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Vorgehen bei Jobwechsel

27.08.2015 13:56 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim


Ich bin seit Jan. 2012 bei einer Leiharbeitsfirma in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis angestellt.
Zum 1. Oktober 2015. fange ich eine neue Arbeitsstelle an, Vertrag ist unterschrieben.
Da ich mir vor 8 Wochen durch die Arbeit in der Leiharbeitsfirma eine Erkrankung zugezogen habe möchte ich nicht noch bis zum 30.Sept dort arbeiten.
Allerdings würde ich dann einen Monat kein Gehalt bekommen.

Ich habe folgende Optionen:

1. Selber kündigen zum 30 Sep. (wobei der AG von einer Künfigungsfrist absehen würde / Vorteil: sofortige Beendigung / Nachteil: Sperre ALG 1)

2. AG hat angeboten mich zu kündigen ohne Abfindung (Vorteil: Keine Sperre ALG 1 / Nachteil: Bedenken was der zukünftige AG davon hält)

3. Aufhebungsvertrag ohne Abfindung (Nachteil Sperre ALG 1/ Vorteil: sofortige Beendigung)

Im Klartext möchte ich sofort aus dieser Firma raus ohne das finanzielle Nachteile entstehen (kein Lohn/ALG1 vom 01.09-30.09.2015)

Vielen Dank schonmal im vorraus.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:




Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 27.08.2015 | 15:15

Ich habe dem AG einen Aufhebungsvertrag zum 30.09 vorgeschlagen unter der Vorraussetzung das ich bis dahin Freigestellt werde und mir ein sehr gutes Arbeitszeugnis ausgestellt wird, ausserdem noch eine Abfindung gezahlt wird (der AG möchte das Beschäftigungsverhältnis ebenfalls so früh wie möglich beenden).

Nun fragt der AG nach der Höhe der Abfindung. Was kann ich ihm sagen? Mein Verdienst liegt bei 2000-2400€ Brutto.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.08.2015 | 16:21

Vielen Dank für ihre Nachfrage.

Sie können die Abrechnung analog nach dem Kündigungsschutzgesetz berechnen. Danach würde für jedes Jahr der Betriebszugehörigkeit ein halbes Bruttogehalt als Abfindung gezahlt werden. Bei Ihnen wären dies somit 1,5 bis 2 Bruttogehälter. Mit der Abfindung könnten Sie natürlich auch gut den Monat September bis zum neuen Arbeitsbeginn überbrücken.

Die Regelung hierzu, die sich auf betriebsbedingte Kündigungen stützt, aber eben auch analog ohne weiteres in einer einvernehmlichen Regelung anwendbar ist, finden Sie in § 1a KSchG.

Viele Grüße

Ergänzung vom Anwalt 27.08.2015 | 14:29

Sie werden nicht gänzlich ohne finanziellen Nachteil mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Arbeitsverhältnis ausscheiden.

Die Varianten 1 und 3 haben Sie bereits dargestellt, dass es hier sodann keine Leistungen der Bundesagentur für Arbeit geben wird und eine Sperre droht.

Dies könnte allerdings auch dann drohen, wenn der Arbeitgeber kündigt und hierbei eine Kündigungsfrist nicht einhält. Teilweise wird vertreten, dass der Arbeitnehmer dann eine Pflicht hat, gegen diese Kündigung, die eine Kündigungsfrist nicht ordnungsgemäß einhält, vorzugehen.

Allerdings wäre dies das geringere Risiko zu den anderen beiden Varianten.

Würden Sie die anderen Varianten wählen, bräuchten sie einen Grund, warum das Arbeitsverhältnis von ihrer Seite gekündigt wird oder vorzeitig aufgehoben wird. In der Regel wird dies nur dann zu ihren Gunsten gewertet, wenn es eine unzumutbare Härte für Sie darstellen würde, weiterhin beim alten Arbeitgeber zu verbleiben.

Sie können natürlich auch mit dem zuständigen Sachbearbeiter sprechen, ob er auf eine Sperrzeit verzichten würde. Wenn allerdings kein Grund für einen vorzeitigen Abschied vom alten Arbeitgeber vorliegt, dürfte dies schwierig werden.

Als vierte Alternative würde möglicherweise noch eine Regelung dahingehend bleiben, dass der Arbeitgeber die ordentliche Kündigungsfrist und bestehende Kündigungsfrist ausschöpft, also bis zum 30.09. 2015 kündigt und Sie gegebenenfalls unter Fortzahlung der Bezüge freistellt und dabei möglicherweise Überstunden oder noch Urlaubsansprüche angerechnet.

Eine weitere Alternative wäre, dass Sie bereits früher beim neuen Arbeitgeber anfangen.

Beide Alternativen bedingen aber die Zustimmung des Arbeitgebers und ein entsprechendes Einverständnis.

Sie sollten in jedem Fall darauf achten, dass sie auch bei entsprechender Kündigung oder Aufhebung bereits den neuen Arbeitsvertrag unterzeichnet haben, damit sie nicht im schlimmsten Fall ohne Arbeitsverhältnis dastehen.

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