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Vorfahrt missachtet - Strafmaß gerechtfertigt oder Einspruch einlegen?

31.07.2014 12:10 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Nach einem verschuldeten Verkehrsunfall ergeht ein Strafbefehl wegen fahrlässiger Körperverletzung. Ist die darin verhängte Strafe zu hoch, kann im Wege eines Einspruches versucht werden, die Höhe der festgesetzten Geldstrafe zu reduzieren und ein Fahrverbot zu vermeiden.

Vorfall:
Im Juni hat meine Frau beim Ausfahren der Nebenstrasse auf die vorfahrtsberechtigte Strasse eine 17jährige Mofafahrerin übersehen. Diese streifte die Stoßstange vom Wagen und im Verlauf stürzte die Fahrerin bei moderater Geschwindigkeit. Sie zog sich ein paar Prellungen zu und aufgrund auch ungeeigneten Schuhwerks musste eine kleinere Wunde am Fuss mit 2 Stichen genäht werden. Die Polizei nahm den Unfall auf, die Schuld wurde ohne umschweife eingestanden. Mehrfach haben wir uns bei der Mopedfahrerin entschuldigt. Natürlich rechneten wir mit einer Strafe, dass die nun aber doch so drastisch ausfällt überrascht doch sehr. Meine Frau arbeitet 30% (ca. 740€ netto) ist für Ihre 3 minderjährigen (8, 10, 13) Kinder aus Vorehe verantwortlich. Außerdem arbeitet Sie im Pflegedienst und ist auf einen Führerschein angewiesen.
Die Strafe lt. schreiben von heute:
20x Tagessätze zu je 30€ = 600€ + ca. 60 Verfahrensgebühr sowie 4 Wochen Fahrverbot. Punkte gibt es sicherlich auch.

Ich persönlich halte dieses Strafmaß als unverhältnismäßig hoch, wenn man auch die Umstände in Betracht zieht. Daher die Frage an die Experten: Lohnt es sich hier Einspruch einzulegen um das Strafmaß zu mildern. Hinzu kommen dann natürlich wieder Verfahrenskosten. Oder sollte man zahlen und froh sein, dass nicht mehr passiert ist und die Strafe womöglich noch höher ausgefallen ist. Über eine hilfreiche Antwort freue ich mich.
31.07.2014 | 12:47

Antwort

von


(71)
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80797 München
Tel: 089 / 12 66 73 0
Web: http://www.strafverteidiger-grasel.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Die Höhe der Geldstrafe (20 Tagessätze) halte ich für angemessen. Mir liegt derzeit ein vergleichbarer Fall aus München vor. Dort wurden sogar 30 Tagessätze verhängt.


Was die Höhe der Tagessätze (30 Euro) angeht, wurde hier offensichtlich das Einkommen Ihrer Frau geschätzt und zwar auf einen betrag von 90 Euro netto monatlich.

Da das tatsächliche Nettoeinkommen Ihrer Frau jedoch darunter liegt, wäre ein Einspruch gegen den Strafbefehl, mit dem Ziel einer Reduzierung der Tagessatzhöhe, durchaus erfolgversprechend und sinnvoll.

Wenn Sie die tatsächlichen Einkommensverhältnisse darlegen und nachweisen, ist mit einer Reduzierung der Tagessatzhöhe (nicht der Anzahl) zu rechnen.

Gegebenenfalls kann dies sogar ohne eine Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht erreicht werden. Ein Strafverteidiger kann hier versuchen, direkt mit dem Gericht und der Staatsanwaltschaft eine entsprechende Einigung zu finden.

Im Übrigen sind die Verfahrenskosten bei einem Strafbefehl, auch im Falle einer mündlichen Verhandlung, ausgesprochen moderat. Hierfür würden weitere 60 Euro, insgesamt also 120 Euro anfallen.

Auch bezüglich des Fahrverbots kann im Rahmen des Einspruchsverfahrens oftmals ein Erfolg verzeichnet werden. Bei einer berufsbedingten Angewiesenheit auf den Führerschein kann beispielsweise durch eine Erhöhung der Geldstrafe vom Fahrverbot abgesehen werden.
Oder das Fahrverbot wird solange hinausgezögert, bis Ihre Frau beispielsweise im Urlaub ist und in dieser Zeit ohnehin keinen Führerschein benötigt.

Besteht eine Rechtsschutzversicherung? Wenn ja, würde diese höchstwahrscheinlich die Kosten der Strafverteidigung übernehmen, da es hier wohl um eine Strafbarkeit wegen fahrlässiger Körperverletzung im Rahmen eines Verkehrsunfalles geht.

Anderenfalls müssten Sie bei einer Beauftragung eines Rechtsanwalts mit folgenden Gebühren rechnen:
Grundgebühr + Verfahrensgebühr + Terminsgebühr (falls es zu einer Gerichtsverhandlung kommt)
Die Höhe der gesetzlichen Gebühren liegt dabei in der Summe bei 660 Euro, zzgl. Auslagen und Umsatzsteuer.


Wie Sie sich auch entscheiden: beachten Sie jedoch unbedingt die zweiwöchige Einspruchsfrist (gerechnet ab Zustellung des Strafbefehls).



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen. Sollten Sie sich dazu entscheiden, sich anwaltliche Unterstützung zu bedienen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Das hier bezahlte Honorar würde dann auch die entstehenden gebühren angerechnet werden. Durch einen klick auf mein Bild gelangen Sie zu meinen Kontaktdaten.

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Grasel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Mathias Grasel
Fachanwalt für Strafrecht

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