einen Erben persönlich umgeschrieben werden, sondern könnten als Erbengemeinschaft weitergeführt werden. Beim Haus gilt das gleiche.

Das Nachlassverzeichnis müssen Sie deshalb so genau ausfüllen, weil die Kosten des Erbscheins etc. sich nach dem Nachlasswert berechnet. Je höher der Nachlasswert, dest teurer wird es. Sie sollten also bei den Wertangaben keine Mondpreise ansetzen, sondern nur realistische Zahlen.

Steuerlich wäre das gegenüber ihrer Vorstellung jedenfalls dann günstiger, wenn der Nachlasswert beider Eltern zusammengerechnet über dem Freibetrag von 400.000 Euro liegt, denn dann hätten Sie diesen Freibetrag zweimal ausnützen können, müssten also bis zu einem Wert von 800.000 Euro keine Erbschaftssteuer bezahlen.

Einen Erbschein werden Sie wohl brauchen, dass müste aber mit dem Nachlassgericht gesondert geklärt werden.

Ihnen kann ich nur raten, den gesamten Vorgang durch einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl prüfen zu lassen. Selbstverständlich stehe ich Ihnen dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet würde.

Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben. Über eine positive Bewertung würde ich mich in jedem Fall freuen.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 21.07.2011 | 11:08

Sehr geehrterter Herr Rechtsanwalt, vielen Dank für Ihre hilfreichen Auskünfte. Ich bitte noch um kurze Erläuterung hinsichtlich des Hauses, welche konktreten Schritte erforderlich sind, damit die Immobilie durch die Erbengemeinschaft weitergeführt wird. Bisher sind Mutter und Vater als Eigentümer im Grundbuch eingetragen. Muss hier nun eine Umschreibung im Grundbuch (?) auf uns drei als Erbengemeinschaft erfolgen - und mit welchen Kosten ist hier in etwa zu rechnen (Wert des Hauses: ca. 100.000 €). Hatte ich Sie richtig verstanden, dass dieser Schritt unbedingt notwendig ist - oder könnte hier in Anbetracht des bestehenden Einvernehmens innerhalb der Erbengemeinschaft auf diese Umschreibung verzichtet werden?
Und in Bezug auf die Aktien: hier würde ich es so verstehen, dass der Bank der Erbschein vorgelegt wird - und auf dieser Grundlage dann die Umschreibung auf die Erbengemeinschaft erfolgt - richtig?
mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.07.2011 | 14:25

Sehr geehrter Fragesteller,

besten Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:

Die Umschreibung erfolgt in den ersten 2 Jahren meines Wissens nach kostenlos. Sie müssen nicht den Hälfteteil des Vaters auf die Erbengemeinschaft eintragen lassen, wenn Sie sich mit den Miterben anders einigen (z.B. Mutter das Haus, Kinder die Barmittel).

Mit Aktiendepot, Erbschein und Bank haben Sie völlig richtig verstanden.


Ich hoffe, ich habe damit Ihre Nachfrage beantworten können und würde mich über eine gute Bewertung freuen, andernfalls müssten Sie sich einfach nochmals melden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 21.07.2011 | 15:34

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 21.07.2011 4/5,0
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